Tipps für einen Besuch im Yellowstone Nationalpark

von Mehr Gastautor externer Reisespezialist

14 Februar 2020

Der Yellowstone Nationalpark erstreckt sich über fast 9000km², die sich größtenteils in Wyoming befinden, aber auch bis nach Montana und Idaho reichen. Der älteste aller Nationalparks, bereits 1872 gegründet, ist besonders bekannt für seine geothermischen Quellen und dem unter dem Park liegenden Supervulkan. Neben den heißen Quellen, spuckenden Geysiren und blubbernden Schlammtöpfen treffen Sie in dem einmaligen Naturparadies auf Bisons, Bären und andere Wildtiere.

Unsere fünf Tipps bereiten Sie hervorragend auf Ihren Besuch in dem einzigartigen Nationalpark vor, damit Sie die Naturphänomene und vielfältige Tierwelt erleben können.

1. Dämmerung für Wildtier-Safari nutzen

Das frühe Aufstehen lohnt sich während der Zeit im Yellowstone Nationalpark. Denn besonders in der Morgendämmerung, oder wenn es abends dunkel wird, verspricht die Suche nach Wildtieren die größten Erfolge. Zu dieser Zeit befinden sich wenig Tagesgäste im Park, weshalb auf den Straßen auch weniger Autos unterwegs sind. Der Park kehrt in der Dämmerung zu seiner natürlichen Ruhe zurück ohne die menschlichen Einflüsse und die Tiere trauen sich aus den Tiefen der Wälder heraus. Besonders auf Lichtungen oder in der Nähe der Flüsse halten sich die Wildtiere gerne auf.

 

Natürlich begegnen Ihnen auch tagsüber Bisons, Bären und weitere tierische Bewohner im Nationalpark. Bei der Fahrt durch das Hayden-Valley treffen Sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Bisons, denn hier ist die Hauptherde angesiedelt. Ein weiterer Hotspot für die Tierbeobachtung sind die Weiten des Lamar Valley.

Sollten Sie auf Ihrer Tour irgendwo vermehrt andere Autos oder vor allem Jeeps von den Tiersafaris des Parks sehen, lohnt sich hier in den meisten Fällen ein Stopp. Auch wenn man die Tiere nicht sofort sieht, sollten Sie die Tierbeobachter fragen, was es dort zu sehen gibt.

 

2. Der Weg ist das Ziel

Sie erreichen den Park über einen der fünf Eingänge. Welchen Sie davon wählen, hängt davon ab, aus welcher Richtung Sie den Park anfahren und was Ihr Ziel im Park ist. Um von der einen Sehenswürdigkeit oder Wanderung zum nächsten Stopp zu kommen, müssen oft längere Strecken innerhalb des Parks zurückgelegt werden. Immerhin umfasst das gesamte Straßennetz des Yellowstone Nationalparks etwa 750 km. Die Straßen formen eine Acht und so teilt sich der Nationalpark in eine obere und untere Schleife mit den verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Regionen. Jede Strecke bietet die Möglichkeit, Bären oder andere wilde Tiere zu entdecken, Sie sollten also jederzeit aufmerksam nach den Waldbewohnern Ausschau halten!

Wir empfehlen allen Selbstfahrern die App GyPsy Guide. Diese kostenpflichtige App begleitet die gesamte Tour durch den Park und anhand von GPS-Koordinaten (Internet ist dafür nicht notwendig) bekommen Sie während der Fahrt Hintergrundinformationen oder auch Tipps für gute Fotostopps. Dadurch überbrücken Sie die Fahrtstrecken und sind immer über die Region informiert, die Sie gerade durchqueren. Die App ersetzt eine geführte Tour durch den Park. Der Vorteil: Sie bestimmen das Tempo und die Zeiten, die Sie sich für einzelne Stationen nehmen wollen.

 

3. Naturphänomene im Yellowstone Nationalpark besuchen

Aufgrund des unter dem Park liegenden Supervulkans finden Sie überall im Park verstreut spuckende Geysire, brodelnde Schlammbecken und heiße Quellen. Selbst die Flüsse und Seen dampfen bei kühleren Außentemperaturen.

Die einmaligen Naturphänomene gehören deshalb definitiv zu den Highlights des Yellowstone Nationalparks. Doch was gibt es alles zu sehen?

  • Mammoth Hot Springs: Heiße Quellen, die über Kalksteinterassen verlaufen
  • Fire Hole Spring: Extrem leuchtende Farben durch Bakterien im Wasser
  • Grand Prismatic Spring: Drittgrößte Thermalquelle weltweit mit spektakulärem Farbspiel
  • Old Faithful: Zuverlässigster Geysire mit bis zu 50 m hoher Fontäne
  • Upper Geysire Basin: Fußläufig vom Old Faithful zu erreichen
  • Artists Paint Pots: Viele kleine Aktivitäten mit deutlich weniger Touristen
    Biscuit Basin mit Saphire Pool: Kleinere Geysire mit farbenfrohen heißen
    Quellen
  • Firehole River Swimming Area: Die einzige Möglichkeit zum Baden in dem warmen Wasser im Fluss
  • Norris Geysir Basin: Großes Areal mit zahlreichen heißen Quellen, Geysiren und Steam Vents
  • Dragon’s Mouth: Eine fauchende heiße Quelle umgeben von weiteren Schlammlöchern und heißen Quellen

Die Geysire, heißen Quellen und Schlammtöpfe unterscheiden sich an den verschiedenen Orten durch Größe, Farbe, Anordnung und Ausprägung. Bei wenig Zeit im Nationalpark sollte man sich vorab also überlegen, welche der Highlights man unbedingt besuchen möchte. Aufgrund der längeren Strecken ist es nämlich nicht möglich alles in einem Tag abzufahren.

Wer in kurzer Zeit einen guten Überblick und weitere Hintergrundinformationen bekommen möchte, kann gut eine geführte Tour machen. Die Tour zu ausgewählten Highlights erleben Sie in einem Oldtimer, der die Fahrt an sich schon zu etwas Besonderem macht.

Vergessen Sie bei Ihrem Besuch nicht, dass hinter jeder Ecke einzigartige Naturspektakel auf Sie warten, die Sie in dieser Vielzahl nur im Yellowstone Nationalpark erleben können.

 

4. Zeit für den Grand Teton Nationalpark einplanen

Der Grand Teton Nationalpark grenzt direkt an den Yellowstone Nationalpark an. Deshalb sollte bei einem Besuch direkt Zeit für beide Nationalparks eingeplant werden. Je nachdem, aus welcher Richtung Sie anreisen, mussten Sie den Eintritt für den Grand Teton Nationalpark sowieso schon auf dem Weg zum Yellowstone Nationalpark bezahlen. Ein Eingang ist nur nämlich nur durch den Teton erreichbar.

Doch warum sollte man extra Zeit für den angrenzenden Nationalpark einplanen? Auch hier erwartet Sie eine atemberaubende Natur, nicht geprägt von geothermische Aktivitäten, dafür aber mit malerischen Seen, Bergen und einer vielfältigen Tierwelt. Die Möglichkeiten zum Wandern sind in dem Park nahezu grenzenlos. Das Bergmassiv Grand Teton mit einer Höhe von mehr als 4000 m bietet Touren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Das Bergpanorama zusammen mit dem großen Jackson Lake bietet also nicht nur ein tolles Fotomotiv, sondern auch viel Platz für Ausflüge jeglicher Art.

Der Grand Teton Park umfasst im Vergleich zu seinem deutlich größeren Nachbarn nur knapp 1300 km². Dennoch findet sich hier eine Vielzahl an Wildtieren von Bären bis hin zu Elchen, weshalb eine Wildtier-Safari auch im Grand Teton Nationalpark nicht fehlen darf.

Die Parks lassen sich gut kombinieren und für den kleineren der beiden müssen Sie auch deutlich weniger Zeit einplanen – ein bis zwei Tage reichen, um die Highlights zu besuchen.

 

5. Frühzeitige Essensplanung

Im Nationalpark selbst befinden sich einige wenige Restaurants, Läden und Unterkünfte.
In den Läden findet man neben diversen Souvenirs auch oft eine Art Mini-Markt, wo es allerlei Lebensmittel zu kaufen gibt. Allerdings umfasst das Sortiment nur eine kleine Auswahl, welche zudem noch sehr teuer ist im Vergleich zu den großen Supermärkten außerhalb der Parks.
Da auch die Vielzahl an Restaurants nicht sehr groß ist, sollte frühzeitig an eine Reservierung gedacht werden, wenn man sich nicht selbst versorgt. Oft kann es sonst nämlich sein, dass Sie keinen Tisch mehr bekommen oder nur noch zu eher unbeliebten/ unüblichen Uhrzeiten. Beim Essen gilt also die Devise: Vorbereitung und Planung ist alles.

Der Yellowstone Nationalpark ist definitiv eine Reise wert, auch wenn dieser abseits der Standard-Routen durch die USA liegt. Die Anreise mit Auto oder Flugzeug lohnt sich auf jeden Fall. Hier kommen alle Naturliebhaber und Abenteurer auf ihre Kosten. Durch kinderfreundliche Programme und Angebote ist der Park auch bei Familien sehr beliebt. Ihre Kinder können zum Beispiel an einer Junior Ranger Schulung teilnehmen und so spielerisch mehr über die Facetten des Parkes lernen.

Mit unseren Tipps sind Sie bestens auf einen Besuch vorbereitet. Wenn Sie weitere gute Ratschläge haben, was bei einem Besuch im Yellowstone Nationalpark berücksichtigt werden sollte, freuen wir uns auf Ihre Kommentare.

 

Für alle, die nach den tollen Bildern und spannenden Tipps gerne selbst einmal den ältesten Nationalpark der USA besuchen wollen: Unsere Reisespezialisten helfen Ihnen gerne bei Ihrer individuellen Reiseplanung.

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