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Die Cu Chi Tunnel in Vietnam – ein ganz besonderer Ausflug

von Mehr Lisa Schamoni Reisespezialistin

28 Februar 2019

Eigentlich reise ich von Deutschland aus immer gerne Richtung Westen: Südamerika, Mittelamerika, USA… Doch jetzt wollte ich zum ersten Mal ein asiatisches Land kennenlernen und habe mir als Reiseziel Vietnam ausgesucht.

Natürlich wollte ich einige der vielen Highlights des riesigen Landes Vietnam sehen, wie zum Beispiel die Halong Bucht, die Lampion-Stadt Hoi an und das Mekong Delta. Freunde haben mir dann noch den Besuch der Cu Chi Tunnel in der Nähe von Saigon empfohlen, sodass ich auch diesen Ausflug eingeplant habe. Und zurückblickend kann ich sagen, dass ich diese Tour in besonderer Erinnerung habe, da sie mich nachhaltig beeindruckt hat.

Die Cu Chi Tunnel

Das Tunnelsystem entstand bereits in den 50er Jahren im Krieg gegen die Kolonialmacht Frankreich und wurde von den Vietcong im Vietnam Krieg auf eine unglaubliche Länge von 200 km ausgebaut. Unter der Erde entstanden ganze Städte mit Wohnraum, Küchen, Lazaretten und Schulen. Die einzelnen Gebäude sind durch Tunnel von 80 cm Breite und 60 cm Höhe miteinander verbunden. Die Eingänge werden mit Klapptüren verschlossen, die mit Blättern und Ästen getarnt sind. Zudem sind die Eingänge durch einfache, aber wirksame Fallen gesichert.

Cu Chi Tunnel in Vietnam

Unser Guide zeigte uns verschiedene Simulationen von Fallen und gesicherten Tunneleingängen.

 

Cu Chi Tunnel in Vietnam

Selbst Sandalen wurden für Täuschungen genutzt.

Selbst einfache Gegenstände wurden für pfiffige Täuschungen genutzt. Wenn Sie genau hinsehen, können Sie erkennen, dass die Sohle dieser handgefertigten Schuhe eine optische Täuschung ist. Wenn der Träger darin vorwärts läuft, sieht es für einen Spurenleser so aus, als wäre er in die entgegengesetzte Richtung gelaufen.

Mit unserem Guide erkundeten wir einen Teil des Geländes und ich war überrascht über den Einfallsreichtum und die Ausdauer der Bewohner. Die Vietcong wohnten hier teilweise bis zu zehn Jahre, ohne einmal das Tageslicht gesehen zu haben.

Zugegeben, die Vietnamesen sind wesentlich kleiner und zierlicher als wir Westeuropäer. Aber auch ich wollte es mir nicht nehmen lassen, mich in einen dieser Tunnel zu zwängen und eine kurze Distanz unterirdisch zurückzulegen. Der Eingang ist wirklich eng, sodass ich mich in dem Tunnel nur in der Hocke und sehr langsam fortbewegen konnte. Unter Platzangst sollte man daher auf keinen Fall leiden, denn diese Enge und Dunkelheit kann schon etwas bedrückend sein. Mich hat diese Erfahrung sehr beeindruckt, jedoch ist es für mich unvorstellbar, wie die Leute hier so lange Zeit ausharren und leben konnten.

Cu Chi Tunnel Vietnam

Ein sehr kleiner Eingang führte in den Cu Chi Tunnel.

 

Cu Chi Tunnel Vietnam

Auch wir konnten einen kurzen Weg unterirdisch zurücklegen.

Das Leben im Cu Chi Tunnel

Der kleine Teil der Cu Chi Tunnel, den wir mit unserem Guide besuchten, ähnelte einer Art Freilichtmuseum, sodass wir einen guten Eindruck vom Leben unter der Erde erhielten. Einige Tunnel sind erweitert worden, um zu zeigen, wie etwa ein unterirdisches Lazarett oder eine Küche aussah. Dank Einfallsreichtum, Kreativität und Überlebenswillen haben sich die Bewohner das unterirdische Leben erträglich gemacht. Man konnte sogar den Dunstabzug für einen unterirdischen Raum erkennen, der als Küche genutzt wurde. Die Bewohner des Tunnelsystems waren sehr schlau: Der Rauch wurde unterirdisch durch viele Kanäle geleitet, bis er so weit abgekühlt war, dass er nur wenige Zentimeter über der Erde entweichen konnte und nicht aus der Ferne von Feinden gesehen wurde.

Wenn auch Ihr Interesse an einer Reise nach Vietnam geweckt wurde, schauen Sie sich gerne unsere Reisebausteine und Rundreisen an.

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