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Indonesien – das Land der Vulkane

von Mehr Verena Hartmann Reisespezialistin

1 September 2014

Indonesien ist das Land der tausend Inseln und der rauchenden Vulkane. Auf den meisten Inseln Indonesiens gibt es Vulkane, so viele, dass ein Reisender gar nicht alle besuchen kann. Unsere Reisespezialistin Verena hat auf ihren letzten Reisen je einen Vulkan bezwungen und teilt mit Ihnen ihre Erfahrungen dieser Besteigungen. Verena besuchte den für seine Schwefelmine bekannten Ijen Vulkan auf Java und konnte den Sonnenaufgang auf dem Gunung Batur auf Bali bestaunen. 

 

Schwefelträger am Ijen Vulkan – Trekking Tour

Ausblick über den Ijen und die Kraterlandschaft

Ausblick über den Ijen und die Kraterlandschaft

 

Indonesien hat viele Vulkane und so fiel mir die Entscheidung recht schwer, welchen der doch so unterschiedlichen Vulkane ich besteigen wollte. Er sollte natürlich nicht allzu schwer zu erklimmen sein – quasi für Anfänger geeignet – und mir trotzdem eine kleine Herausforderung bieten. Meine Wahl fiel dann auf den Ijen, einem aktiven und ganz im Osten von Java gelegenenen Vulkan. Dieser 2386 m hohe Vulkan mit seinem eingeschlossenen Kratersee ist bekannt für seine Schwefelmine, in der noch heute Schwefel abgebaut wird. Ich entschied mich für eine Tour nach Sonnenaufgang, um schon beim Aufstieg die faszinierenden Landschaft zu beobachten.

Jeep in der grünen Umgebung des Ijen

Mit dem Jeep fuhren wir zu einem Plateau.

 

Mit einem Jeep ging es zu einem kleinen Plateau, wo uns schon die ersten „Schwefelträger“ entgegen kamen. Beeindruckend, denn schließlich war gerade erst die Sonne aufgegangen. Sie mussten also früh angefangen haben die Körbe mit dem Schwefel aus dem Krater zu beladen und dann den Berg hinunter zu tragen.

Schwefelträger auf dem sandigen Weg vom Krater zurück

Ein Schwefelträger am Ijen Vulkan

 

Als ich den sandigen Weg sah und auf einem Schild las, dass es ab hier noch 3 km bis zum Krater sei, dämmerte mir, dass es vielleicht doch anstrengender ist einen Vulkan zu besteigen, als ich anfangs gedacht hatte. Doch umdrehen kam jetzt nicht mehr in Frage, also setzte ich den Weg zum Gipfel fort. Über hellen Vulkansand, der doch recht rutschig sein kann, vorbei an üppigen Dschungeltälern, wanderte ich teils steil bergauf dem Krater entgegen.

Der Guide am Vulkan Ijen zeigt uns etwas

Unser junger Guide hatte zwischendurch immer wieder interessante Geschichten zu erzählen.

 

Auch unserem Guide, der uns den möglichst besten Weg zeigte und dabei immer eine interessante Geschichte über die Umgebung und die Pflanzen auf den Lippen hatte,  merkte man die Anstrengung an. So musste ich mich nicht ganz so sehr für meine Kondition schämen. Schließlich war es bereits morgens sehr warm und ich war froh, dass ich den Aufstieg mit genügend Wasser begonnen hatte. Immer wieder begegneten wir einem der hart arbeitenden „Schwefelträger“ aus jeglicher Altersklasse und je länger ich unterwegs war, desto größer wurde meine Bewunderung für sie.

Zwei voll beladene Schwefelträger

Voll beladende Schwefelträger

 

Sie meisterten den Weg bergauf und bergab mit einer eindrucksvollen Sicherheit und hatten trotz der schweren Last immer noch ein Lächeln für uns übrig. Nach knapp einer Stunde passierten wir die Baumgrenze. Von hier aus liefen wir einen steinigen Weg entlang, der uns den Ausblick über das weitläufige Tal bot, und näherten uns allmählich dem Kraterrand.

Kawah Ijen - Blick auf den Kratersee

Der türkisfarbene Kratersee

 

Bald entdeckte ich zu meiner Linken den türkisfarbenen Kratersee, an dessen Rande die Schwefelmine zu sehen war. Von einer Aussichtsplattform oberhalb des Kraters hatten wir einen tollen Ausblick auf den Abbau des Schwefels. Der Abstieg in den Krater war zwar nicht erlaubt, da es über unbefestigte Wege steil herab geht. Aber auch der Blick alleine von oben auf das Geschehen war absolut faszinierend. Nach einer Pause, in der ich viele Fotos machte, begaben wir uns dann wieder auf den Rückweg. Dieser kam mir erstaunlicherweise nicht viel leichter als der Aufstieg vor. Unten angekommen war ich doch schon ein wenig stolz auf mich und die tollen Fotos entschädigten mehr als genug für den Muskelkater am nächsten Tag. Wenn auch Sie diese Tour einmal erleben möchten, erfahren Sie im Reisebaustein „Der Schatz des Vulkans“ mehr darüber!

Sonnenaufgang auf dem Gunung Batur

3 Uhr morgens – der Wecker klingelt. Ganz ehrlich – in dem Moment konnte ich mir nichts Schöneres vorstellen, als einfach noch ein paar Stunden weiter zu schlafen. Doch auf mich wartete ein Trekking zum Gunung Batur, einem der heiligen Berge der balinesischen Hindus. Müde machte ich mich für die Wanderung fertig, doch nach dem ersten Kaffee im Restaurant fühlte ich mich wach genug für den eineinhalbstündigen Aufstieg. Der Guide erwartete uns bereits und mit einem kleinen Shuttlebus ging es durch die Nacht zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Nachthimmel auf Bali

Im „Stockdunklen“ geht es los zur Wanderung.

 

Es war so dunkel, dass man die Hand vor Augen kaum sehen konnte, doch zum Glück hatte unser Guide an Taschenlampen gedacht. Nach ein paar hundert Metern über einen gewundenen, sandigen Weg ging es hinein ins Dickicht. Während der Guide fröhlich den teils steilen Hang erklomm, kam ich als Niederrheinerin schon bald ganz schön aus der Puste, gewann aber trotzdem immer mehr Gefallen an der Tour. Zwischendurch hielten wir an um ein wenig auszuruhen und den Erzählungen des Guides zu lauschen, doch für lange Pausen war keine Zeit – schließlich wollten wir pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel sein.

Menschen auf dem Batur, versammelt um den Sonnenaufgang zu erleben

Auch andere Reisende haben die Besteigung auf sich genommen, um den Sonnenaufgang zu sehen.

 

Als wir um kurz vor halb sechs oben ankamen, war ich überrascht. Außer uns hatten sich noch etwa dreißig weitere Leute versammelt und warteten – bei einem von den Guides zubereiteten, hervorragenden Frühstück mit Toast, Ei, Kochbanane, Kaffee und Tee – auf die aufgehende Sonne. Noch war es dunkel und neblig und keiner wusste, ob wir die Sonne überhaupt zu sehen bekommen würden. Umso größer der Jubel, als die ersten orangen Lichtstrahlen durch die Wolkendecke brachen. Langsam lichtete sich die Wolkendecke und gab den Blick auf die umliegenden Berge und den im Tal liegenden Batur See frei. So sehr ich mir beim Weckerklingeln noch gewünscht hätte, im Bett zu bleiben, so glücklich war ich jetzt, eben hier zu stehen. Meinen Mitreisenden ging es anscheinend ähnlich.

Tänzerinnen brgüßen die Sonne auf dem Batur

Sonnengruß auf dem Batur

 

Während die einen den Sonnenaufgang ganz still für sich genossen, sang eine auf einem Felsvorsprung stehende Hare Krishna Gruppe mit wachsender Begeisterung immer wieder ihr Mantra. Einige tanzten dazu vor der inzwischen orange-goldenen Kulisse. Als die Sonne schließlich ganz am Himmel erschienen war, machten wir uns langsam wieder zum Abstieg bereit. Über teils sandige, teils steinige Lavafelder wanderten wir ins Tal und stellten dabei noch mal fest, auf welch großer Höhe wir uns eigentlich befanden. Nach einer erfrischenden Dusche im Hotel saßen wir im Hotelrestaurant und blickten auf den Gipfel des Batur, wo sich uns vor wenigen Stunden noch ein Naturschauspiel der besonderen Art geboten hatte. So schön, dass es auch bei meiner nächsten Bali-Reise nicht fehlen wird…

Bei Fragen zu unseren Reisebausteinen und  der Frage, welche Vulkane Indonesiens sich für Sie am besten eignen, stehen Ihnen unsere Reisespezialisten gerne zur Verfügung. Was auch immer Sie in Indonesien erleben möchten, einmal einen Vulkan zu bezwingen, ist auf vielen Inseln des Landes möglich!


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