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Trekking in Laos

von Mehr Franziska Matthes Reisespezialistin

24 März 2014

Bei der Planung ihrer letzten Reise stand ein Trekking in Laos durch die hügeligen Bergregionen um Luang Prabang ganz oben auf der Wunschliste von Reisespezialistin Franziska. Aus Wunsch wurde schnell Realität und auch heute noch denkt sie gerne an diesen – wenn auch teils anstrengenden und sicher abenteuerlichen – Ausflug durch unberührte Berglandschaften zurück.

Los geht das Trekking in Luang Prabang, wo wir nach einem stärkenden Frühstück abgeholt werden. „So schlimm kann’s ja nicht werden…“ denke ich, als ich unseren laotischen Guide sehe, welcher unsere Truppe mit einem fröhlichen Sabaidee begrüßt – und an den Füßen lediglich Gummisandalen trägt! Da in Laos gerade Regenzeit ist, habe ich vorsichtshalber meine Wanderschuhe an, welche sich später noch als äußerst nützlich erweisen werden.

grüne Berglandschaften in Laos

Beeindruckende Berglandschaften

Wir fahren über holprige Pisten ca. 40 Minuten mit dem Minibus zum Nham Khan Fluss, wo wir – nachdem uns unser Guide mit genügend Trinkwasser für die nächsten 2 Tage versorgt hat – in ein Longtailboot umsteigen. Auf der andere Uferseite angekommen sind unsere letzten Stunden in der Zivilisation gezählt und wir machen uns über und an Reisfeldern vorbei auf den Weg in Richtung Berge. Da es am Abend zuvor kräftig geregnet hat und die Reisefelder gerade frisch bewirtschaftet wurden, sind diese ziemlich matschig. Unsere Gruppe steckt schon nach wenigen Schritten knöcheltief in der nassen Erde. Auch unseren Guide erwischt es – jetzt machen die Gummisandalen noch weniger Sinn… Das Abenteuer hat begonnen!

 

Reisespezialistin Anja in den grünen Reisfeldern

Der Weg ist sehr matschig

Am ersten Tag wandern wir gute sieben Stunden, kommen immer wieder an kleinen Bergdörfern vorbei, waten durch dichten Dschungel und kleine Bäche, und genießen von jedem erfolgreich erklommenen Gipfel den Ausblick auf diese atemberaubende Landschaft. Mittags zaubert unser Guide wie von Geisterhand ein noch warmes Mittagessen aus seinem Rucksack – frisch gestärkt nehmen wir also das letzte Stück unserer heutigen Strecke in Angriff und kommen gegen 17.00 Uhr an unserer Übernachtungsstätte, einem abgelegenen Khmu-Dorf an.

 

Khmu-Dorf in den Bergen

Unsere heutige Übernachtungsstätte

Wir werden herzlich von den Kindern in Empfang genommen, beziehen unsere einfache Unterkunft und machen mit unserem Guide noch einen kleinen Rundgang durchs Dorf. Abends serviert unsere „Gastmutter“ Suppe, Klebereis, Gemüse und Fleisch, dazu gibt es Lao Lao (laotischen Reiswhisky) und ungekühltes Beer Lao, welches uns nach der heutigen (doch recht anstrengenden) Tour sehr gelegen kommt. In fröhlicher Runde lassen wir den Tag Revue passieren und fallen zu späterer Stunde müde aber glücklich ins Bett.

 

Gästehaus im Khmu Dorf in den Bergen Laos

Unser Gästehaus für die Nacht

Der nächste Tag beginnt für uns bereits gegen 06.00 Uhr, denn auch die Dorfgemeinschaft weiß die kühlen Morgenstunden zu nutzen und ist früh auf den Beinen. Hähne krähen, Kinder spielen und die Dorfbewohner gehen ihrer täglichen Arbeit nach. Strom gibt es hier übrigens nicht, lediglich ein Generator spendet dem Gästehaus abends ein paar Stunden Licht. Wir frühstücken, verabschieden uns von unseren Gastgebern und machen uns wieder auf den Weg.

Kinder aus dem Khmu Dorf in Laos

Die Kinder aus dem Dorf verabschieden uns

Heute steht eine 5-stündige Wanderung auf dem Programm, welche wieder am Nham Khan endet. Wir steigen in ein Longtailboot, welches uns in ca. 30 Minuten zum Tad Sae Wasserfall bringt. Nach den Strapazen der letzten Tage sind die rauschenden Fluten für uns genau das Richtige! Wir stürzen uns ins kühle Nass und genießen anschließend nochmal eine leckere warme Mahlzeit im Restaurant, bevor wir in die „bewohnte Welt“ zurück gebracht werden.

 

Tad Sae Wasserfall

Der Tad Sae Wasserfall

Fazit: Das Trekking kann gerade in der Regenzeit aufgrund der aufgeweichten Böden und schwülen Hitze recht anstrengend sein. Man sollte also wissen, worauf man sich einlässt. Mit etwas Kondition, gutem Schuhwerk und viel Sinn für Humor ist die Tour jedoch gut machbar – und die beeindruckende Berglandschaft, netten Laoten und einzigartige Erfahrung entschädigen für jegliche Anstrengung!

 

 


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