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Südafrika Reisespezialistin Tanja Köhler im Interview

11 September 2012

Bootstour NamibiaTanja war nicht nur für zwei längere Aufenthalte in Namibia sondern hat auch das atemberaubende Südafrika für sich entdeckt. Als Reisespezialisten für Südafrika macht es ihr besonders viel Spaß Ihnen Land und Leute näher zu bringen und Sie bei der Planung Ihrer Traumreise zu unterstützen.

Was reizt dich am meisten am Reisen?

Am Reisen reizt mich am meisten, neue Orte zu entdecken, fremde Kulturen kennenzulernen und viele neue Eindrücke zu sammeln. Dies gepaart mit einigen Tagen zur Erholung und um das erlebte Revue passieren zu lassen, ist für mich die perfekte Reise.

 

Bist du auf Reisen eher der frühe Vogel oder die Nachteule?

Wenn ich auf Reisen bin, dann gehöre ich ganz klar zu den frühen Vögeln. Besonders auf meinen Reisen in Namibia und Südafrika habe ich es morgens selten länger als bis 07:00 Uhr in meinem Bett ausgehalten. Schnell ging es immer zum Frühstück und anschließend raus in die Natur. Im südlichen Afrika gibt es so viel zu entdecken, was ich zu Hause in Deutschland nicht erleben kann, dass ich nur mit schlechtem Gewissen meine Zeit im Guesthouse verbracht habe. Auch die meisten Tiere sind am frühen Morgen besonders aktiv, da lohnt sich das frühe Aufstehen besonders. Dies hatte dann zwar zur Folge, dass ich abends recht früh ins Bett gegangen bin, aber so war ich wenigstens am nächsten Morgen wieder fit, um neue Eindrücke zu sammeln.

Auf welchen Stempel in deinem Reisepass bist du besonders stolz?

Besonders stolz bin ich auf meinem ersten Stempel aus Namibia, den ich 2010 bekommen habe. Dies war, nach den USA, meine zweite Fernreise und meine erste Reise auf den afrikanischen Kontinent überhaupt. Ich bin für zehn Wochen nach Namibia geflogen, um dort ein Praktikum bei einem Reiseveranstalter zu absolvieren. Rückblickend kann ich sagen, dass dies eine der besten Entscheidungen meines Lebens war. Natürlich ließ der zweite Stempel aus Namibia nicht lange auf sich warten, diesen holte ich mir 2011, als ich noch einmal für rund drei Monate zurück nach Namibia gegangen bin. Mittlerweile befinden sich meine beiden Namibia Stempel in guter Gesellschaft, denn es haben sich in der Zwischenzeit auch Stempel aus Südafrika und Swaziland dazugesellt.

Baumhaus in SüdafrikaWas ist die außergewöhnlichste Unterkunft in der du übernachtet hast?

In Südafrika habe ich in einem privaten Game Reserve in einem Baumhaus übernachtet. Dies war mit Sicherheit die außergewöhnlichste Unterkunft, in der ich je übernachtet habe. Das „Häuschen“ war individuell in einen Baum gebaut und nur über eine schmale Treppe zu erreichen. Die Wände waren teilweise aus dünnem Holz, teilweise nur aus Zeltstoff oder Fliegennetzen. Es war ein unvergessliches Gefühl im Bett zu liegen und sich zu überlegen, welches Tier wohl gerade das Rascheln unten am Wasserloch verursacht. Als wir das Brüllen der Löwen hörten, waren wir froh, dass diese in einem anderen – durch einen Zaun abgetrennten – Wildreservat lebten!

Welches war das beste Getränk, das du im Ausland probiert hast?

Mein Lieblingsgetränk aus Südafrika und Namibia ist ganz klar der Cider Savanna. Ich war begeistert, als ich diesen auch während meines Auslandssemesters in Sunderland in einem Supermarkt entdeckt habe. Als wir dort die Aufgabe bekamen, ein Marketingkonzept für ein Getränk zu erstellen, musste ich nicht lange überlegen. Es wurde ein Konzept zur Einführung Savannas in Deutschland entwickelt. Dieses wurde zwar nicht umgesetzt, aber ich habe mich trotzdem gefreut, als ich Savanna vor einigen Wochen in Hamburg im Supermarkt gefunden habe. Offenbar hat Savanna nicht nur mich begeistert.

Was ist das außergewöhnlichste, dass du je unterwegs gegessen hast?

Das außergewöhnlichste, was ich je gegessen habe, waren fangfrische Austern auf einer Bootstour in Walvis Bay. Die erste Auster hat mich wirklich große Überwindung gekostet, zumal ich Sie nicht direkt vor den anderen Bootsgästen wieder ausspucken wollte. Aber mit Zitrone und Tabasco schmeckt man eigentlich gar nichts und ich habe gleich noch ein paar gegessen. Unser Kapitän meinte zwar, dass Sie pur am besten schmecken, aber das habe ich dann doch nicht ausprobiert.

Hast du schon einmal einen Kulturschock erlitten?

Einen wirklichen Kulturschock habe ich eigentlich noch nie erlitten. Während meiner Arbeitszeit in Namibia habe ich jedoch festgestellt, dass die Uhren dort wirklich anders ticken. Das Motto „Die Afrikaner haben die Zeit erfunden, die Deutschen die Uhr“, trifft dort häufig zu. Es war für mich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, dass man manchmal eine Woche auf Antworten per Email wartet, aber auch daran kann man sich gewöhnen und seinen Tag dementsprechend strukturieren. Zurück in Deutschland muss man sich nur schnell wieder umgewöhnen.

Elefant in SüdafrikaWelche Begegnung mit einem Tier hat dich am meisten beeindruckt?

Auf meiner Campingsafari durch Namibia habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Elefanten in freier Wildbahn gesehen. Ich werde nie den Moment vergessen, als wir durch einen Canyon gefahren und um eine Ecke gebogen sind und ich meinen ersten Elefantenbullen sah. Von unserem Auto ließ er sich nicht stören, sondern fraß gemächlich weiter. Es war faszinierend diese riesigen Tiere zu beobachten, die trotz Ihrer Größe so geschickt und neugierig sind. Mit einfachen Wasserlöchern geben Sie sich übrigens nicht zufrieden. Wenn die Möglichkeit besteht, besuchen Sie auch gerne Campingplätze und trinken frisches Wasser aus den Duschen; echte Feinschmecker halt.

Wohin wirst du als nächstes reisen?

Meinen nächsten Kurzurlaub werde ich in Italiens Hauptstadt Rom verbringen. Meine nächste Fernreise wird mich definitiv wieder auf den afrikanischen Kontinent führen. Nachdem ich bereits den Nordosten Südafrikas kennengelernt habe, möchte ich nun auf Entdeckungsreise in der Kapregion gehen. Hier möchte ich mir auf jeden Fall Kapstadt, die Weinregion und die Gegend rund um Oudtshoorn und Knysna ansehen, aber auch eine Safari im Addo Elephant Park und ein Besuch einer Safari Lodge sollen auf dem Programm stehen.

Hast du schon einmal im Ausland gearbeitet?

Ich habe zweimal rund drei Monate in Namibia gearbeitet. Durch diese längeren Aufenthalte und bedingt durch die Tatsache, dass ich bei einer dort ansässigen Familie gewohnt habe, konnte ich Land und Leute besonders gut kennenlernen. Nicht nur die Arbeitsweise in Namibia, sondern auch das Familienleben und die Verhaltensweisen der Namibier sind mir so nahgekommen. Ich würde jedem empfehlen, eine solche Chance zu ergreifen, denn ich habe es nie bereut, sondern vielmehr ein zweites zu Hause gefunden.


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Ein Kommentar
A. Köhler, 15. September 2012, 20:21 Uhr

Ich habe es selbst erlebt: das Motto der Zweit-Familie trifft voll und ganz zu : Du kommst als Fremder und gehst als Freund. Wunderbar; jeder sollte es einfach mal ausprobieren

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