Medizinische Versorgung in Ecuador

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

Informationen zur Gesundheitsvorsorge

erlebe-ecuador ist bemüht, die Aktualität und Korrektheit der folgenden Informationen zu gewährleisten. Wir raten Ihnen jedoch immer auch selbst Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, um sich kompetent und aktuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen.

Die medizinische Versorgung in Ecuador ist vor allem in den Städten und dicht besiedelten Gebieten gut. So werden Sie in Quito gute und qualifizierte Ärzte und Krankenhäuser finden. Unser lokaler Partner in Ecuador steht Ihnen während Ihrer Reise mit Rat und Tat zur Seite und kann Ihnen ebenfalls weiterhelfen eine passende Anlaufstelle ausfindig zu machen.

Falls Sie Medikamente einnehmen und diese in größeren Mengen mitnehmen, sollten Sie vor Abreise darauf achten, dass Sie eine Bescheinigung Ihres Arztes einholen. Diese muss bestätigen, dass Sie die Medikamente legal einnehmen und bei sich tragen. Denken Sie daran, diese in ausreichender Menge mitzunehmen, da es vorkommen kann, dass Sie in den ecuadorianischen Apotheken ein bestimmtes Medikament nicht vorrätig ist. Tragen Sie eine Brille oder Kontaktlinsen, dann denken Sie daran eine Ersatzbrille und ein extra Paar Linsen mitzunehmen.

IMPFUNGEN

Impfungen für Ecuador

Welchen Impfschutz benötigt man?

Für einen Urlaub in Ecuador besteht zurzeit keine Impfpflicht, wenn Sie aus Deutschland einreisen. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber muss jeder, der älter als 12 Monate ist, mit dem Original-Impfpass nachweisen, wenn er aus einem Gebiet einreist, wo Gelbfieber verbreitet ist. In Lateinamerika betrifft das z.B. Brasilien, Peru, Bolivien und Costa Rica.
Auch eine Ausreise aus Ecuador in verschiedene Länder erfordert einen Impfnachweis. Diese Angaben unterliegen ständigen Veränderungen und sind daher unverbindlich. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei dem jeweiligen Auswärtigen Amt über die aktuellen Bestimmungen.

Zudem werden in Ecuador Impfungen gegen DTP, Hepatitis A und Gelbfieber empfohlen. Für die tropischen Gebiete im Amazonas (Oriente) ist die Mitnahme von Malariatabletten als Standby Medikament ratsam. Sorgen Sie dafür, dass Sie vor Abreise Kontakt mit einer medizinischen Instanz aufnehmen, die mit dieser Sachlage vertraut ist, wie z. B. Ihr Hausarzt, Apotheker oder ein Tropeninstitut. Diese Angaben unterliegen ebenso ständigen Veränderungen und sind daher ebenfalls unverbindlich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Instituts für Tropenmedizin der Charité in Berlin.

Selbstverständlich können Sie während Ihrem Urlaub in Ecuador selber Vorsorgemaßnahmen treffen. Abends sollten Sie Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen tragen und evtl. ein Anti-Mückenmittel (beispielsweise mit dem Wirkstoff DEET) benutzen. Das gilt insbesondere für den tropischen Osten, den Norden und das Küstengebiet.

Welche Impfungen sind empfohlen?

Impfungen sind ratsam und müssen in den meisten Fällen bereits vor Abreise vorhanden sein, damit ein wirksamer Schutz besteht. Klären Sie dies mit einem Tropenmediziner oder auch Ihrem Hausarzt früh genug ab, um Ihre Reise mit gutem Gefühl antreten zu können. Impfungen für eine Reise nach Ecuador gegen DTP (Diphterie, Tetanus und Polio: 10 Jahre anhaltender Schutz) und Hepatitis A sind zu empfehlen. Eine Impfung gegen DTP haben die meisten Menschen in Ihrer Jugend bekommen, eventuell steht nur eine Auffrischung an. Eine Hepatitis A Impfung muss zweimal innerhalb von 14 Tagen verabreicht und dann noch einmal ein Jahr später wiederholt werden.
Eine eingeschränkte Schutzfunktion bietet Gammaglobulin, die die Widerstandskraft des Körpers erhöht und somit eine Hilfe gegen jede Art von Krankheiten ist. Dies wird bei kürzeren Aufenthalten in gefährdeten Tropengebieten oftmals geraten.

REISEKRANKHEITEN

Reisekrankheiten in Ecuador

Landestypische Krankheiten

Malaria
Malaria kommt in Ecuador vor allem in den Küstengebieten vor, sowie an Orten unter 1.500 Höhenmetern. Dies betrifft natürlich den Oriente (Amazonasregion) sowie die Küste. Die Gefahr in Quito, Otavalo oder am Cotopaxi an Malaria zu erkranken ist sehr gering und auch an vielen anderen Orten braucht man nicht zwingend eine Malariaprophylaxe einzunehmen. Ein Stand-by Mittel ist in den meisten Fällen ausreichend. Gute Vorsichtsmaßnahmen sind: Lange Kleidung und geschlossene Schuhe am Abend tragen, sowie ausreichend Anti-Mückenschutz auf freie Körperstellen auftragen. Falls Sie trotzdem gestochen werden und länger als 2 Tage an Durchfall und Fieber leiden, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um Malaria auszuschließen. Das gilt für bis zu 2 Monate nach Ankunft in Deutschland.

Dengue
Auch diese Erkrankung wird durch Mücken übertragen und kann somit durch dieselben Vorsorgemaßnahmen wie Malaria vorgebeugt werden. Gegen Dengue Fieber gibt es zurzeit keine Impfung. Im Gegensatz zu Malaria-Mücken stechen die Dengue-Mücken vor allem tagsüber oder im künstlichen Licht und kommen meist an stillstehenden Gewässern auf dem Flachland vor. In größeren Höhen müssen Sie sich daher nicht allzu sehr darum sorgen.

Chikungunya
Diese Virusinfektion ist dem Dengue-Fieber ähnlich und wird ebenfalls durch Mücken übertragen. Impfungen dagegen gibt es noch nicht und es können lediglich die Symptome behandelt werden. Der Virus zeigt sich durch Gelenkschmerzen, Fieber und Hautausschlag, heilt aber folgenlos aus. Sollten Sie einmal daran erkranken, verfügen Sie über eine lebenslange Immunität. Über den folgenden Link kommen Sie zum Merkblatt des Auswärtigen Amtes.

Zika-Virus
Der Zika-Virus wird von Stechmücken übertragen und geht mit Grippe-ähnlichen Symptomen sowie Hautausschlag oder Entzündungen der Augenbindehaut einher. In einigen wenigen Fällen ist bei Neugeborenen eine geistige Behinderung aufgetreten, wenn die Mutter zuvor am Zika-Virus erkrankt war. Der ursächliche Zusammenhang ist zwar nicht eindeutig bewiesen, dennoch sollten Schwangere auf nicht unbedingt nötige Reisen in die betroffenen Gebiete, besonders die tiefer gelegenen Regionen wie die Pazifikküste oder der Dschungel, verzichten. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amts.

Jetlag in Ecuador
Wie kann man den Jetlag reduzieren?
Jetlag wird durch die Zeitumstellung während des Fluges hervorgerufen, sobald man mehr als 3 Zeitzonen durchreist. Die ersten Tage in Ecuador muss Ihr Körper sich erst an die Umstellung und an den neuen Biorhythmus gewöhnen. Um dem Jetlag ein wenig entgegen zu wirken, sollten Sie im Flugzeug nur wenig Koffein und Alkohol trinken. Versuchen Sie sich der lokalen Tageszeit direkt anzupassen.

GESUNDHEITSMASSNAHMEN

Gesundheitsmaßnahmen für Ecuador

Gesundheitstipps für die Reise

Die Orte in den Anden Ecuador liegen alle über 2.000m hoch. Lassen Sie es deshalb langsam angehen, wenn Sie z.B. in Quito landen und gewöhnen Sie sich an die Höhe. Sollte es Ihnen auf einem Ausflug aufgrund der Höhe nicht gut gehen, geben Sie dem Guide Bescheid. Sollten Sie anfällig für Übelkeit auf See sein, nehmen Sie am besten schon aus einer heimischen Apotheke Reisetabletten mit. Der Wellengang bei Überfahrten zwischen den Galapagosinseln kann je nach Wetterlage unterschiedlich stark sein.
Die Umstellung der Tages- und Nachtzeit, das Klima und natürlich die Ernährung kann die Verdauung durcheinander bringen. Solange die Erkrankung sporadisch und ohne Begleiterscheinungen auftritt, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt sich ein Durchfallmittel in Ihrer Reiseapotheke.

Gesundheit nach der Heimkehr

Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann unter Umständen Monate später sein), Fieber, Magen- bzw. Darmbeschwerden oder weitere Beschwerden, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf und melden Sie, wie lange und wo Sie in Ecuador waren und was Sie dort unternommen haben. Wenn Sie viel Kontakt mit der lokalen Bevölkerung hatten, ist es vernünftig, einen Tbc-Test machen zu lassen.

Regeln im Umgang mit Lebensmitteln in Ecuador

Kann man bedenkenlos alles essen?
Ecuador hat viele leckere Lebensmittel zu bieten. Oft duftet es verführerisch von einem der vielen Streetfood Stände zu Ihnen herüber, wenn Sie in der Stadt spazieren gehen. Durch das Konsumieren von Streetfood oder einfachen Almuerzos (Mittagessen, dass die Einheimischen für ca. 3 US Dollar überall angeboten bekommen) konfrontieren wir unseren Körper mit ungewohntem und unter niedrigen hygienischen Standards zubereitetem Essen. Achten Sie daher bei Fisch und Fleisch darauf, dass es gut durchgebraten, -gedämpft oder -gekocht ist. Als Merksatz bei Lebensmitteln gilt: Schälen, kochen, braten – oder nicht verspeisen!

Leitungswasser oder Wasser aus der Flasche?
Auch die Qualität des Wassers ist entscheidend. Aus den Wasserhähnen kommt kein trinkbares Wasser, vermeiden Sie also auch Eiswürfel in Getränken und nehmen Sie Wasser nur in abgekochter Form (z.B. als Kaffee oder Tee) zu sich.

INFOS

Informative Webseiten

Institut für Tropenmedizin Berlin, www.tropeninstitut.charite.de
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, www.bni.uni-hamburg.de
Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de
Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter www.fit-for-travel.de

Planen Sie Ihre Reise