Südafrika – Entlang der Garden Route mit Kindern

17 Juni 2020

Mit der Familie unterwegs in Südafrika. Das ist wohl für viele Reisende ein Traum. Dieser wurde für unsere Kundin Katja im März war. Sie nimmt uns mit auf ihre unvergessliche Reise entlang der Garden Route. Unvergesslich nicht nur, da die Familie viele tolle Erfahrungen sammeln konnte, sondern auch, da sie das Land aufgrund der Corona-Bestimmungen plötzlich verlassen musste. Seid gespannt, was Katja zu berichten hat.

Abenteuer Südafrika

Anfang März beginnt unser Abenteuer Südafrika. Wir reisen mit unseren zwei kleinen Kindern (zwei und vier Jahre alt) über Zürich nach Kapstadt. Es sollte der Beginn eines großen Abenteuers werden.

Im Vorfeld hatten wir sehr netten Kontakt mit Frau Büsen, sie hat wirklich jeden Wunsch und auch nachträgliche Änderungen möglich gemacht.

In Kapstadt – genauer gesagt in Hout Bay – verbringen wir die ersten sechs Nächte. Wir haben jede Menge gesehen. Wir waren am Kap der Guten Hoffnung, natürlich bei bestem Wetter auf dem Tafelberg, haben uns Kapstadt und die Waterfront angesehen. Außerdem waren im West Coast Nationalpark. In Simonstown gibt es neben der Pinguinkolonie auch noch die Scratch Patch Mineral World – für unsere Jungs genial. Das ist ein Unternehmen, welches verschiedenste, in jeder Farbe leuchtende Steine verarbeitet. Man kann sich ein Gefäß unterschiedlichster Größe am Eingang kaufen und dann nach belieben mit bunten Steinen befüllen und mit nach Hause nehmen.

Am Kap der guten Hoffnung gibt es ganz viele kleine Stichstraßen. Diese sollte man unbedingt hinunterfahren. Neben tollen, menschenleeren Sanddünen entdeckt man auch Elenantilopen, Paviane und Strauße. Und ja, die Paviane sind wirklich nicht ohne! Uns hat doch direkt ein Pavian am Cape Point an einem von Rangern mit schweren Knüppeln bewachten Picknickplatz die Pizza geklaut. Der freche Pavian sprang auf unseren reich gedeckten Tisch-  zack war eine Pizza weg, aber wir teilen ja gerne!

Weiter geht die Reise nach Hermanus. Unterwegs stoppen wir in Betty`s Bay – auch hier eine Pinguinkolonie. Wir finden diese hier fast schöner als in Simonstown. In Hermanus machen wir nur für zwei Nächte Halt. Am nächsten Tag fahren wir circa zwei Stunden zum De Hoop Naturtreservat. Die lange Fahrt, auch über nicht befestigte Schotterstraßen lohnt sich sehr. Endlose Sanddünen erwarten uns und keine Menschenseele. Es war traumhaft!

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Auf zur ersten Safari

Unser nächstes Ziel soll die Garden Route Game Lodge sein. Darauf freuen wir uns ganz besonders. Endlich geht es auf Safari!

Unterwegs machen wir an einem Schnellimbiss Halt. Hier wurden wir wieder mit dem enorm großen Unterschied zwischen arm und reich konfrontiert. Ein sehr netter, überhaupt nicht aufdringlicher Afrikaner hat schon auf unsere Essensreste gewartet und sich genommen als wir fertig waren. Wir sind an ganz vielen Townships unfassbarer Größe vorbeigefahren, an Tagelöhnern und bettelnden Menschen, an videobewachten, mit Strom und Stacheldraht umzäunten Villen. Auch das ist Afrika. Wir hatten stets Kontakt zu freundlichen, aufgeschlossenen Menschen, ich habe mich jederzeit sicher gefühlt, aber ich muss auch sagen, nach Einbruch der Dunkelheit wollte ich nicht auf der Straße sein.

Die Garden Route Game Lodge – Luxus pur. Wir hatten ein Chalet mit Außenbadewanne und Blick auf das Wasserloch. Jeden Morgen haben wir die Hippos schnaufen gehört. Besser konnten wir nicht geweckt werden. Am Morgen und am Abend ging es dann auf Safari. Wir hatten einen tollen Ranger. Ashley hat uns so viel gezeigt. Wir haben Löwen, Elefanten, Nashörner, Gepardenkinder, Giraffen, Springböcke, Impalas, Oryxantilopen, Zebras, Buschböcke, Elenantilopen und Gnus gesehen. Ich hoffe, ich habe kein Tier vergessen. Ein Highlight war eine jagende Gepardin. Einfach unbeschreiblich mit eigenen Augen zu sehen, wie blitzschnell die Gepardin versucht hat, einen Springbock zu jagen. Leider vergebens, die Springböcke hatten mehr Glück. Einen Reptilienzoo gibt es auch in der Lodge. Hier leben Schlangen, Krokodile, Schildkröten und Webervögel.

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Im Einklang mit der Natur

Leider überschattet nun das Corona Virus unseren Urlaub. Wir hatten zu jeder Zeit wieder sehr netten Kontakt zu Frau Büsen. Sie hat sich gut gekümmert und war sofort erreichbar. Viele Reisende brachen ihren Urlaub ab, viele reisten weiter. Wir entschieden uns auch zum Weiterfahren.

Nach 4 Tagen Safari ziehen wir weiter in den Tsitsikamma Nationalpark. Hier erleben wir eine schroffe Küste, wirklich toll. Wir waren wandern – es war mehr klettern, über viele, viele Felsen zu einem Wasserfall. Was waren wir stolz auf unseren 4- jährigen! Neben dem Wasserfall gibt es auch einen einfachen Wanderweg zu zwei Hängebrücken. Wer mag, kann dann noch weiter bergauf zu einem schönen Aussichtspunkt über die gesamte Bucht wandern.

In Plettenberg Bay haben wir zwei tolle Strandtage verbracht. Vormittags waren wir an einem Tag mit dem Boot unterwegs zum Robberg. Hier leben tausende Robben, eigentlich sollten wir noch Delfine sehen. Diese wollten sich aber leider nicht zeigen. Am nächsten Tag besuchten wir mit einem lokalen Guide das Qolweni Township in Plettenberg. Freundliche Menschen, aufgeschlossene Kinder und unfassbare Armut. Wir unterstützen finanziell die Schule im Township.

Am Westende des Tsitsikamma Nationalpark liegt das Nature´s Valley. Hier gibt es eine wunderschöne Lagune und zahlreiche Wanderwege. Im Reiseführer nur ganz kurz aufgeführt und deswegen touristisch noch nicht so erschlossen und voll, dafür aber wunderschön. Wir waren nur kurz da, wären aber auch hier gern länger geblieben.

 

Letzter Stopp: Addo Elephant Nationalpark

Unser letzter Stopp ist der Addo Elephant Nationalpark. Hier soll es auf Selbstfahrer Safari gehen. Zwei ganze Tage hatten wir Zeit. Toll, Toll, Toll – mehr kann man dazu nicht sagen. Elefantenherden, Zebras, Kudus, Warzenschweine, Buschböcke, Schabrackenschakale, Büffel und alles zum greifen nah. Selbst zwei schlafende Löwen haben wir entdeckt. Einzigartig, faszinierend diese Tierwelt. Wenn direkt am Auto eine Elefantenfamilie an dir vorbeispaziert, die Tiere sich an der Wasserstelle versammeln – unbeschreiblich schön.

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Heimreise

Der letzte Tag hatte es dann noch in sich. Einen Tag vor dem totalen Lockdown in Südafrika sollte unser Rückflug gehen. Natürlich wurden gerade die im Township lebenden Afrikaner unruhig. Danke an unseren netten Gastgeber, der Addo Dung Beetle Gästefarm. Er hat uns einen Alternativweg zum Flughafen gezeigt. Der direkte Weg war leider nicht mehr möglich. Militär und Polizei auf der Straße, brennende Autoreifen und mit Steinen werfende Menschen hätten wir passieren müssen. Der Umweg war sicherer. Noch nie haben wir so viele Autos auf der Straße gesehen und so eine Unruhe verspürt. Ich muss sagen, ich war sehr froh im Flugzeug nach Johannesburg zu sitzen. Unser Flug nach Frankfurt hob dann mit 1,5 Stunden Verspätung am 25.03.2020 abends ab. Am 26.3.2020 begann der Lockdown. Was für ein Glück gehabt, was für ein toller, aufregender Urlaub.

Danke an alle! Danke an Erlebe Fernreisen! Danke an die vielen netten und freundlichen Menschen vor Ort!

Wir haben Afrika in unser Herz geschlossen – wir kommen wieder, das ist ganz sicher!

 

Bald werden Reisen nach Südafrika wieder möglich sein. Sie wollen auch den spektakulären Süden Afrikas entdecken? Gerne stehen Ihnen unsere Südafrika-Reisespezialisten mit Rat und Tat zur Seite. Oder planen Sie eine Reise nach Südafrika mit der Familie? Unsere Familien-Reisespezialisten freuen sich auf die gemeinsame Reiseplanung!


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