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Mit dem Jeep zur Erg Chegaga Wüste in Marokko

von Mehr Verena Hartmann Reisespezialistin

19 Januar 2018

Mein erster Gedanke, der mir bei Marokko durch den Kopf ging, war ganz klar: Die Sahara! Die größte Wüste der Erde beginnt in Marokko und genau dort wollten wir hinreisen. Es muss unglaublich bemerkenswert sein, wenn man mitten zwischen Sanddünen steht und weit und breit nichts als Sand sieht. Also planten wir unseren Sommerurlaub inklusive zwei verschiedenen Ausflügen in die Wüstenregionen Marokkos. Und genau hier beginnt ein tolles Erlebnis, welches wir mit dem Jeep und einem Fahrer machen durften.

Mit dem Jeep zur Erg Chegaga Wüste in Marokko

Die Nacht vor dem Ausflug haben wir in einem schönen Hotel in Zagora verbracht, wo wir den Vormittag noch am Pool verbringen konnten. Um 13 Uhr kam dann unser Fahrer Abdul zum Hotel, um uns mit einem Jeep, ein Toyota Land Cruiser, abzuholen.

Mit einem Jeep ging es in die Wüste Marokkos

Freundlicherweise hat uns Abdul noch einmal gefragt, ob wir auch genügend Wasser dabei haben oder ob er noch einmal in einem Ort stoppen soll. An diesem Tag war es bewölkt, was uns aber nichts ausmachte, da sich so die angekündigte Hitze in angenehmen Grenzen hielt. Die Fahrt bis zum Off-Road Start bei Mhamid dauerte circa anderthalb Stunden. Es ging vorbei an einigen kleinen Dörfern und an trockenen Landschaftsteilen Marokkos. Am Straßenrand stand dann schon mal ein Esel und hier und da haben wir eine Herde Dromedare gesehen.

Irgendwann konnten wir am Ende eines Dorfes sehen, dass die Straße endete und wir Off-Road weiterfahren mussten. Es war ganz schön holprig über Steine und Sand zu fahren. Bemerkenswert war außerdem, dass wir direkt an einem Zwischenstopp von einer Wüsten-Rallye vorbei gefahren und uns viele Rallye Autos entgegen gekommen sind. Natürlich durften wir stoppen und einige Fotos machen.

Nach circa einer halben Stunde, in der wir mittlerweile durch die Anfänge der Wüste gefahren sind, kam ein aufblinkendes Auto auf uns zu. Der Fahrer bat uns um Mithilfe, da sich ein französisches Pärchen mit ihrem Jeep in einer Sanddüne festgefahren hatte. Alle starken Männer packten dann natürlich mit an, um den Gestrandeten zu helfen.

Nach dem Stopp und der erfolgreichen guten Tat, ging es dann weiter Richtung Wüstencamp. Mit etwas Verspätung erreichten wir dann das Camp gegen 17:30 Uhr. Wir wurden freundlich von den Bewohnern des Camps mit Minztee und Gebäck empfangen. Inmitten des Camps hatten wir so Gelegenheit in Ruhe anzukommen und die Eindrücke auf uns wirken zu lassen. Um uns herum standen Zelte und es war eine Feuerstelle sowie mehrere gemütliche Sitzecken aufgebaut.

Freundliche Begrüßung im Wüstencamp mit Minztee und Gebäck

Unser Nachtquartier in der Erg Chegaga war recht geräumig und mit genügend Decken ausgestattet, falls es sich in der Nacht deutlich abkühlen würde.

Vor dem Abendessen haben wir dann die Zeit genutzt, um auf die Dünen hinaufzuklettern und die Aussicht zu genießen: Sand soweit wir sehen konnten. Außerdem war es unglaublich still, es drang kaum ein Geräusch zu uns. Das hatte schon etwas Beruhigendes an sich. Leider hatten wir kein Glück mit dem Sonnenuntergang, der in der Erg Chegaga Wüste wirklich bemerkenswert sein soll, denn aufgrund des Wetters konnten wir diesen nicht miterleben.

Fotostopp in der Wüste

Zurück im Camp bekamen wir dann zu Beginn der Dunkelheit unsere Plätze an Tischen zugewiesen. Die Beduinen hatten diese vor den Zelten aufgebaut und die Tische mit Kerzen und kleinen Lampen ausgestattet. Die Atmosphäre war total schön. Wir haben uns wie ein Teil der Gemeinschaft gefühlt, da wir mit den anderen Gästen in einer Art Kreis gesessen haben. Wir wurden vorzüglich von unserem Fahrer bedient, der uns das 3-Gänge-Menü serviert hat. Als Vorspeise gab es die spezielle und reichhaltige Suppe der Nomaden, auch Harira genannt. Dazu gab es das typisch marokkanische Brot. Der zweite Gang war eine Tajine mit Fleisch und Gemüse. Die Tajine ist eine Art Schmorgefäß mit gewölbtem Deckel, worin die Marokkaner das Essen auf dem Feuer schmoren. Als Nachtisch haben wir Honigmelone bekommen. Den Tisch haben wir dann satt und glücklich verlassen und sind wieder auf die gemütlichen Sitzecken rund um das Lagerfeuer zurückgegangen.

Später am Abend haben sich die Bewohner des Camps und die Fahrer rund um das Lagerfeuer versammelt und mit Trommeln und Rasseln typische Nomadenlieder vorgespielt. Da es angenehm warm war, konnten wir den Abend im halb sitzenden, halb liegenden Zustand mit Blick auf das Feuer oder den Sternenhimmel genießen und den Gedanken freien Lauf lassen. Müde von den ganzen Eindrücken des Tages haben wir es dann vorgezogen im Zelt zu übernachten. Einige Gäste haben es sich mit den Decken unter freiem Himmel in der Erg Chegaga Wüste gemütlich gemacht und dort übernachtet.

Wenn auch Ihr Interesse an einer Marokko Reise geweckt worden ist, schauen Sie sich gerne unseren passenden Reisebaustein an.


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