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Töpfer-Workshop im marokkanischen Fes

von Mehr Lisa Schamoni Supervisor, Reisespezialistin

21 Februar 2017

Wer schon einmal einen marokkanischen Souk besucht hat, der kennt sicherlich die zahllosen typischen, mit orientalischem Muster dekorierten Tonwaren, die man allerorts erwerben kann. Von kleinen Schüsseln über Teller und Schalen bis hin zu den typisch nordafrikanischen Tajinen kann man hier wirklich alles erstehen. Bei meinem letzten Fes-Besuch habe ich einen Töpfer-Workshop besucht, der diese besonderen marokkanischen Schmuckstücke herstellt und habe mich sogar selbst in der Kunst versucht, eine eigene Tajine zu töpfern.

 

 

Mit meinem Mietwagen bin ich etwa 20 Minuten aus der Medina von Fes heraus gefahren und habe nach Nachfragen bei Einheimischen schließlich die etwas versteckt liegende Töpferei gefunden. Dort ankommen hat mich Said, mein Guide für die nächsten zwei Stunden, am Eingang bereits empfangen. Selbstverständlich wurde ich zunächst mit einem süßen Minztee willkommen geheißen, bevor wir die Tour durch die Töpferei starteten.

 

Die Abläufe in der Töpferei in Fes

Said erklärte mir, dass die Keramik in besonderen Öfen aus Naturmaterialien wie Stroh und Lehm beheizt werden. Unter dem Ofen befindet sich eine tiefe Grube, in der das Feuer zum Brennen des Tons entfacht wird. Mit Kohle und Kamelmist kann eine Temperatur von bis zu 400 Grad erreicht werden. Die Töpferwaren bleiben dann etwa zwei Tage im Ofen, bis sie die richtige Härte erreicht haben.

 

 

Wenn man die kunstvollen Objekte in der Töpferei betrachtet, ist dies besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass hier alles per Hand und in filigraner Feinarbeit hergestellt und bemalt wird. Ich habe mir beispielsweise angesehen, wie einer der Arbeiter bunte Mosaiksteine aus fertigen Tonplatten geklopft hat.

 

 

Laut Said arbeiten diese Männer immer zwei Stunden und machen dann eine Pause von etwa 30 Minuten, damit sie sich dehnen und die Glieder entspannen können. Jeder dieser Männer arbeitet drei Schichten pro Tag, denn es ist schwierig und überaus anstrengend über einen längeren Zeitraum ruhig und konzentriert in dieser sitzenden Position zu verharren.

 

Und nun geht es für mich ans Werk

Wie schon erwähnt, durfte ich auch einen eigenen Versuch wagen, ein Tajine-Gefäß zu töpfern. Dabei musste ich allerdings einsehen, dass man diese Arbeit besser den Profis überlassen sollte, da mein Werk am Ende alles andere als symmetrisch war. Trotzdem hatte ich eine Menge Spaß und Mohamed hatte eine Engelsgeduld und versuchte mir die Kunst des Töpferns beizubringen.

 

Hier ist das Ergebnis meines Töpfer-Workshops:

Bemalen der Tonwaren

Im Anschluss durfte ich noch einen fertig gebrannten Ton-Teller bemalen. Ein Mitarbeiter der Töpferei hat freundlicherweise Linien vorgezeichnet, sodass am Ende ein wahres Kunstwerk entstanden ist.
Da ich am Ende meiner Marokko-Reise wieder nach Fes zurückgekehrt bin, konnte mein Teller sogar gebrannt werden und ich habe diesen am Ende der Reise abgeholt. Mittlerweile steht der Teller als besonderes Souvenir in meiner Küche in Deutschland.

 

 

Wenn man möchte, kann man am Ende der Tour noch eines der fertigen Kunstwerke erwerben – garantiert von Hand gemacht.

 

Fazit

Für mich war der Töpfer-Workshop ein riesen Erlebnis. Etwas mit den eigenen Händen zu formen ist schon ein ganz besonderes Gefühl und natürlich auch den Meistern bei ihrer Arbeit zuzuschauen.

Wenn auch Sie eine Reise nach Marokko planen, schauen Sie sich gerne unsere Reisebausteine an, unsere Reisespezialisten sind Ihnen dabei gerne behilflich.


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2 Kommentare
Rosanna, 4. März 2018, 21:52 Uhr

Hey Lisa,
das klingt super! Mit ein paar Studienkommilitionen bin ich demnächst in Fez und würde das auch gerne machen. Könntest Du mir mehr darüber erzählen und ggf. einen Kontakt geben?

Lieben Gruss, Sanna

Reisespezialistin Lisa, 5. März 2018, 13:37 Uhr

Hallo Sanna,

wir waren bei der Töpferei Art Naji: http://www.artnaji.com/en/ am Stadtrand von Fez.
Auf der Webseite findest du auch eine Kontakt E-Mail-Adresse. Dort kannst du euch schon einmal ankündigen, sodass ein Englisch sprechender Guide verfügbar ist und ihr auch die Gelegenheit bekommt, einen eigenen Teller zu töpfern und zu bemalen.

Viel Spaß!

Viele Grüße,
Lisa

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