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Wild, rau und wunderschön – die Costa Vicentina in Portugal

von Mehr Stefanie Krämer Reisespezialistin

23 Mai 2015

Unsere Reisespezialistin Stefanie hatte während ihrer Portugal-Reise die gesamte Zeit Glück mit dem Wetter. So auch in dem kleinen Küstenörtchen Vila Nova de Milfontes. Lesen Sie über „Wandern an der Costa Vicentina“ und warum der März eine gute Reisezeit für Portugal ist:

Ankunft in Vila Nova de Milfontes

Von Porto aus gestartet, dann über das Dourotal in die Hauptstadt Lissabon, war es nun das erste Mal auf unserer Reise, dass wir direkt am Meer waren. In dem kleinen, beschaulichen Örtchen Vila Nova de Milfontes. Als erstes beeindruckte uns die Unterkunft: Eine nette ältere Dame öffnete uns die Tür und zeigte uns das Haus. Man muss sich die Unterkunft vorstellen wie bei einer Gastfamilie bzw. wie bei der Oma, wo man Wohnzimmer und Küche nutzen kann, selbst der Kühlschrank – gefüllt mit Obst und Bier – stand zur freien und kostenlosen Nutzung zur Verfügung.

Reisespezialistin Stefanie mit der Gastmutter in der Unterkunft in Costa Vicentina

Die Dame des Hauses und ich in der Unterkunft

 

Am nächsten Morgen weckten uns die Sonnenstrahlen und wir konnten uns beim leckeren Frühstück reichlich stärken. Wir saßen mit zwei Engländern sowie zwei Brasilianern an einem somit sehr internationalen Frühstückstisch und fühlten uns wie Gott in Frankreich: Zu zweit bekamen wir jeweils eine riesige Obstplatte, Brot, Käse aus der Region, Schinken, Rührei und das Beste: frisch gepresster Orangensaft! Die Orangen waren dort einfach sooo lecker, dass wir uns am vorletzten Tag der Reise sogar noch mit einem 5 kg Sack Orangen eindeckten (Dank Saftpresse konnten wir die circa 30 Orangen schließlich auch meistern).

Start der Trekkingtour im Alentejo Naturpark

Nach der Stärkung und kurzer Absprache mit der Dame des Hauses, hat uns ihr Mann gegen 10 Uhr mit dem Privatauto zum Startpunkt des Trekkings nach Almograve – ein Örtchen circa 15 km südlich von Vila Nova de Milfontes – gebracht. Um die für fünf Stunden angesetzte Trekkingtour durch den Alentejo Naturpark ‚zu überleben‘, bekamen wir je ein Lunchpaket, gefüllt mit Wasser, Broten und Obst. Da wir so viel vorab gefrühstückt hatten und um weniger auf der Tour tragen zu müssen, haben wir die Hälfte des Proviants aber gar nicht mitgenommen. Eine weitere Überraschung die der Tag für uns bereit hielt war, dass unser Gastvater nur Portugiesisch und Französisch sprach. Also, nicht falsch verstehen –  wir waren sehr beeindruckt das der Herr, schließlich war er geschätzt zwischen 70 und 75 Jahren alt, zwei Sprachen fließend sprach. Aber für mich stellte das schon eine Herausforderung dar. Zwar habe ich mal Französisch in der Schule gelernt, aber das ist nun auch mindestens 12 Jahre her. Aber gut, wir sind am Ziel angekommen und wir haben uns auch gut verstanden, wenn auch ab und an mit Händen und Füßen. Beim Ausstieg noch ein schnell ein Foto mit unserem Herbergsvater gemacht, dann ging es alleine weiter!

Reisespezialistin Stefanie mit dem Gastvater am Ausgangspunkt des Trekkings

Der Gastvater und ich am Ausgangspunkt des Trekkings

 

Startpunkt der Tour Richtung Vila Nova de Milfontes

Der Startpunkt der Tour bei Almograve

 

Auf der Beschilderung stand, dass wir für 14,5 km insgesamt fünf Stunden benötigen sollten. Da wir beide sportlich sind, rechneten wir eher mit drei Stunden. Schon die ersten paar Schritte lehrten uns eines Besseren, denn es ging permanent durch Sand, auf und ab. Also prima für die Waden- und Po-Muskulatur. Es ging dann weiter, zunächst circa 500 m, bis an die Felsenküste, die uns mit ihrer Schönheit der wilden und rauen Gegebenheiten sehr beeindruckte. Wir hatten das Gefühl, alle paar Meter anhalten zu müssen, um noch schönere Ausblicke zu haben als kurz zuvor.

Ausblick während der Wanderung auf die Felskueste von Costa Vicentina

Ausblick während der Wanderung in Richtung Süden

 

Mit der Sonne im Rücken und dem leichten Wind von vorne konnten wir die Natur in vollen Zügen genießen. Der Atlantik peitschte von links gegen die schroffen Felswände während wir gen Norden zu unserem Ziel Vila Nova de Milfontes unterwegs waren. Der weiche Sand lud mich anfangs zum Barfuß-laufen ein. Dies stellte ich jedoch schnell wieder ein, da uns unser Weg unter anderem auch über kleine Abschnitte  durchs Gebüsch und hohes Gras führte. Der Pfad an sich war durch die permanente Markierung des Rot-Gelben Holzpfahls prima gekennzeichnet, so dass wir den Weg nicht verfehlen konnten.

Reisespezialistin Stefanie in den Duenen Portugals

Barfuß-laufen war hin und wieder möglich

 

Ich weiß nicht, wie viele Reisende sich während der Hochsaison auf die Rota Vicentina begeben, aber unser ganz großer Vorteil war, dass wir zu unserer Reisezeit im März diese Teilstrecke durch den Alentejo Naturpark weitgehend für uns alleine hatten. Nur zwei Mal kamen uns jeweils drei Wanderer entgegen.  Bei menschenleeren Pfaden, traumhaften Stränden und  eindrucksvoller Felsen-Kulisse war es für uns wunderbar, hin und wieder eine Pause einzulegen, uns in den Sand zu legen und einfach die portugiesische Sonne zu genießen. Auf jeden Fall sind bei dieser Tour ein Sonnenschutz sowie gutes Schuhwerk von Vorteil.

Der Alentejo-Naturpark mit den kleinen schroffen Felswaenden

Der Alentejo-Naturpark

 

Reisespezialistin Stefanie oberhalb eines einsamen Strandes im Naturpark Alentejo

Me, myself and I oberhalb eines einsamen Strandes

 

Nach etwa 2/3 des Weges bog der Pfad etwas vom Meer ab und führte durch Felder, Wiesen und vorbei an Tieren. Hier war es insgesamt etwas ruhiger, da der Wind nicht so fegte und die Wellen nun weiter entfernt waren. Dennoch war es nicht unspektakulärer.

Stefanie wandert quer durch die hohen Graeser

Quer durch hohe Gräser

 

Gegen Ende des Trekkings, kurz bevor wir das Örtchen Vila Nova de Milfontes erreichten, kamen wir an einem längeren Strand (Praia das Furnas) an, wo sich zwei Restaurants befinden. Zu unserer Reisezeit waren diese leider noch geschlossen, so dass wir unseren verdienten Cappuccino in dem Örtchen selbst getrunken haben. Von dem Strand aus waren es noch circa 1,5 km die wir durch Pinienwälder und entlang der Straße zurücklegten um nach fast genau fünf Stunden sehr glücklich und zufrieden an unserem Ausgangspunkt anzukommen.

Ausblick auf das kleine Kuestenoertchen Vila Nova de Milfontes

Blick auf das Örtchen Vila Nova de Milfontes

Wollen Sie auch einmal so entspannt wandern an der Costa Vicentina? Dann werfen Sie doch mal einen Blick auf unseren Baustein Fischerpfade an wilden Küsten.


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2 Kommentare
Evelyn, 8. August 2015, 18:25 Uhr

Hallo ! Bei dieser Gastfamilie waren wir auch und es war TOLL !!! Herzlicher Empfang und wunderschöne Unterkunft ! Das Frühstück, einfach nur genial , WOW Herzlichen Dank

Reisespezialistin Portugal, 14. August 2015, 14:15 Uhr

Hallo Evelyn,

es freut uns zu hören, dass Sie sich in der Unterkunft so wohl gefühlt haben und Ihren Aufenthalt dort genossen haben.

Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute,
Ihr erlebeportugal Team

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