Vietnams Norden – Sapa entspannt erleben in unserer Special Stay Unterkunft

von Mehr Mara Großebörger Reisespezialistin

30 Juni 2020

Unsere Reisespezialistin Mara bereiste im September 2019 Vietnam. Erfahren Sie in diesem Blog, was sie alles im grünen Norden Vietnams erlebt hat. 

Als Reisespezialistin mit Leidenschaft für Südamerika habe ich in diesem Jahr ein für mich sehr exotisches Reiseziel ausgesucht: Vietnam! Auf Empfehlung einiger Freunde und Kollegen sollte es zuerst in den Norden gehen, nach Hanoi und in die Halong Bucht, aber auch in die Region von Sapa an der Grenze zu China.

 

Unsere Zugfahrt nach Lao Cai

In Hanoi starteten mein Freund und ich am späten Abend unseren Abstecher Richtung Nordwesten und nutzen ein recht beliebtes Transportmittel: den Zug. Romantisch habe ich mir das vorgestellt und bequem auch, denn die Zugabteile verfügen über Betten und richtige Bettwäsche. Wie ein Hotelzimmer also, habe ich gedacht und mich auf die Fahrt gefreut.

Die Realität sah dann etwas anders aus. Die Betten waren zwar bequem und mit der kuscheligen Bettwäsche waren wir gut gegen die Klimaanlage geschützt, doch es wurde schnell klar, dass die Gleise zur Zeit der französischen Kolonie gelegt wurden. Unsere Fahrt war also entsprechend laut und ruckelig und wir freuten uns, als wir gegen sechs Uhr morgens am Bahnhof von Lao Cai angekommen sind.

 

Besuch des bunten Marktes

In Lao Cai wurden wir bereits von unserem Guide erwartet und zu einem nahe gelegenen Restaurant gebracht. So früh am Morgen waren die Straßen leer und wir die einzigen Gäste, was uns nur recht war. So stand schnell eine dampfende Pho-Suppe zum Frühstück auf unserem Tisch und wir genossen das frühe Frühstück. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, machten wir uns wieder auf dem Weg, denn Lao Cai war nicht unser heutiges Endziel.

Rund eineinhalb Stunden benötigten wir nach Bac Ha. Dort findet jeden Sonntag ein großer Markt statt, an dem alle im Umkreis wohnenden Menschen teilnehmen, ihre Waren ver- oder einkaufen. Wir trafen zum ersten Mal auf unserer Reise auf die verschiedenen Ethnien, die in der Region leben. Unser Guide kannte sich aus und könnte alle benennen: Flower H’mong, Red Zao, Black H’mong und viele mehr; man erkennt sie an ihrer Kleidung. Wir erkundeten den gesamten Markt, der in verschiedene Bereiche unterteilt ist. Es gab dort Obst und Gemüse, Kleidung und Haushaltswaren, Kräuter und Fleisch und auch lebende Tiere wie Schweine, Hunde und Wasserbüffel. So einen hätte ich am liebsten mitgenommen!

Zahlreiche Essensstände gab es natürlich auch, denn der Markt ist nicht nur für den Ein- und Verkauf der Waren gedacht, er ist vor allem Treffpunkt, um Neuigkeiten auszutauschen, Heiratsmarkt und die Möglichkeit, mit Freunden und Bekannten zu essen und Reisschnaps zu trinken. Unseren europäischen Mägen sagten die zubereiteten Gerichte eher weniger zu, daher verließen wir den Markt und machten uns auf den Weg zu unserem Homestay, in dem das Mittagessen für uns vorbereitet wurde.

Vorher machten wir noch einen Abstecher zu einem Dorf der Flower H’mong. Es war nicht viel los, denn die meisten Bewohner waren noch auf dem Markt, doch wir bekamen einen interessanten Einblick in das Leben dieser Ethnie. Wir wurden freundlich begrüßt und konnten uns ein wenig auf eigene Faust umschauen. Die Flower H’mong leben vor allem vom Anbau von Mais, lernten wir dabei. Nach der Ernte wurde er momentan getrocknet.

Ein besonderes Erlebnis

Zum Mittagessen bekamen wir angebratenes Schweinefleisch und Hühnchen, Reis und Gemüse und eine Portion Pommes. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft für die nächsten beiden Nächte. Wir haben uns bewusst gegen ein Hotel in Sapa und für eine Ecolodge mitten in der Natur entschieden, denn die Entspannung stand für uns bei diesem Baustein im Vordergrund.

So kamen wir nach zwei Stunden Fahrtzeit an der Topas Ecolodge an, die rund eine Stunde von Sapa entfernt liegt. Uns beeindruckten sofort die atemberaubende Aussicht und die einmalige Lage der Lodge auf einem Berggipfel. Rund herum endlose Reisterrassen und Wasserfälle, so schön haben wir es uns bestimmt nicht vorgestellt. Unser Bungalow und der dazugehörige Balkon boten einen tollen Blick auf die Berglandschaft und das Tal, durch den sich ein Fluss schlängelte.

Während der nächsten beiden Tage konnten wir alle Annehmlichkeiten der Lodge genießen: den Infinity Pool, leckeres und frisch zubereitetes Essen, eine tägliche Happy Hour und eine gemütliche Lounge.

Dabei lag die Lodge besonderen Wert auf Nachhaltigkeit: Beim Check-In bekamen wir eine hochwertige Trinkflasche, die wir immer wieder mit Wasser befüllen konnten; viele Zutaten, die im Restaurant verarbeitet wurden, wurden direkt auf dem Hotelgelände angebaut und Reste recycelt und an lokale Farmer abgegeben. Plastik-Gegenstände haben wir auf dem ganzen Hotelgelände nicht gefunden.

Unsere Abreise

Nach zwei erholsamen Tagen mit einer kleinen Wanderung durch die Reisfelder, leckerem Essen und viel Zeit zum Lesen mussten wir uns leider von diesem tollen Ort verabschieden. Für die Rückfahrt nach Hanoi nahmen wir den hoteleigenen Shuttlebus – deutlich bequemer und auch schneller als der Zug. Aber auch längst nicht so abenteuerlich!

Sind Sie nun auch auf den Geschmack gekommen und möchten Vietnams Norden erkunden? Gerne unterstützen unsere erfahrenen Reisespezialisten Sie bei der Planung Ihrer Traumreise!

Nordvietnam entdecken »


Schlagwörter:

Bislang kein Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bei Erlebe Fernreisen seit:

Mein Reisetipp