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Zu Fuß durch die weite Savanne Kenias

18 Februar 2015

Dieses Jahr zog es Reisespezialistin Saskia zum dritten Mal nach Kenia. Natürlich wollte sie auch dieses Mal wieder etwas neues sehen und erleben. Sie entschied sich, eine dreitägige Wanderung von der Maji Moto in die Massai Mara zu machen. Luftlinie sind dies nur etwa 75 km. Die Tagesetappen können jedoch je nach Belieben und Kondition verlängert werden.

Per Pedes durch den Busch? Ich fand die Vorstellung sehr spannend, diese tolle Landschaft nicht nur aus dem Auto zu bestaunen, sondern zu Fuß. Einmal so wie die Massai das Land entdecken! Eine Nacht verbrachten wir zunächst in der Maji Moto. Das Camp wurde von den Besitzern unserer Partneragentur mit viel Liebe und Arbeit auf der Spitze eines Hügels errichtet. Man hat von dort einen grandiosen Ausblick auf das umliegende flache Land der Massai.

Saskia Masai Mara Aussicht

Reisespezialistin Saskia genießt die Aussicht.

 

Masai Mara Felsen

Auch auf den Felsen kann man es sich gemütlich machen.

 

Nach einem stärkenden Frühstück am nächsten Morgen, starteten wir vom Camp aus Richtung Südwesten, tiefer hinein in das Land der Massai. Sangale, unser Führer für die nächsten Tage, lehrte uns dabei viel über das Leben und die Kultur der Massai in diesem Gebiet. Sie glauben, dass man durch die Erde Energie aufnimmt und so mit dem Land verbunden ist. Daher hat das Volk auch wenig Verständnis für das Autofahren oder Fliegen. Denn dadurch entfremdet man sich von der Erde und verliert den Kontakt zu ihr. Somit auch zu Gott, da Sie glauben ihr Gott Engai wohne in der Erde und in jeder Pflanze. Durch unsere Wanderung wurden wir für drei Tage beim Volk der Massai aufgenommen und gehörten so auch zu ihnen. Das merkte man vor allem auch an den Reaktionen der Massai, welche wir auf dem Weg trafen. Meist sehen Sie weiße Menschen nur in einem Safariauto vorbeirauschen. Es beeindruckte sie, Reisenden auch einmal zu Fuß zu begegnen. Wir erlebten Sie dabei grundsätzlich eher schüchtern, aber dennoch sehr offen und neugierig.

Lokaler Führer

Von den lokalen Führern kann man viel über die Natur lernen

Die Massai sind keine Ackerbauern, sondern ein Hirtenvolk. Je mehr Rinder ein Mann besitzt, desto wohlhabender und geachteter ist er. Die Männer dürfen mehrere Frauen haben. Jede Frau lebt in ihrem eigenen Haus, zusammen mit ihren Kindern. Jungs helfen beim Hüten der Rinder und lernen von klein auf alles, was man als Massai-Krieger wissen muss. Durch Spiele und freundschaftliche Kämpfe, wird die Kampfkunst an die Jüngeren überliefert. Die Mädchen helfen im Haushalt mit und lernen von ihren Müttern kochen, Feuerholz sammeln und die traditionellen Hütten zu bauen. Mittlerweile haben auch die Massai den Wert einer guten Schulbildung erkannt und versuchen alle ihre Kinder zur Schule zu schicken. Wenn ein Mann mehrere Frauen hat und somit in der Regel auch viele Kinder, kann er es sich jedoch oft nicht leisten alle Kinder zur Schule gehen zu lassen. Dies ist einer der Gründe, warum heutzutage viele Massai-Männer nur noch eine Frau heiraten. Es hat ein Umdenken begonnen, das den Kindern der Massai sehr zu Gute kommt.

Pünktlich zur Mittagszeit erreichten wir unser erstes Camp. Ein Team aus mehreren Leuten ist morgens bereits zur Camp-Stelle vorgefahren, um dort die Zelte aufzubauen und ein leckeres Mittagessen vorzubereiten. Unter großen Akazienbäumen wurde eine tolle Mahlzeit serviert. Nach der anstrengenden Wanderung wirklich ein Genuss! Nachmittags wurde für uns eine „Buschdusche“ aufgebaut, bei der wir uns den Savannenstaub etwas abwaschen konnten. Die typischen Bäume der Gegend eigneten sich hervorragend dafür. Ein neues und wirklich tolles Erlebnis!

Komfortabel Campen

Ein komfortables Camp

Buschdusche Eingang

Der Eingang zu unserer Buschdusche

 

Buschdusche

Die Buschsche. Ein besonders Dusch-Erlebnis

Am nächsten Tag brachen wir morgens auf die zweite Etappe auf. Die Landschaft veränderte sich und wir sahen vermehrt auch Tiere wie Impalas, Gazellen, Gnus oder Zebras. Aus Sicherheitsgründen waren wir nun mit zwei Führern unterwegs. Sangale zeigte uns die Fußspuren der Tiere und erklärte uns deren Lebensweise. Ich habe schon ein paar Safaris gemacht und schon viel über die Tiere Ostafrikas gehört, aber dennoch gibt es immer wieder interessante neue Erkenntnisse.

Gnus

Gnus in Bewegung zu beobachten ist sehr beeindruckend.

 

Guide Schädel

Unser Guide präsentierte uns so manch interessantes Fundstück

 

An einer Stelle ragte eine schöne lila Blume aus dem Boden. Sangale stach seinen Speer in den Boden und grub die Blume mit ihrer Wurzel aus. Nachdem er die Wurzel geschält hatte, bot er sie uns an. Die sogenannte „Buschkarotte“ schmeckte nussig und etwas süß. Die Pflanze gilt bei den Massai als „Snack für zwischendurch“.

Blumen Sangale

Manchmal sind Blumen nicht einfach nur Blumen. In diesem Fall zusätzlich auch ein leckerer Snack.

 

Nach einem entspannten Nachmittag im zweiten Camp, wurde über dem Lagerfeuer Ziegenfleisch zubereitet und wir aßen alle gemeinsam zu Abend. Wie ließen den Tag dann am Feuer bei vielen spannenden Geschichten ausklingen.

Lagerfeuer

Am knisternden Lagerfeuer werden die Eindrücke des Tages verarbeitet.

 

Die dritte und letzte Etappe führte uns nah an den Massai Mara Nationalpark heran. Im Park selbst ist es nicht erlaubt zu Fuß zu gehen, da es wegen der frei laufenden Wildtiere schlicht zu gefährlich ist. Wir passierten kleine Dörfer, Rinder- und Ziegenherden. Auch traditionelle Massai-Hütten konnten wir sehen. Zufällig kamen wir auf der Strecke an dem Haus unseres zweiten Begleiters vorbei. Wir sagten kurz Hallo zu seiner Mutter und seiner Schwester. Wir setzten uns außerhalb des Hauses auf eine Wiese um Pause zu machen und den Moment zu genießen. Seine Mutter kam direkt mit einem frischen Tee auf uns zu. Obwohl sie kein Englisch konnte, war sie sehr offen und erzählte uns alles Mögliche. Sangale übersetzte so gut er konnte. Es war wirklich eine sehr herzliche Begegnung und ein toller Abschluss dieser dreitägigen Wanderung, die mir lange in Erinnerung bleiben wird.

Masai Dörfer

Unser Weg führte uns an so manchem Masai-Dorf vorbei

 

Masai Hütte

Eine der Hütten in der Masai-Familien leben.

 

Foto mit Masai

Noch ein letztes Erinnerungsfoto machen!

 

Guide

Natürlich durfte auch ein Foto unseres Guides nicht fehlen.

 


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