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Verenas Ostkanada Reise – eine Liebesgeschichte in mehreren Kapiteln

von Mehr Verena Huhn Produkt- und Projektmanager

27 November 2012

Bei ihrer Reise nach Ostkanada ist es um sie geschehen – Verena hat sich direkt in die multikulturellen Städte und abwechslungsreiche Natur des Landes verliebt. Erfahren Sie hier mehr über ihre Erlebnisse und Eindrücke:

Auf dem Flug nach Halifax, in den Osten Kanadas habe ich meine Reiseführer nochmal durchstöbert, Tipps und Adressen rausgeschrieben und die Höhepunkte markiert. Das wirkliche Highlight meiner zwei-wöchigen Reise würde aber, wie ich am Ende feststellte – in meinem Reiseführer nicht beschrieben sein.

Auf meiner Kanadareise bin ich auch dem Nationaltier dem Biber begegnet

Begegnung mit einem Biber

Doch von Anfang an: der Flug ging gut und die Mietwagenübernahme hat auch geklappt. Das Fahren in Halifax war viel weniger anstrengend als ich gedacht hätte. Halifax ist die größte Stadt der Atlantik Provinzen – da dachte ich an Hochhäuser, viel Verkehr und Menschentrauben – weit gefehlt. In der Stadt herrscht ein maritimes und freundliches, ganz und gar nicht hektisches Flair. Die Hafenpromenade lädt zum Bummeln ein, in den Public Gardens, dem Stadtpark lassen Familien Boote schwimmen und aus den Cafés der Stadt strömen abends Düfte von Seafood – und Livemusik Klänge. Und umschlossen werden meine ersten Eindrücke von Ostkanada von der Offenheit der Einwohner und deren Freundlichkeit, die mir entgegengebracht wird. I love it here!

The roadtrip begins

Nach weiteren Tagen in der Provinz Nova Scotia geht meine Reise weiter in den Norden – in die Gaspesie. Dabei lege ich einige Zwischenstopps ein. Zum Beispiel an der Küste in der Provinz New Brunswick, wo ich bei einer Hummertour nicht nur erzählt bekomme, wie ein Hummer lebt, sondern ihn dann auch probieren darf – lecker! Der nächste Stopp ist in Matane an der Nordküste der Gaspesie. Die Gegend ist bekannt für den Lachs und unser Hotel räuchert im Garten selbst. Das probiere ich natürlich auch. Dann setzte ich mit der Fähre auf die andere Seite des Sankt-Lorenz Stroms über. Mit dem Auto geht es weiter nach Tadoussac. Von dort startet am nächsten Tag meine Walbeobachtungstour. Dick in drei Schichten Pullover und Mütze eingepackt geht es mit dem Zodiac, einem Art Schlauchboot hinaus aufs Wasser. Der Saguenay Fjord fließt hier in den Sankt-Lorenz Strom und bietet den Walen nährstoffreiche Gewässer. Der Sankt-Lorenz Strom gleicht hier schon eher einem Meer, denn das andere Ufer sieht man nicht…

Springender Wal bei Tadoussac im Sankt-Lorenz Strom

Springender Wal direkt vor dem Boot!

Was man dafür sieht sind Mink Wale, Beluga Wale und als krönenden Abschluss sogar einen tanzenden Buckelwal. Dieser hat sich ungelogen 10 Minuten um unser Boot getollt und mehre Mal Sprünge mit ganzen Drehungen vorgeführt – ein einmaliges Erlebnis – und dass ich danach total durchnässt war, war absolut nebensächlich!

Leckerbissen in Québec

Mit trockenen Klamotten gings dann weiter nach Québec – wo ich mich zum weiteren Mal in eine Stadt verliebte. Die englischen Pubs, neben den französischen Straßenmalern, die Guinness pints neben den Rotweingläsern – solch eine Durchmischung der Kulturen, Lebensmittel und des Flairs habe ich so noch nicht erlebt. Das Leben findet hier nicht in alten historischen Mauern statt – die es hier mehr als genug gibt – sondern auf den Straßen, auf den Terrassen und in den Parks, wo bis abends Straßenmusiker und Akrobaten auftreten. Ich habe mich von den vielen Eindrücken einfach mitreisen und durch die Straßen treiben lassen. An den Stadtmauern vorbei, und hinunter ans Ufer des Sankt-Lorenz. Wieder in die Oberstadt hochlaufen? Nee – da hab ich lieber die Standseilbahn genommen – direkt an den Fuß des Chateau Frontenac – Wahrzeichen der Stadt und abends besonders beeindruckend.

Am nächsten Tag geht’s zu einem Stadtspaziergang der besonderen Art. Unsere Besichtigungspunkte sind nämlich nicht historische Kirchen und bedeutende Monumente, sondern kulinarische Leckerbissen. Mit einem Guide probieren wir uns durch Crêpes, Käsehäppchen und Ahornkekse – hmmm –j´aime ça!

Blick über die Niagara Falls

Die imposanten Niagara Fälle und das Boot Maid of the Mist

Urbanes Abenteuer Toronto

Letzte Station der Reise ist Toronto – eine multikulturelle Stadt am Lake Superior. Und wie sollte es anders sein – ein weiteres Kapitel meiner Liebesgeschichte Kanada. Ich entdecke neue Highlights und lerne neue Leute mit Tipps und Ratschlägen für mich und eine weitere Reise kennen. „Honey, don´t miss this – and make sure to visit that“ – Thank you!
Ein “Don´t miss that” ist der Kensington Market und das Distillery District. Dorthin mache ich mich auf den Weg. Ein riesiger Lebensmittelmarkt – mitten in der Stadt und kleine Geschäfte und Cafés in einem umgebauten Industriegelände. Man merkt sofort – auch hier spielt sich ein Großteil des Lebens draußen ab. In Little Italy, China town und Greek town erlebt man die ethnische Vielfalt der Stadt und der Ausblick von dem CN Tower auf die multikulturelle und quirlige Stadt ist atemberaubend. Bei gutem Wetter sieht man am Horizont einen schier unsichtbaren Wassernebel – die Niagara Falls!
Zu diesem Highlight mache ich natürlich auch noch einen Abstecher – und bin ebenso beeindruckt wie vor 20 Jahren, als ich das erste Mal hier war. Obwohl es sich seitdem doch sehr verändert hat – also nicht die Wasserfälle, aber die Umgebung und Infrastruktur rund herum. Indoor Minigolf in the dark, Frankensteinshaus, das Guiness Book of Records und noch andere Attraktionen haben sich in der Umgebung angesiedelt. Die Fälle stürzen aber immer noch mit imposanten Dröhnen in die Tiefe, die Boote Maid of the Mist bringen die Besucher immer noch ganz nah an die Wassermassen heran – die Gischt im Gesicht füllt sich auch noch genauso an – und das ist die Hauptsache – alles andere ist dann schnell vergessen.
Und so geht meine Liebesgeschichte zu Ende – schweren-Herzens, aber mit dem Versprechen eines baldigen Wiedersehens. Ach so: und das Highlight der Reise: die Kanadier! Sie haben meine Reise durch Ihre offene, freundliche Art, Ihre Gastfreundschaft und Ihre Hilfsbereitschaft für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen!


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