MENUMENU

Wenn Träume reisen

20 August 2014

Heike Propst hat sich einen lange gehegten Traum erfüllt. Mit Flugzeug, Schiff, Bahn und anderen Verkehrsmitteln reiste sie durch Kanada, Alaska und China. Doch anders als die meisten Menschen die sich zu einer solchen Reise entschließen war Frau Propst schon im gesetzten Alter als sie aufbrach. Denn Sie war bereits 72 Jahre alt. Über die Reise und Ihre Erlebnisse hat Sie nun das Buch „Wenn Träume reisen“ geschrieben. Wir hatten die Gelegenheit ihr ein paar Fragen rund um ihre Reise zu stellen bei deren Planung wir sie im Vorfeld unterstützen durften.

Terakotta-Armee

Die Terakotta-Armee im Griff

Frau Propst, woher kommt Ihre Reiselust?
Fremde Länder, Kulturen und Menschen haben mich schon immer interessiert. Ich habe im Laufe meines Lebens viele Länder bereist, aber erst jetzt im „Rentenalter“ war die Zeit, eine mehrere Monate lange Reise zu machen.

Wie alt ist der Wunsch nach einer Weltreise?
Der Wunsch entstand  mit der Möglichkeit , die Zeit  dafür zu haben.

Sie sind mit einer Vielzahl verschiedener Verkehrsmittel gereist. Welches war das interessanteste?
Das interessanteste Verkehrsmittel war und ist für mich immer die Eisenbahn. Sie sehen ja auf den Fotos in meinem Buch wie bequem ich da sitze und ganz relaxed die wunderschöne Landschaft genieße. Oder in China die Softsleeperabteile mit Spitzendeckchen und Teppich. Man kommt schnell mit den Leuten ins Gespräch, selbst wenn es in China oft nur mit Händen und Füßen geht. Aber immer ist es lustig.

Wie haben die Menschen reagiert, wenn Sie ihnen erzählt haben, dass Sie alleine auf Weltreise sind?
Alle mit einer gewissen Bewunderung und Respekt. Vor allem die jungen Leute konnten es nicht glauben, dass man in „diesem Alter“ allein und  teilweise auch so bescheiden reisen kann wie sie selbst. Während  die meisten Älteren, die paarweise unterwegs waren, sich das überhaupt nicht vorstellen konnten.

Wer sind Sie lieber, die 5 Sterne Lady oder die Plumsklo-Madame?
Als 5 Sterne Lady habe ich natürlich den Luxus genossen, aber als Plumsklo-Madame viel mehr Spaß gehabt und intressantere Leute getroffen. Es ist wie so oft im Leben, die Mischung macht es. Und ich bin froh, daß ich beides kann.

Sie mussten Ihre Reise wegen einem gesundheitlichen Zwischenfall abbrechen. Werden Sie Ihre Reise fortführen?
Da mein gesundheitlicher Zwischenfall zum Glück nichts wirklich Ernstes war, werde ich in nächster Zeit wohl wieder meine „Leinen loswerfen, den sicheren Hafen verlassen und erforschen, träumen und entdecken“…

Können Sie uns zum Abschluss noch eine lustige Anekdote von Ihrer Reise erzählen?
Es gab viele viele lustige Begebenheiten, eine davon war als ich im Nachtzug von Peking nach Xi´an fuhr. Wie so oft, hatte ich in Zügen die beste Gelegenheit mit Einheimischen zu kommunizieren, was in China mit gestikulieren gemacht und dabei sehr viel gelacht wurde. Am nächsten Morgen sah ich, wie einer meiner chinesischen Mitreisenden, ein älterer Mann,  seiner Frau morgens  ihre frisch gereinigten Zähne in einem Wasserglas an das Bett brachte und sie mir dann mit einem strahlendem Lächeln und mit einladender Gestik zeigte, dass wir nun frühstücken konnten. Wir mischten unseren Proviant und sie kaute genussvoll auch die härteren Sachen.

Wir bedanken uns für dieses Interview!

Schlafabteil eines chinesischen Zuges

Im Schlafabteil eines chinesischen Zuges


Schlagwörter:

2 Kommentare
Helga Mayr, 17. Juli 2016, 22:56 Uhr

Wann und wo ist das Buch erhältlich? Kompliment Frau Probst, Sie sind eine tolle Frau!

Carina Bullmann, 1. August 2016, 13:32 Uhr

Hallo Frau Mayr,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Buch finden Sie in diversen Online-Shops und können es sicherlich auch bei Ihrem Buchhändler im Ort bestellen.
Freundliche Grüße,
Ihr erlebe-fernreisen Team

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bei Erlebe Fernreisen seit:

Mein Reisetipp