MENUMENU

Tierbeobachtungen in Kanada

19 September 2015

Seelöwen, Adler, Bären und Wale. Kanada hat eine reiche Natur. Kanada-Reisespezialistin Christiane ist dort hin gereist und hat Ausschau gehalten nach all den Tieren. Ob sie welche gefunden hat, das erfahren Sie in den folgenden Zeilen. Hier können Sie sich auch zu unserem Kanada-Infoabend nächste Woche anmelden.

 

Regenmantel Christine

Reisespezialistin Christiane ist gut gerüstet für die Fahrt im Zodiac

 

Ehe ich mich versehe, befinde ich mich im Zodiac, einem Schlauchbot, inmitten vom Morgennebel des Clayoquot Sound – einem zerklüfteten Küstengebiet im Westen von Vancouver Island. So verschlafen wie ich am Morgen noch bin, so verschlafen ist auch noch das Örtchen Tofino. Der Nebel tut sein Übriges – fast schon mystisch legt er sich über das Wasser und stimmt uns auf die bevorstehende Tour ein. So früh befindet sich kaum jemand auf der Straße, geschweige denn auf dem Wasser. Mein Blick wird hier schnell klarer und vor allem wachsamer. Denn ich spähe nach schwarzen Punkten an den Stränden. „Nach diesen schwarzen Punkten müsst ihr Ausschau halten“, rät uns Jimmy, unser Guide. „Am besten sollten sie sich auch noch bewegen – dann habt ihr sie gefunden.“ Ja… dann hätten wir sie gefunden – die Schwarzbären. Ob ich heute wohl welche sehen werde? Fingers crossed!

 

Nebel Inseln im Wasser

Wir gleiten im Boot durch eine mystische Landschaft

 

Und tatsächlich – weit in der Ferne, vor einer Kulisse aus zerklüfteten Strand-Abschnitten, die nach und nach aus dem Nebel auftauchen, macht sich ein Schwarzbär auf den Weg zum Frühstück. „Sie können Ebbe und Flut unterscheiden, ja quasi riechen. So kommen die Schwarzbären bei Ebbe aus den Wäldern und suchen unter den glitschigen und von Moos überwachsenen Steinen nach Muscheln.“ Einen Stein nach dem anderen dreht der Bär um, ohne sich von uns beirren zu lassen. Immer näher und näher treiben wir auf ihn zu und ich merke, dass mir das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht weicht. Bären in freier Wildbahn – bis jetzt kannte ich sie vielleicht aus dem Zoo oder aus alten Kuscheltierzeiten.

 

Baer Nahrungssuche

Mal schauen ob sich unter dem Stein etwas essbares befindet!

 

Während er gemütlich am Strand entlang trottet, besuchen uns schon die nächsten Wildtiere. „Schau schnell nach oben“, rät meine Schwester mir. Und siehe da, zwei Weißkopfseeadler. Wow! Wie elegant sie über uns hinweg fliegen und sich dann in den Baumkronen niederlassen. „Das Weibchen sucht sich meist den höheren Platz als das Männchen, da sie die Dominate von den beiden ist“, lernen wir von Jimmy.

Adler

Ein aufmerksamer Beobachter

 

So viel wildes Getier an Land und in der Luft! Ob uns das Wasser um uns herum wohl auch noch mit einer tierischen Schnauze überrascht? „Siehe da!“, flüstert meine Schwester mir zu und ich erblicke die Robben die sich gemütlich die langsam durch den Nebel kämpfende Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Ganz schön gemächliche Tierchen, wie sie da so herumlungern. Doch der Schein trügt: Wachsam verfolgen sie unseren Weg durch das Wasser mit ihren dunklen Kulleraugen.

Seeloewen Felsen

Ganz entspannt, aber wachsam: Die Seelöwen

 

Als wären all diese Eindrücke der Tierwelt nicht schon wundervoll genug, wird uns zum Abschluss der Tour noch ein ganz besonderer Moment geschenkt: Mama Bär mit ihren beiden Schützlingen. „Schaut her ihr kleinen Racker“, rufe ich in mich hinein. Und sie schauen! Zwei pelzige Wollknäuel mit je zwei Knopfaugen. Die Nahrungssuche am Ufer sieht zwar noch ein wenig unbeholfen aus, aber das wird schon. Mit ihrer Mutter haben sie sicher eine gute Lehrerin.

Baer Baerenjunge

Wir haben Glück und können die Bärin mit ihren Jungen beobachten

 

Nicht schlecht Herr Specht! Das nenne ich mal ein Volumen an Eindrücken für nur einen Tag in Kanada!  Ob das überhaupt zu toppen ist?! Ich lasse mich gerne überraschen.

Lange brauche ich darauf gar nicht zu warten. Es überrascht uns etwas größeres, mächtigeres und weniger pelziges und fedriges. Das Tier welches mir dieses nun bekannte dankbare Lächeln ins Gesicht zaubert lebt im Wasser, unter anderem vor den Küsten Victorias und Vancouver Island. Wieder in einem Zodiac machen wir uns auf die Suche. Dieses Mal nach den Walen.

Christiane Boot

Erneut packe ich mich gut ein, dieses Mal gehen wir auf die Suche nach Walen

Dick eingepackt wie ein Michelin-Männchen, lasse ich mir folgendes erklären: Wir müssen dort Ausschau halten, wo sich die vielen Möwen tummeln, denn dort sind die Fischschwärme und dort… Dort, taucht dann tatsächlich auch eine Flosse auf. Die Flosse eines Wales. So plötzlich wie die Flosse aus dem Wasser aufgetaucht ist, so schnell ist sie dann auch wieder verschwunden.

 

Moeven

Die Möven kündigen Fisch-Schwärme an. Und wo die sind sind auch die Wale!

Flosse Wal

Dann sehen wir ihn, den Wal!

 

„Ai…das kann nun was dauern. Bei der Bewegung bzw. diesem Abgang des Wales den ihr gerade gesehen habt, kann es ca. 15 min dauern, ehe wir ihn wieder erblicken. Denn er hat tiiiief Luft geholt“, erfahren wir von unserem heutigen Guide George. „Schaut nun nach einer Wasserfontäne“, rät er uns. Innerlich tanze ich zu der Musik von Jeopardy und warte auf diesen einen Moment… Da ist sie, die ersehnte Fontäne. Doch der Wal  spielt das Versteckspiel weiter. Leider länger als wir warten können. Was mir jedoch bleibt ist dieses Bild im Kopf: Die riesige Flosse eines so mächtigen Tieres, das das große weite Meer sein zu Hause nennt.

Mannoman, was wohl noch so kommen mag? Nach dem Whale Watching setze ich meinen Weg durch den Westen Kanadas fort. Und siehe da: Ganz plötzlich tummeln ein weiteres Mal zwei Cubs mit ihrer Mutti in unserer Sichtweite. Auf dem Weg nach Jasper „begleiten“ sie uns am Straßenrand. So beeindruckt von ihnen, bleiben wir mit unserem Auto stehen und lassen sie an uns vorbeiziehen. Vom Wald zur Lichtung führt die drei ihr Weg über die Straße zurück in den Schutz des Waldes.

Baerenjunge

Zwei Bärenjunge

 

 

Auf dem Jasper Mountain machen wir Bekanntschaft mit einem ganz anderen, aber ebenso possierlichen Tierchen. Als ich die kleinen Ground Squirrels zwischen all dem Gestein erblicke bin ich gleich ganz entzückt. Als wollte das kleine, gestreifte Hörnchen mich grüßen, kommt es ganz nah an mich heran, ist aber natürlich so schnell wie es vor mir steht, auch wieder in einer Spalte verschwunden.

Chipmunk

Ganz nah vor mir: Das neugierige Squirrel

 

Und um mich schließlich – auf dem Weg zwischen Jasper und Banff – auch einmal so richtig schmunzeln zu lassen, hatte sich die Tierwelt wohl folgendes überlegt:

Ziegen Strasse

In Kanada nutzen nicht nur Autos das Straßensystem

 

„Ach was…“, denke ich bei mir „…lasst euch Zeit ihr Ziegen, ich bin schließlich im Urlaub und ihr seid ein sehr amüsanter Teil davon.“
Was bleibt mir nun zum Schluss zu sagen… „Kanada – das Land soll schön sein, mit all seiner Natur und der endlosen Weite“, das habe ich schon viele sagen hören. Jedoch übersteigt das von mir Erlebte jede Vorstellung die ich mir zuvor hätte machen können. Herrliche Natur, weite und unberührte Wälder, atemberaubende Bergpanoramen und eine artenreiche Tierwelt.

Möchten Sie dazu mehr erfahren? Dann freue ich mich sie bei unserem virtuellen Kanada Infoabend begrüßen zu dürfen. Machen Sie es sich auf dem heimischen Sofa gemütlich und loggen Sie sich zu unserem Kundenabend ein!


Schlagwörter:

Bislang kein Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bei Erlebe Fernreisen seit:

Mein Reisetipp