Sicherheit in Mexiko: Kann man individuell durch Mexiko reisen?

von Mehr Dennis Büsen Produktler, Reisespezialist

8 Januar 2019

Im November 2018 ging es für mich zum ersten Mal nach Mexiko. Diese Reise in Mittelamerika war für mich absolutes Neuland. Normalerweise bereite ich mich nicht groß auf die Reise vor, da ich vorab schon viel über meine Reiseziele weiß, aber diesmal war es anders. So habe ich mich vorab im Internet informiert: Was muss man mitnehmen? Wo muss man unbedingt hin? Oder auch was man darf oder was man vielleicht unterlassen sollte. Auffällig war für mich, dass sich überraschend viele Artikel der Medien mit der Sicherheit in Mexiko befassen, in diversen Blogartikeln von Reisenden das Thema aber anscheinend nur eine untergeordnete Rolle spielte.

Sicherheit in Mexiko: Kann man individuell durch Mexiko reisen?

Ich machte mich also auf den Weg, aber so ganz aus dem Kopf bekam ich die Schlagzeilen nicht, die Mexiko City als eine der gefährlichsten Städte der Welt darstellten. Meine Spanischkenntnisse beschränken sich auf einen Universitätskurs, so konnte ich der Fahrerin den Namen des Hotels nennen und einen holprigen Smalltalk aus einem Spanisch-English Mix führen.

Sicherheit in Mexiko

Angekommen in Mexiko City

Angekommen in dieser gigantischen Metropole fühlte ich mich zu Beginn noch ein wenig überfordert. So viele Eindrücke, so viele Menschen, historische Bauwerke überall, wo man hinschaut und an jeder Ecke mexikanisches Streetfood. Es dauert nicht lange und ich fing an, die Stadt zu mögen, die Menschen herzlich, die Fortbewegung einfach und zwar zu Fuß. Das Hotel im Zentrum gelegen, sodass ich bequem in 20 Minuten den berühmten Zocalo erreichen konnte. Auf ging es durch die bunten Gassen, eine Tortilla hier, eine Quesadilla dort, ab auf den Torre Latinoamericana und abends wieder auf den Zocalo, es war ja schließlich der Dia Los Muertos, das bedeutendste Fest Mexikos. Eine ganz außergewöhnliche Erfahrung, Menschen kostümiert und geschminkt wie Skelette singen und tanzen, eine riesige fröhliche Menschenmenge auf dem größten Platz Mittelamerikas und alles wird im Dunkeln angestrahlt.

Auf dem Rückweg habe ich mir noch mit meiner Frau den einen oder anderen Margarita gegönnt. Abends fiel mir dann doch noch ein, dass es doch so gefährlich ist in Mexiko und vor allem in Mexiko City. War ich jetzt leichtsinnig? Sicherlich nicht, denn ich bin nie mit vielen Wertsachen unterwegs außer ein bisschen Geld, Handy und Kamera. Mit ein bisschen Obacht ist es aber nicht gefährlicher als in jeder anderen Großstadt auf der Welt inklusive unserer deutschen Großstädte. Die Sicherheit in Mexiko steht einem Aufenthalt nicht im Wege.

Ausblick auf Mexiko City

Blick auf Mexiko City vom Torre Latinoamericana

Im Land fortbewegt habe ich mich mit öffentlichen Bussen, das war ein Tipp von meinem Kollegen Marcel. Die Tickets waren vorgebucht und das Einzige was zu tun war, war rechtzeitig am Busbahnhof zu sein. Auch mit holprigem Spanisch eine lösbare Aufgabe. Die Busse waren sehr pünktlich und recht komfortabel ausgestattet, teilweise mit Wlan. USB-Ladestationen gab es immer und Filme wurden auch gezeigt. Die Busfahrten dauern in der Regel recht lang, so 4-7 Stunden. Eine Etappe haben wir auch in 11 Stunden mit dem Nachtbus absolviert. Auch hier auf allen Fahrten in den öffentlichen Busstationen, ob spät abends, in der Nacht, in den frühen Morgenstunden oder mitten am Tag, die Mexikaner habe ich immer als freundlich empfunden. Ein ungutes oder unsicheres Gefühl hatte ich zu keiner Zeit. Die Fernbusse sind mit Sicherheit in Mexiko ein ideales Fortbewegungsmittel.

Meine Reiseroute führte mich von Mexiko City über Puebla, Oaxaca nach San Cristobal de las Casas. Die Route empfand ich bis hierhin als sehr authentisch, moderne Mexikaner kommen immer wieder mit dem traditionellen Handwerk und Bräuchen in Berührung. In San Cristobal de las Casas hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, in die Welt der indigenen Bevölkerung einzutauchen. Zusammen mit einem Guide und einigen anderen Reisenden besuchten wir zwei verschiedene Dörfer und durften am täglichen Leben teilhaben. Es ist wirklich beeindruckend, dass es die Bevölkerung des Landes schafft, traditionelle Lebensweisen zu erhalten, trotz des äußeren Einflusses durch moderne Technologien. Die Menschen hier leben für die friedliche Gemeinsamkeit innerhalb der Kommune, sowas wie Polizei oder ein Gericht braucht man hier nicht. Die Menschen leben hier in Sicherheit und sind mit dem was sie haben, total glücklich. Auch das ist ein Unterscheid zu unserer Lebensweise.

Geschmückte Gräber zum Dias de los Muertos

Geschmückte Gräber zum Dias de los Muertos

Es ging nun weiter in Richtung Palenque und Chitchen Itza. Auf diesen Ort habe ich mich ganz besonders gefreut, denn die Maya Ruinen sehen schon auf Fotos im Internet beeindruckend aus. In Wirklichkeit sind diese aber noch faszinierender. Palenque erkunden wir auf eigene Faust, Chitchen Itza mit einem Audioguide. Ich konnte mir nur schwer vorstellen wie das Leben zur damaligen Zeit der Maya war, aber die Geschichten waren außergewöhnlich. Das waren die ersten Orte seit Mexiko City, wo sich viele Menschen tummelten und auch hier wurde vorab vor unzähligen Betrügern gewarnt. Schon möglich, dass uns ein Taxifahrer mal 20 Pesos zu viel abgenommen hat, aber das sind umgerechnet etwa 1 € für einen Taxipreis für den in Deutschland ein Taxi wahrscheinlich nicht einmal den Motor anmachen würde. Bei allen Taxifahrten hatte ich auch hier niemals ein schlechtes Gefühl. Im Gegenteil, ich glaube eher, dass Sicherheit in Mexiko ein Thema ist, das großgeschrieben wird.

Maya Pyramiden bei Palenque

Die beeindrucken Maya Pyramiden bei Palenque

Für die letzten Tage wollte ich ein bisschen Ruhe und vor allem einen schönen Strand haben. So entschied ich mich dazu, die letzten Tage in Tulum auf Yucatan zu verbringen. Die Karibikküste gilt hier als besonders schön, was ich auch sofort unterschreiben würde. Sicherlich ist dies der wahrscheinlich touristischste Teil Mexikos: Viele Bars, Shops und eine weitere Maya Ruinen direkt am Meer, mit einer unfassbar schönen Aussicht auf das türkisblaue Wasser. Abends hörte man die Musik aus den Restaurants und Bars und man kann sich einfach ins Nachtleben stürzen. Die Atmosphäre ist sehr locker: Kleine Strandbars statt große Clubs, keine Security auf den Straßen, alles ist sehr ungezwungen und keine Spur, dass die Sicherheit in Mexiko ein Problem darstellt bzw. darstellen soll.

Die Strände von Tulum

Die Strände von Tulum gelten als die schönsten des Landes

 

Mein Fazit

Rundherum war es für mich eine absolut tolle und beeindruckende Reise. Ich habe Mexiko als facettenreiches und sicheres Reiseland kennengelernt, in dem man sich zu jeder Tageszeit frei bewegen kann. Natürlich, wie auf allen Reisen, sollte man mit seinen Wertsachen etwas vorsichtig sein, aber wo ist man das heutzutage nicht mehr? Ich kann dieses beeindruckende Reiseland jedem empfehlen, der ein Mix aus Kultur und Baden, sowie Historie und Moderne mag. Zudem sind die Nebenkosten überschaubar und die Sicherheit in Mexiko ist gewährleistet. Also: Ja, man kann individuell durch Mexiko reisen und sollte dies unbedingt tun.

Wenn auch Ihr Interesse an einer Reise nach Mexiko geweckt wurde, schauen Sie sich gerne unsere Reisebausteine und Rundreisen an.


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