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Orang Utans, Dschungel und Höhlenabenteuer auf Borneo

von Mehr Melanie Straub Reisespezialistin

16 August 2017

Gemeinsam mit ihrem Freund ist Reisespezialistin Melanie in das Abenteuer Malaysia gestartet. Dabei hat sie auch die beiden malaiischen Provinzen Sabah und Sarawak auf der Insel Borneo besucht. Borneo ist die größte Insel Asiens und besonders für seine unberührte Natur, seltenen Tierarten und die zahlreichen Nationalparks bekannt. Da Melanie sich schon immer sehr für die Natur und Tierwelt begeistern konnte, sind ihr das Semenggoh Orang Utan Center in Kuching und der Mulu Nationalpark besonders in Erinnerung geblieben. In diesem Blogartikel erzählt sie von ihrer Reise.

Das Semenggoh Nature Reserve

Nachdem wir in Kuching angekommen sind, ging es auch schon los. Unser Guide hat uns am Hotel abgeholt und bereits während der halbstündigen Autofahrt viel Wissenswertes über das Camp und die Orang Utans erzählt. Er erwähnte aber auch, dass es keine Garantie gäbe die Affen zu sehen und immer eine gute Portion Glück dazu zählt. Eines kann ich euch schon mal verraten: Ich sollte an diesem Tag definitiv nicht enttäuscht werden!

Kaum im Camp angekommen haben wir bereits eine kleine Traube von Touristen gesehen, die sich um eine Sitzbank zusammen gefunden hatte. Dort saß doch tatsächlich eine alte Orang Utan Dame auf der Bank und aß genüsslich ihre Bananen und Kokosnüsse.

Alte Orang Utan Dame genießt ihre Mahlzeit

Man musste sich aber nicht weit drehen, bis man auch die nächsten Affen in den Bäumen entdeckt hatte. Dabei hatten wir die Besichtigungsplattform noch nicht einmal erreicht!

Meine Aufmerksamkeit wurde insbesondere von einer Affendame und ihrem Jungtier geweckt. Gemeinsam hingen sie an dem Seil und teilten sich die Bananen. Ich war beeindruckt die Tiere aus nächster Nähe beobachten zu können.

Mutter und Jungtier auf Nahrungssuche

Doch plötzlich schrie der Ranger hinter mir völlig aufgebracht „GO GO GO!!“. Kurz geschockt drehte ich mich um und sah die alte Affen Dame von der Bank, die in aller Seelenruhe mit ihrer Kokosnuss im Mund durch die Menschenmenge zum nächsten Baum spazierte. Also alles halb so wild, aber man fühlte sich dennoch sicher und gut aufgehoben unter den wachsamen Blicken der Ranger.

Orang Utan auf dem Weg zurück in den Dschungel

Nachdem wir die Plattform erreicht hatten, konnten wir viele weitere Orang Utans beobachten. Die Ranger legten ausreichend Früchte aus und die Orang Utans genossen ihre Mahlzeit in den Bäumen. Und auch Richie, der größte Orang Utan im Center, ließ es sich nicht nehmen und bediente sich an dem üppigen Buffet.

Orang Utan Richie am Parkeingang

 

Mulu Nationalpark – Deer- und Lang-Cave

Unsere Reise durch Borneo führte uns weiter in den Mulu Nationalpark, welcher besonders für sein riesiges Höhlensystem bekannt ist. Nachdem wir im Zimmer eingecheckt hatten, ging die erste Höhlenbesichtigung der Deer- und Lang-Cave los. Gemeinsam mit einem Guide wanderten wir durch den Dschungel zu den Höhlen. Auf dem Weg dorthin hat uns der Guide über einige Pflanzen und Tiere aufgeklärt.

Nashornkäfer im Mulu Nationalpark

Zunächst haben wir die Lang-Cave besichtigt. Diese Höhle ist von Stalagmiten und Stalaktiten geprägt, über die uns unser Guide auch viel erzählte. In den kleinen Löchern über unseren Köpfen haben wir bereits die ersten Fledermäuse entdeckt.

Fledermäuse in der Lang-Cave

Gleich neben der Lang-Cave befindet sich die Deer-Cave, in der schätzungsweise drei Millionen Fledermäuse leben. Der Eingang der Höhle ist überwältigend! Die Höhle ist 2km lang und an der höchsten Stelle 174m hoch. Es ist die größte für Menschen zugängliche Höhle der Welt. Das Besondere am Höhleneingang ist das versteckte Profil von Abraham Lincoln, welches man nur von einer einzigen Stelle aus erkennen kann.

Profil von Abraham Lincoln in der Deer- Cave

Nach der Höhlenbesichtigung ging es zurück zum Eingang, wo wir gemeinsam mit anderen Touristen auf die Abenddämmerung warteten. Jeden Tag schwärmen die Fledermäuse auf der Suche nach Futter aus. Die Beobachtung dieses Phänomens war für mich einzigartig. Das fesselnde Spektakel dauerte mehrere Minuten und versetzte mich einfach ins Staunen.

Flatternde Fledermäuse im Mulu Nationalpark

 

Schwimmen im Fluss der Clear Water-Cave

Am zweiten Tag sind wir mit dem Boot zur nächsten Höhlenbesichtigung gefahren. Aufgrund der Feuchtigkeit in den Höhlen, leben dort allerdings keine Fledermäuse. Nach einer kurzen Kaffeepause wanderten wir die 200 Stufen rauf zur Clear Water-Cave. Wie der Name es bereits vermuten lässt, fließt durch die Höhle ein kristallklarer Fluss. Das Höhleninnere war unglaublich eindrucksvoll und die Geräusche des Wassers verliehen dem Ganzen eine beeindruckende Atmosphäre.

Nach der Besichtigung sprangen wir in den kristallklaren Fluss, der am Höhlenausgang austritt. Mitten im Dschungel schwimmen gehen? Ein Traum! Trotz Regen und eiskaltem Wasser, genossen wir diese unglaubliche Erfahrung. Und natürlich macht wandern und schwimmen auch hungrig und somit freuten wir uns umso mehr auf das warme, leckere Essen, welches unser Guide für uns vorbereitet hatte.

Schwimmplatz an der Clear Water-Cave

 

Canopy Walk im Mulu Nationalpark

Eine schöne Abwechslung zur Höhlenbesichtigung war der Besuch des Canopy Walks. Gemeinsam in einer kleinen Gruppe und mit Guide wanderten wir zu dem unglaublichen und längsten an Bäumen befestigten Hängebrückensystem der Welt. Die Hängebrücken sind mit Seilen an den Bäumen befestigt und hängen ca. 20 Meter über dem Boden. Entlang des 480 Meter langen Walks, genoss ich die Aussicht hoch oben in den Bäumen, auch wenn der Blick nach unten ein etwas mulmiges Gefühl in mir weckte. Die Wanderung ist somit nichts für schwache Nerven, aber für mich der perfekte Abschluss eines spannenden Aufenthaltes im Mulu Nationalpark.

Reisespezialistin Melanie auf dem Canopy Walk

Wenn auch Sie nach Malaysia reisen oder die Insel Borneo erkunden möchten, schauen Sie sich gerne unsere Reisebausteine und Rundreisen an.


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4 Kommentare
Melissa Schollmeyer, 16. August 2017, 21:39 Uhr

Eine sehr schöne und gelungene Story die die Abenteuerlust weckt 😊

Mach weiter so!

Robin Kühn, 17. August 2017, 11:32 Uhr

Hallo Melissa,

vielen Dank für das tolle Feedback!

Viele Grüße, Robin

Dirk Straub, 17. August 2017, 17:32 Uhr

Klasse geschrieben und mit tollen Bildern versehen. Echt toll, man könnte so verreisen!

Bitte weiter so

Robin Kühn, 18. August 2017, 08:57 Uhr

Hallo Dirk,

vielen Dank für das positive Feedback!

Viele Grüße, Robin

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