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Safari nach Südkenia

30 April 2013

„Safari“ ist Swahili und bedeutet schlicht „Reise“. Saskias Reise führte Sie Anfang Juli 2012 in den Süden Kenias um neue Kenia-Bausteine auszuprobieren. Sie kam morgens früh in Mombasa an – und hier begann ihr Safari Abenteuer in Südkenia…

Das Fort Jesus in Mombasa

Das Fort Jesus in Mombasa

Safari im Tsavo Ost Nationalpark

Nachdem wir uns auf unserem Zimmer frisch gemacht und noch etwas ausgeruht hatten, ging es auf eine Stadtführung durch Mombasa. Unser Guide Alfred war sehr nett und wusste alles über die Stadt, die durch afrikanische und arabische Einflüsse einen ganz interessanten Charme versprüht. Ein Besuch der Märkte und des Wahrzeichens der Stadt, der Festung Fort Jesus, durfte natürlich nicht fehlen. Dank der Klimaanlage konnten wir zurück im Hotel auch sofort in einen tiefen Schlaf sinken, der bis zum nächsten Morgen dauerte.

Nach dem Frühstück ging es dann auf unsere 8-tägige Safari. Zuerst fuhren wir zum Tsavo Ost Nationalpark.

Die leuchtend rote Erde erklärt dann auch das Phänomen der „roten“ Elefanten. Diese bespritzen sich mit der Erde um einen Schutz vor der Sonne zu haben. Der Park hat mitunter eine der höchsten Tierpopulationen des Landes. Teilweise ist es jedoch schwierig kleiner Tiere und Raubkatzen zwischen den vielen Sträuchern zu entdecken.

Elefant im Camp in Tsavo Ost

Elefant im Camp in Tsavo Ost

Unser Tented Camp war jedoch wirklich schön. Unser Zelt bot freie Sicht auf das Wasserloch, in das regelmäßig immer etwas Wasser gepumpt wird. Vor allem während der Trockenzeiten danken es die Tiere und scharen sich um das Loch. Beim Essen einer Elefantenherde beim Baden und trinken zuzusehen ist einfach herrlich!

Der Amboseli Nationalpark

Als nächstes ging es zum Amboseli Nationalpark. Die Wege in Kenia sind sehr lang und staubig, aber es gibt immer viel zu entdecken. Ob es Massai sind, die Ihre Herden hüten, traditionelle Dörfer oder die stetig wechselnde Landschaft, langweilig wird einem im Auto nicht. Beim Wort Amboseli denken wohl die meisten an Elefanten vor dem schneebedeckten Gipfel des Kilimanjaro und tatsächlich sieht man diese Szenerie. Die Elefantenpopulation ist sehr hoch, daher ist es nicht schwer die sanften Dickhäuter zu entdecken und zu beobachten. Der Park hat eine riesige offene Fläche wo weder Bäume noch Sträucher stehen, somit ist es leicht Tiere, auch auf etwas weitere Entfernung, zu entdecken. Das Highlight sahen wir jedoch bei der Pirschfahrt vorm Frühstück am nächsten Morgen.

Löwe im Amboseli Nationalpark

Löwe im Amboseli Nationalpark

Wir trafen einheimische Ranger und auf einmal gab unser Guide richtig Gas. Wir fegten über die staubige Straße und wunderten uns, was die Ranger wohl gesehen haben. Dann sahen wir sie…direkt an der Straße aß ein Löwe gerade genüsslich sein Gnu, während 2 Löwinnen mit 6 Jungen anscheinend schon gegessen hatten und noch etwas mit den circa 20 umherstehenden Hyänen spielten, die darauf warteten, dass der Löwe endlich die Reste des Gnus freigab. Vor allem die Geräusche, die die Hyänen dabei machten, waren absolut faszinierend. Wir blieben lange bei diesem Szenario stehen. Beim anschließenden Frühstück im Camp konnten wir herzhaft zubeißen. Wir mussten zum Glück nicht warten, bis das Essen freigegeben wurde.

 

Im Tsavo West Nationalpark

Die Landschaft im Tsavo West hat mir am besten gefallen. Lavaströme, Berge, Felsen und weite Savanne – dieser Park bietet sehr viel Abwechslung. Unser Tented Camp im Lumo Reservat, unserer nächsten Station, lag auf einem Hügel und hat somit ebenfalls einen unvergleichlichen Ausblick über das weite afrikanische Land.

Zum Schluss unserer Safari blieben wir noch zwei Nächte auf der Rukinga Ranch. Dieses private Wildtierreservat hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tiere vor Wilderern zu schützen und Wege zu finden wie die Bevölkerung und die Tiere friedlich nebeneinander leben können. Viele Schulklassen und Studenten besuchen die Farm um bei Projekten mitzuhelfen und die Ranger bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Das Gästehaus hat nur vier Zimmer. Somit entsteht von Anfang an eine gemütliche und familiäre Atmosphäre, was auch an den sehr netten und freundlichen Mitarbeitern liegt. Wir wären gerne noch länger geblieben. Manche finden 8 Tage Safari ist zu lang, aber dadurch, dass man jeden oder jeden zweiten Tag woanders ist, wurde uns nicht langweilig. 

Mida Eco Camp

Mida Eco Camp

Die zweite Woche ging es an die Küste. Dabei war vor allem das Mida Creek Eco Camp ein Highlight. Der Mida Creek ist ein Flussarm des Indischen Ozeans und somit gibt es auch dort Ebbe und Flut. Das Camp liegt auf dem Weg zwischen Mombasa und Malindi und wird von den ortsansässigen Giriama geführt. Dieses kleine Küstenvolk hat sich seine ursprüngliche Lebensform zum Großteil erhalten. Die Übernachtung im Giriama Hut war wirklich ein Erlebnis. Dieses wurde nach der traditionellen Bauweise der Giriama erbaut, war relativ dunkel aber dafür kühl. Die Matratze lag auf einem Holzpodest etwas erhöht. Somit brauchte man auch keine Angst vor ungebetenen Gästen zu haben. In der Nähe des Camps liegen die Gedi Ruinen. Diese stammen aus dem 17. Jahrhundert und zeugen von einer reichen und entwickelten Gesellschaft, die damals schon an der Küste Kenias lebte. Wir fuhren zuerst mit einem traditionellen Boot ans andere Ufer und danach liefen wir noch eine Weile durch kleine Dörfer und an Feldern und Ziegen vorbei bis zu den Ruinen. Es war sehr heiß an dem Tag aber die Tour hat sich wirklich gelohnt. Unser Guide Alfas wusste zudem viele interessante Dinge über die Ruinen und die damalige Lebensweise.

Die zwei Wochen gingen viel zu schnell vorbei. Dies war meine zweite Reise nach Kenia, aber sicher nicht meine letzte!

Wenn auch Sie nach Kenia reisen möchten, schauen Sie sich gerne unsere Kombi-Reise Tansania-Kenia als Rundreise an.


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