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Südafrika – ein Paradies für Wanderer

von Mehr Nathalie Stoll Management

9 Juli 2013

Auf Ihren Reisen durch Südafrika hat Reisespezialistin Nathalie schon viele unterschiedliche Regionen des Landes erkundet. Sie ist immer wieder fasziniert von der atemberaubenden Natur, die sich am besten zu Fuß erkunden lässt. Erfahren Sie mehr über ihre Lieblingswanderrouten rund um Kapstadt, an der Gardenroute und in den Drakensbergen. 

 

1. Lion‘s Head

Ausblick vom Lions Head

Der Aufstieg hat sich gelohnt – wunderschöner Ausblick vom Lions Head

Das absolute Highlight meiner vier Südafrikareisen war der Aufstieg auf den Lion‘s Head. Gut eine Stunde benötigt man, um den sich rund um den Berg windenden Pfad nach oben zu laufen. Die letzten Meter kann man schon eher als Klettern bezeichnen, denn hier gibt es keinen richtigen Weg mehr, sondern nur noch Steine, die es zu erklimmen gilt – für Menschen mit kurzen Beinen auf jeden Fall eine kleine Herausforderung. Wer den Weg etwas abkürzen möchte, kann sich auch zweimal an Eisenketten den Berg hochhangeln. Da die Ketten nicht gesichert sind, empfehle ich Ihnen aber eher den etwas längeren Weg zu wählen, bei dem man hinter jeder Kurve mit einem neuem Ausblick belohnt wird. Die letzten Meter sind nochmal schweißtreibend und die Beine fangen langsam an zu zittern. Aber wer diese Anstrengung auf sich nimmt und es bis auf die Spitze schafft, wird auf jeden Fall mit einer unbeschreiblichen Aussicht belohnt. Dort oben den Blick über Kapstadt, den Tafelberg und das Meer schweifen zu lassen und dann noch die Sonne über der Stadt untergehen zu sehen – einfach ein atemberaubendes Gefühl. Für mich ein absoluter Pflichtpunkt auf jeder meiner Reisen.

Mein Tipp: Planen Sie diese Tour für den frühen Nachmittag, denn dann ist das Licht am schönsten und Sie haben ausreichend Zeit, um oben ein kleines Picknick zu machen. Auf jeden Fall sollte man feste Wanderschuhe anziehen, ausreichend Proviant mitnehmen und die Kamera bereithalten. Wenn Sie den Abstieg erst nach Sonnenuntergang planen, kann eine Stirnlampe hilfreich sein, da es schnell dunkel wird. Wenn möglich, sollten Sie sich auch einer Gruppe oder weiteren Wanderern anschließen.

 

2. Tafelberg

Wanderung auf dem Tafelberg

Fast geschafft – der Gipfel ist nicht mehr fern

Wer an den Tafelberg denkt, hat sicherlich direkt die glatte Kante vor Augen, die das Wahrzeichen Kapstadts so berühmt macht. Viele Wege führen hoch auf den Berg, am schnellsten und einfachsten gelangt man natürlich mit der Seilbahn nach oben. In etwa 5 Minuten kann man mit einer Gondel, die sich während der Fahrt um 360° dreht, zum Plateau des Tafelbergs gelangen. Da es in der Hauptreisezeit zu einer langen Wartezeit kommen kann, empfehle ich Ihnen die Tickets für die Cable Car schon vorab zu kaufen. Unter tablemountain.net können Sie die Tickets nicht nur günstiger kaufen, sondern Sie vermeiden auch das lange Anstehen vor Ort. Sie müssen sich bei der Vorbestellung noch auf kein genaues Datum festlegen. Buchen Sie das Ticket einfach für den ersten Tag, den Sie in Kapstadt sind, denn dann ist es ab diesem Datum für 14 Tage gültig und Sie können nach Lust und Wetterlage entscheiden, wann Sie auf den Tafelberg fahren möchten.

Erst wenn man oben angekommen ist, wird einem das Ausmaß des dahinter liegenden Gebirges klar. Von der Station der Cable Car starten viele verschiedene Wanderwege unterschiedlicher Dauer. Ich empfehle Ihnen sich für den Wanderweg zum höchsten Punkt des Tafelbergs, zum Maclear’s Beacon, zu entscheiden. Diese leichte Wanderung, die etwa 2,5 km lang ist, ist für jedermann leicht zu bewältigen. Besonders toll ist es auch an der Kante des Tafelbergs entlang zu laufen und den Ausblick auf Kapstadt zu genießen. Wenn Sie noch etwas mehr Zeit in Kapstadt haben, lohnt es sich auch bei Silvermine wandern zu gehen. Dieses Gebiet gehört ebenfalls zum Table Mountain Nationalpark und bietet zahlreiche Wanderwege durch Fynbos-Landschaften und schöne Picknickplätze. Bei meiner nächsten Reise möchte ich unbedingt einmal zu Fuß auf den Tafelberg hoch.

Mein Tipp: Besuchen Sie den Tafelberg am Vormittag, dann haben Sie ausreichend Zeit das Plateau oder einen der vielen Wanderwege zu erkunden. Grundsätzlich gilt: wenn Sie am Morgen eine freie Sicht auf den Tafelberg haben, sollten Sie dies unbedingt ausnutzen, denn schon am frühen Nachmittag kann die Spitze wieder mit Wolken behangen sein und die Sicht auf Kapstadt und Robben Island wäre entsprechend eingeschränkt. An vielen Tagen lässt sich das sogenannte „Tischtuch“ auch gar nicht vertreiben.

 

3. Robberg Nature Reserve

Raue Küste im Robberg Nature Reserve

Hohe Wellen treffen auf die steinerne Küste

Das Robberg Nature Reserve liegt ein nur wenige Autominuten von Plettenberg Bay entfernt. Auf drei unterschiedlich langen Wanderwegen lässt sich die Halbinsel erkunden. Besonders empfehlenswert ist der 9,2 km „The Point“ Rundweg, der entlang einer rauen Felsküste bis zur Spitze der Halbinsel führt. Entlang des Weges kann man immer wieder Robben unten an den Felsen liegen und die Wellen gegen die Felsen peitschen sehen. Dieser Ausblick entschädigt für den manchmal doch recht anstrengenden und felsigen Weg. Gute Möglichkeiten die Robben zu entdecken gibt es aber auch schon auf dem ersten Teil des großen Rundweges, dem „Witsand Trail“, der für jedermann ohne Probleme zu bewältigen ist.

 

4. Tsitsikamma Nationalpark

Raue Küste im Tsitsikamma Nationalpark

Raue Küste im Tsitsikamma Nationalpark

Bei einer Rundreise entlang der Gardenroute empfehle ich Ihnen auf jeden Fall auch einen Abstecher in den Tsitsikamma Nationalpark zu machen. Mit seiner spektakulären Felsküste, den peitschenden Wellen, tiefen Schluchten und uralten Wäldern ist der Park auf jeden Fall ein Highlight der Garden Route. Am besten lässt sich der Park auf verschiedenen Wanderungen oder Spaziergängen entdecken. Als Einstieg lohnt sich der kurze Spaziergang zur wackeligen Suspension Bridge. Besonders lohnenswert ist der etwa 3-stündige Waterfall Trail entlang der Küste. Eine gesunde Grundfitness, feste Turnschuhe und die Bereitschaft über Felsen zu klettern sind eine wichtige Voraussetzung für diese Tour.

 

5. Drakensberge

Sicht auf das Amphitehater Drakensberge

Sicht auf das Amphitehater – ein sehr beliebtes Fotomotiv

In der Region Kwazulu Natal liegen die beeindruckenden Drakensberge. Der Royal Natal Nationalpark ist für mich das Highlight der Region, ein wirkliches Paradies für Wanderer. Das als Amphitheater bezeichnete Felsmassiv ist eines der beliebtesten Fotomotive. Besonders gut hat mir der Gorge Trail gefallen, eine Tageswanderung, die am Ende eine tolle Aussicht auf das Tal und den großen Wasserfall bietet.

Mein Tipp: Das Wetter in den Drakensbergen kann am Nachmittag oft umschlagen, auch Gewitter sind nicht selten. Halten Sie also immer den Himmel im Auge und drehen Sie rechtzeitig um, wenn sich dunkle Wolken zusammenbrauen. Da der blaue Himmel auch oft einem plötzlichen Wolkenbruch weichen muss, ist es auch immer sinnvoll eine Regenjacke mitzunehmen.

 

Wenn auch Sie Lust bekommen haben nach Südafrika zu reisen, schauen Sie sich unsere Südafrika-Reisebausteine an.


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2 Kommentare
Adelheid Kordaß, 28. August 2018, 07:50 Uhr

Guten Tag, wo bekommt man denn eine Wanderkarte oder ein Wanderbuch her für Ihre Wanderungen? Leider ist der Rother Wanderführer Südafrika noch nicht erschienen. Könnten Sie mir einen Wanderführer auf Deutsch empfehlen?

Reisespezialistin Südafrika Julia, 30. August 2018, 17:29 Uhr

Hallo Frau Kordaß,
es freut uns zu lesen, dass der Blogartikel unserer Kollegin Nathalie Sie angesprochen hat und Sie selbst Lust haben verschiedene Wanderrouten im Land zu entdecken. Unsere Kollegin hat sich Ihre Routen direkt vor Ort zusammen gestellt. Informationen zu den einzelnen Stationen erhalten Sie in jedem südafrikanischen Reiseführer. Empfehlenswert ist hier beispielsweise der Reiseführer von Lonely Planet oder von Iwanowski’s. Diese sind sehr ausführlich und hilfreich für die Reiseplanung. Die Südafrikaner sind überaus freundliche und hilfsbereite Menschen. Sie helfen Ihnen ebenfalls gerne eine passende Route zusammenzustellen.

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