Torres des Paine Mietwagen

5 Gründe, warum man den Nationalpark Torres del Paine mit dem Mietwagen besuchen sollte

Wer eine Reise nach Patagonien plant, kommt am Nationalpark Torres del Paine nicht vorbei. Der Park, der seinen Namen den berühmten „Torres del Paine“ („Türme des blauen Himmels“ in der Sprache der Tehuelche, der Ureinwohner Patagoniens) zu verdanken hat, ist zu Recht eines der absoluten Highlights Chiles. Die meisten Reisenden wandern hier auf dem sogenannten „W-Trek“, der sich in der Form eines „W“ in vier bis fünf Tagen durch den Park schlängelt. Andere, weniger wanderfreudige Besucher, kommen von Puerto Natales aus bei einem Tagesausflug in den Park. Was aber, wenn man nicht die Zeit hat oder es sich nicht zutraut, fünf Tage lang mit dem Rucksack auf dem Rücken zu wandern, aber trotzdem mehr als nur einen kurzen Blick auf die Türme werfen möchte? In dem Fall bietet es sich an, den Nationalpark auf eigene Faust mit dem Mietwagen zu erkunden. Hier sind fünf Gründe, warum sich ein Besuch des Parque Nacional Torres del Paine auch mit dem Mietwagen lohnt:

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1. Mit dem Auto ist man zeitlich unabhängig

Besucht man den Nationalpark im Rahmen eines Tagesausflugs ist man zeitlich sehr eingeschränkt. Von Puerto Natales aus fährt man etwa zwei Stunden mit dem Bus zum Park und am Eingang verliert man meist viel Zeit bei der Registrierung, da etliche Busse gleichzeitig ankommen. Die Wanderung zur Base de las Torres, von wo aus man den berühmten Ausblick auf die drei Torres hinter der Lagune hat, dauert ca. vier Stunden. Da man am selben Tag noch nach Puerto Natales (etwa 140 km entfernt) zurückkehren muss, bleibt kaum Zeit, den beeindruckenden Blick zu genießen und auf sich wirken zu lassen. Selbst wenn man eine Nacht in einer Unterkunft am Eingang des Nationalparks verbringt, ist man am Tag der Wanderung etwas unter Zeitdruck, um noch vor Einbruch der Dunkelheit zurück in seiner Unterkunft zu sein.

Mit dem Mietwagen kann man dagegen den Ankunftstag ganz entspannt in anderen (und nicht minder schönen!) Ecken des Parks verbringen und man kann am nächsten Morgen noch vor den Menschenmassen, die wieder aus Puerto Natales anreisen, zur Base de las Torres aufbrechen. Oben angekommen hat man Zeit für ein gemütliches Picknick vor herrlicher Kulisse und auf dem Rückweg, den man in gemächlichem Tempo antreten kann, kommen einem dann die ersten Tagestouristen entgegen. Zurück im Tal kann man die nächste Nacht wieder in derselben Unterkunft verbringen, oder man fährt noch ein Stück weiter in den Park hinein – ganz wie man möchte.

Ich selber bin zur Laguna Azul aufgebrochen und habe dort eine schöne zweistündige Wanderung an der Lagune entlang unternommen. Auf dem Weg traf ich lediglich auf ein Paar, das ebenfalls mit dem Mietwagen hierhergekommen war. Auf dem Rückweg zur Unterkunft konnte ich dann den Sonnenuntergang am Wasserfall Cascada Paine genießen – in aller Ruhe ganz für mich alleine und ohne andere Reisende.

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2. Mit dem Auto ist man örtlich flexibel

Ist man beim Trekking im Torres del Paine auf ganz bestimmte Wege festgelegt, um von Unterkunft zu Unterkunft zu gelangen, so ist man mit dem Mietwagen völlig frei in seiner Wahl. Am Eingang zum Nationalpark erhält man eine Übersichtskarte und man kann daraufhin frei entscheiden, ob man zuerst Richtung Osten oder Westen fährt, ob man zur Base de las Torres wandern, den Grey Gletscher besuchen oder einfach so drauf losfahren möchte.

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3. Mit dem Auto reist man fernab der Massen

Wie oben bereits erwähnt, kommen die meisten Touristen zum Torres del Paine, um ein mehrtägiges Trekking zu absolvieren. Aufgrund der Infrastruktur des Parks und der Lage der Unterkünfte bewegen sich alle Touristen auf den selben Wegen. Die Folge in der Hochsaison: Der Park ist sehr überlaufen und die Unterkünfte entlang der Wanderwege können schnell ausgebucht sein. Mit dem Auto bewegt man sich auf anderen Wegen durch den Nationalpark, etwas weiter weg von den berühmten Felsformationen, dafür mit spektakulären Panoramablicken über den gesamten Park und manchmal mutterseelenalleine. Ich habe ständig an den vielen Aussichtspunkten angehalten und manchmal sehr lange Zeit dort verbracht und einfach nur die beeindruckende Kulisse betrachtet. Dabei kam auch hin und wieder ein Bus mit Tagestouristen vorbei – während dieser schon wieder weiterfuhr, konnte ich den Moment noch ein Weilchen länger genießen.

Lago-Nordenskjöld -Cuernos-del-Paine
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4. Mit dem Auto erreicht man noch unbekannte Ecken

Die bekannteste Art den Nationalpark Torres del Paine zu besuchen ist ohne Frage das W-Trekking. Die Highlights sind natürlich die Torres del Paine, die Cuernos del Paine und der Grey Gletscher. Ich habe das Trekking selbst getestet und war danach total begeistert von der Landschaft, die man dort vorfindet. Aber erst jetzt, nachdem ich mit dem Mietwagen noch einmal dort war, ist mir bewusst geworden, wie groß der Nationalpark eigentlich ist und wie viel mehr er noch zu bieten hat. Es gibt zahlreiche Lagunen, Seen, Wasserfälle und wunderschöne Wanderwege, die man in den fünf Tagen auf dem W-Trek gar nicht besuchen kann und die man auch auf längeren Trekkings nicht erreicht, weil sie auf der anderen Seite des Parks liegen. Die Wanderung vom Salto Grande zum Mirador Cuernos war beispielsweise eine der schönsten, die ich im Nationalpark gemacht habe.

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5. Mit dem Auto kann man in sehr kurzer Zeit sehr viel sehen

Wie die meisten Leute, die nach Patagonien reisen, wollte ich in verhältnismäßig kurzer Zeit natürlich auch möglichst viel sehen und der Nationalpark Torres del Paine war auch nur eine von vielen Stationen. Am Ende der Planung blieben dann leider nur zwei Tage für den Park übrig. Mit dem Mietwagen konnte ich in diesen zwei Tagen unheimlich viel sehen und viele tolle Wanderungen machen, was ohne Auto nie möglich gewesen wäre. Sogar mit einem ausgiebigen Picknick am Grey See mit Aussicht auf den Gletscher hat es am letzten Tag noch geklappt, bevor es zurück nach Puerto Natales ging, wo ich den Mietwagen wieder abgegeben habe.

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Wenn Sie dieses Erlebnis auch machen möchten, hilft Ihnen Reisespezialistin Stefanie gerne weiter. Vorab können Sie sich gerne alle Infos zu unserem Reisebaustein Dramatisch schöner Torres anschauen.

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