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Erster Sonnenaufgang der Welt…

von Mehr Jannik Ingenwerth Reisespezialist

18 Februar 2016

…damit wirbt die Ostküste der Nordinsel Neuseelands, die Reisespezialist Jannik auf seiner Neuseelandreise besucht hat und die demnächst als neuer Baustein im Programm von erlebe-neuseeland.de aufgenommen wird. Viele Neuseelandreisende lassen diesen Teil des Landes aus Zeitgründen aus. Warum diese dennoch bestens investiert ist erzählt Jannik.

Start der Reise an der Bay of Plenty

Wir beginnen unsere Reise um das East Cape an der Bay of Plenty, genauer gesagt in Whakatane, einem Örtchen direkt am Pazifik. Auch ein Ort mit Geschichte, da hier der Legende nach die ersten Maori Neuseeland besiedelten. Davon zeugt auch heute noch die Statue von Wairaka, die das ankommende Kanu vor dem Abdriften auf das offene Meer rettete. Zudem ist die Statue  auch noch ein fantastisches Fotomotiv! Wir bemerken schon hier, was uns auf der weiteren Reise mit am besten gefallen wird: wir reisen „off the beaten track“.

Sonnenuntergang in Neuseeland mit Wairaka Statue im Hintergrund

Sonnenuntergang an der Wairaka Statue

 

Zwischenstopp in Ohope

Wir verlassen den charmanten Ort und fahren die Küstenstraße entlang. Bald sind wir auf dem State Highway 35, der einmal um das East Cape herum führt und auf dem wir die nächsten 400 km weiterreisen. Direkt der nächste Ort, Ohope, eignet sich mit tollen Sandstränden wunderbar für einen Tag am Meer. Auf der weiteren Fahrt wechseln sich Ausblicke über den Pazifik und grüne Wälder ab.

Straße in East Cape

On the road – East Cape

 

Übernachtung in Hicks Bay

Nach ca. drei Stunden kommen wir in Hicks Bay an, einem überschaubaren Ort, der nur aus wenigen Straßen besteht. Da sollte es ja nicht schwierig sein unsere Unterkunft, ein kleines Bed & Breakfast, zu finden. Doch wie abgeschieden es tatsächlich liegt, war uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.

Nachdem wir zuerst etwas umherfahren und entdecken, dass eine der Straßen direkt am Strand entlang führt, geben wir Straße und Hausnummer im Navi ein.  Doch dort angekommen fehlt von einem Haus allerdings jede Spur. Nach kurzer telefonischer Rücksprache mit unseren Gastgebern wissen wir, dass wir hier richtig sind. Also öffnen wir ein Gatter und befahren mit dem Auto die Kuhweide, die sich dahinter verbirgt. Die Tiere kennen das nicht anders und lassen sich von uns nicht stören. Nach nur wenigen hundert Metern erreichen wir dann doch ein Haus und fühlen uns direkt erleichtert!

Abseits der Straße in East Cape

Abseits der Straße in East Cape

 

Unsere Gastgeber haben uns bereits erwartet und heißen uns willkommen. Sie bewohnen ein wunderschön gelegenes Haus und haben für uns das daneben liegende Cottage vorbereitet. Als wir über das Grundstück geführt werden, verschlägt es uns die Sprache. Nicht nur, dass man hier keine direkten Nachbarn hat und vollkommen ungestört ist, sondern vom Garten auf der Rückseite der Häuser blickt man von oben auf den schier endlosen Pazifik hinaus. Nichts, was diesen Ausblick stört. Keine Stromkabel, keine Straßen, der Blick von links nach rechts ist so idyllisch, wie ich ihn noch selten von einem Wohnhaus aus hatte. Wundervoll! Hier fühlen wir uns, auch dank der liebevollen Begrüßung unserer Gastgeber, sehr wohl.

Da wir wussten, dass die Gegend keine Supermärkte oder Restaurants zu bieten hat, haben wir das Abendessen im B&B vorbestellt. Wir lernen, wie man sich organisieren muss, wenn man an solch einem entlegenen Ort wohnt und verbringen den Abend mit einem fantastischen Essen zu viert, bis wir uns in das Cottage zurückziehen.
Mein Tipp: In der Nacht ist der beeindruckende Sternenhimmel besonders sehenswert.

Erster Sonnenaufgang in Neuseeland – East Cape

Am nächsten Morgen verlassen wir sehr früh das Gelände um zum East Cape Leuchtturm zu fahren, dem östlichsten Punkt Neuseelands. Auf der Fahrt im Dunkeln ist Vorsicht geboten, da Tiere aufgeschreckt werden und vor das Auto laufen könnten. Man sollte genügend Zeit planen. Wir sind aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse doch später angekommen als gedacht und sprinten nun so schnell es die Lunge zulässt vom Parkplatz über die vielen Stufen zum Aussichtspunkt. Oben angekommen kommt der Kontrollblick Richtung Osten: Glück gehabt, die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Und wir sind noch nicht einmal die letzten! Nach uns kommen noch weitere Besucher an, die sich wie wir, heute als erste Menschen den Sonnenaufgang anschauen möchten. Die Ersten? Nun ja, ganz streng darf man das nicht nehmen, denn es gibt zwischen der Datumsgrenze und Neuseeland noch bewohnte Inseln. Nach einigen Minuten ist es soweit. Achtung, fertig und… da sind sie, die ersten Sonnenstrahlen eines neuen Tages. Gesehen als erstes von uns. Egal wie man es sagt, es klingt gut!

Leuchtturm Aussicht - Sonnenaufgang in Neuseeland

Aussicht vom Leuchtturm

 

Der Morgen hat die Gegend in ein warmes Licht getaucht und beim Abstieg fällt uns jetzt erst auf, wie schön es hier ist.

Panoramablick - East Cape

Panoramablick – East Cape

Beim Abstieg blicken wir  auf eine weite, grüne Ebene, auf Bäume, Kühe und die umliegenden Hügel. Als wir wieder im B&B ankommen, genießen wir das delikate Frühstück, das wir aufgrund unserer ungewissen Ankunftszeit nicht im Haus einnehmen, sondern als Tablett vorbestellt haben. Wir setzen uns damit auf die Veranda der Cottage und saugen nochmals das Pazifikpanorama auf, an dem wir uns einfach nicht satt sehen können.

Brunch mit Panoramablick

Brunch mit Panoramablick

 

Anschließend setzen wir unsere Reise fort und fahren den State Highway 35 weiter entlang. Wir halten unterwegs an einem Shop um den hier hergestellten Manuka-Honig einzukaufen. Dieser wird gerade für seine antiseptische Wirkung geschätzt und im ganzen Land verkauft sowie in die Welt exportiert.

Strand am Tolaga Bay Wharf

Strand am Tolaga Bay Wharf

 

Weiterreise nach Gisborne

Auf der weiteren Reise, die uns bis nach Gisborne führt, finden wir viele interessante Orte, an denen wir die Fahrt unterbrechen. So sehen wir uns die Kirche in Tikitiki an, deren Maorischnitzereien im Inneren eine besondere Atmosphäre schaffen. Auch das 660 Meter lange Tolaga Bay Wharf wollen wir nicht verpassen. Kurz vor Gisborne nehmen wir an einer Tour teil, die uns in einer Bucht im seichten Wasser zu wilden Stachelrochen führt.

Stachelrochen in Neuseeland im seichten Wasser

Stachelrochen in Neuseeland

Unsere Reise zum East Cape beenden wir am Strand von Gisborne und lassen hier den Tag ausklingen. Wir sind sehr froh, den Abstecher um das East Cape gemacht zu haben. Dass wir auch die Strecke durchs Inland auf dem State Highway 2 hätten nehmen können, die uns in der halben Zeit hier her gebracht hätte, erscheint uns komplett abwegig!


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