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Trekking in Peru – Tausend Stufen auf dem Inka Trail

24 März 2013

Als Reisepsezialist Nils 2011 recht kurzfristig beschloss über seinen Geburtstag nach Peru zu reisen, stand für ihn sofort fest, dass er unbedingt den Inka Trail laufen möchte. So viele abenteuerliche Geschichten hatte er gehört, so viele Bilder gesehen und mit jedem dieser Bilder schlug sein Bergsteiger Herz höher. Neben vielen positiven Eindrücken die er überall hörte, gab es auch kritische Stimmen – zu touristisch, zu überlaufen, die Träger würden nicht fair bezahlt – letztlich bestätigte sich nichts davon. 

Am Ende einer ausgiebigen Reise durch den Süden Perus, kam ich in Cusco an, dem Startpunkt des Inka Trails. Bereits bei Ankunft habe ich das koloniale Flair der Stadt genossen und ausgiebig in einem der guten Restaurants Meerschwein in Frühlingsrolle probiert. War zwar nicht so mein Fall, aber trotzdem ein aufregendes kulinarisches Erlebnis. Nach einer kurzen Nacht in der im Künstlerstadtteil San Blas gelegenen Unterkunft, musste ich sehr früh raus.

Start des Inka Trails

Start des Inka Trails

Cuzco – Wayllabamba
Nach dem sehr frühen Frühstück gab ich mein unnötiges Gepäck bei der Hotelrezeption ab. Mit einem Minibus wurden ich und noch andere Wanderer von unseren Unterkünften abgeholt. Insgesamt waren wir 6 Leute und glücklicherweise auch noch alle im gleichen Alter zwischen 26 und 29 Jahren alt. Der Inka Trail beginnt bei einer Brücke über dem Rio Urubamba. Dort gab es ein letztes Briefing durch den Guide.
Die etwa vierstündige Wanderung über einen angenehmen Pfad durch einen dicht bewachsenen Wald bis auf 3.000 Meter war für den ersten Tag sehr angenehm. Wir lernten uns innerhalb der Gruppe an diesem Tag kennen, es wurde viel gesprochen und gestaunt über die Inka Ruinen am Wegesrand. Der Tag endete in Wayllabamba, in der Nähe der Ruinen von Llactapata.
Die Träger waren schon voraus gelaufen und haben die Zelte aufgestellt. Duschen war am ersten Abend Fehlanzeige und das Klo war lediglich ein Plumpsklo. Da aber alle in der gleichen Situation waren, tat es der guten Stimmung keinen Abbruch.

Frühstück auf dem Inka Trail

Frühstück auf dem Inka Trail

Wayllabamba – Pacaymayo
Der zweite Tag war der anstrengendste Tag: Es hieß früh aufstehen. Das gute Frühstück das für uns vorbereitet wurde, machte es leichter aus den Federn zu kommen.
Ziel des heutigen Tages war der 4.200 Meter hohe Pass „Abra de Warmiwañiusca“ oder auch „Dead Woman’s Pass“ genannt. Der Weg führt über grobe Steinstufen und dichte Bergwälder aufwärts entlang einiger Bäche, bis die Vegetation spärlich wird. Dort trifft man auf das ein oder andere Lama und der Pass kommt langsam näher. In den Bergen trügt der Schein, morgens kann man den Pass schon sehen und es kommt einem so vor, als wäre er nur zwei Stunden entfernt. Die Stufen nehmen allerdings kein Ende und nur viel Schokolade, Wasser und ein starkes Durchhaltevermögen helfen durch den Tag.

Ruinen auf dem Trail

Obwohl wir als „Jungspunde“ recht zügig starteten, waren wir auf der halben Strecke schon so müde, dass die letzten Stunden etwas quälend waren. Es fiel uns schwer zu atmen, die Luft wurde immer dünner. Wir hatten noch in der Mittagspause bei Einheimischen die Möglichkeit eine kleine Flasche Rum recht günstig zu kaufen um auf dem Pass anzustoßen und zu feiern, dass wir die 4200 Meter erklimmen konnten. Nach einer Runde Rum begannen wir mit dem Abstieg und genossen den Abend mit einer fantastischen Aussicht und bei leckerem Essen.

 

 

Winay Wayna – Machu Picchu – Cusco

Aussicht genießen auf dem Trail

Am letzten Tag startet das Trekking in Richtung Machu Picchu. Bereits vom Sonnentor Inti Punku aus sahen wir zum ersten Mal die Ausgrabungsstätte Machu Picchus. Das war beim Sonnenaufgang natürlich ganz besonders beeindruckend. Damit das möglich war, wurden wir bereits um 04:30 Uhr geweckt und wanderten in der Dämmerung etwa anderthalb Stunden zu diesem Aussichtspunkt. Leider regnete es ausgerechnet an diesem Morgen in strömen und ausgerechnet so ein Wetter an meinem Geburtstag. Nichtsdestrotz war der erste Ausblick auf Machu Picchu überwältigend, nach diesem Trekkingabenteuer.
Wenn man durch die Ruinen von Machu Picchu läuft, bekommt man eine gute Vorstellung davon, wie das Leben dort früher war. Die Landbauterrassen, Tempel und Häuser geben einen guten Eindruck, wie weit entwickelt die Inkas damals schon waren. Trotzdem gibt es viele ungelöste Fragen Rund um die Stätte von Machu Picchu. Wissenschaftler und Archäologen werden sich nicht darüber einig, was sich dort abgespielt hat und warum die Stadt verlassen wurde. Fest steht, dass die Spanier auf Ihren Eroberungszügen durch Lateinamerika Machu Picchu nie gefunden haben. Erst 1911 entdeckte der Wissenschaftler Hiram Bingham durch Zufall die Festung. Ursprünglich war er auf der Suche nach einer anderen Stadt…


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2 Kommentare
Björn, 24. März 2013, 13:42 Uhr

Hört sich spannend an. Da freu ich mich richtig auf unseren Inka Trail im Oktober. Welchem Baustein entspricht diese Tour???

erlebe-fernreisen, 25. März 2013, 13:27 Uhr

Hallo Björn,
Nils hat den Baustein „Der Inka Trail“ gemacht: https://www.erlebe-peru.de/Reise-Baustein-Der-Inka-Trail.htm.
Da es hier starke Regulierungen der Behörden gibt, muss der Trail 5-6 Monate vor Reiseantritt gebucht werden. Unsere Reisespezialisten helfen gerne weiter. Viele Grüße, das Team von erlebe-fernreisen

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