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Roadtrip über den Highway 1 in Baja California

von Mehr Verena Huhn Produkt- und Projektmanager

7 März 2018

Wer kennt ihn nicht? Den bekannten Song Hotel California von den Eagles? „On a dark desert highway – Cool wind in my hair…“ Auf dem langen Wüstenhighway waren wir im Sommer unterwegs. Wir: meine Schwester und ich. Doch der kühle Wind – den gibt es wohl nur in den Herbst- und Wintermonaten. Im Juli waren wir davon weit entfernt.

Bei uns waren es regelmäßig über 34° Celsius und wir waren dankbar für die Klimaanlage im Auto. Bei diesem handelte es sich um einen Dodge SUV. Wir hatten länger darüber nachgedacht, ob wir uns das große – und teurere – Auto leisten wollten. Letztendlich waren wir froh, dass die Kollegen uns dazu geraten haben.

Unser Auto auf dem Wüstenhighway

Ja, wir waren auf dem Highway Nr. 1 unterwegs. Und in Deutschland wäre es undenkbar, dass die größte Straße zwischen Nord und Süd teilweise nur einspurig – und in Baustellenstrecken unasphaltiert verläuft. Doch in Baja California ist genau das der Fall.

Wie war es also über den Highway Nr. 1 zu reisen?

Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt je nach Streckenabschnitt zwischen 50 und 100 km/h. Und es geht bei einem Roadtrip ja auch nicht darum, möglichst schnell von A nach B zu kommen, sondern darum, die Landschaft zu genießen, Stopps einzulegen und sich Zeit zu nehmen. Und genau darauf waren wir vorbereitet – inklusive langer Musik-Playlist, auf der Hotel California natürlich auch vertreten war.

Und so machten wir uns auf den Weg! Zu Beginn zog sich die schwarz-asphaltierte Straße schnurgerade durch die Wüstenlandschaft. Ein Farbspiel aus Braun-, Gelb-, Beige- und Rot-Tönen – unterbrochen durch Kakteen und Felsformationen. Und am Horizont ein klarer blauer Himmel.

An diesem Tag kamen wir durch kleinere und auch größere Städtchen, deren Häuser fast immer direkt an der Straße lagen – als wäre der Highway Nr.1. die Lebensader, die alles am Leben erhält. Und so ist es vermutlich auch: Es gibt außer dem Highway 1 kaum asphaltierte Straßen außerhalb der Städte in der Baja und alles und jeder, der von Nord nach Süd oder umgekehrt möchte, nutzt diesen Highway.

Natürlich hatten wir vor dem Losfahren darauf geachtet, genügend Wasser dabei zu haben und einen vollen Tank – doch auch wir freuten uns die kleinen Ortschaften am Horizont auftauchen zu sehen. Noch mehr freuten wir uns, dass wir nach stundenlanger Fahrt durch die Wüste an die Küste kamen und sich vor uns das kristallblaue Meer erstreckte.

Nach stundenlanger Fahrt kamen wir ans kristallblaue Meer

Wir überlegten nicht lange und machten einen kurzen Abstecher, um die Füße ins kühle Nass zu halten. Das war zumindest der Plan! Dass auch das Wasser in einer Bucht bei Außentemperaturen von mittlerweile fast 40° nicht kühl und erfrischend sein würde, hätten wir uns denken können. Als weiteren Indiz hätten wir die Mexikaner nehmen können, die ihre Sonnenschirme direkt ins Wasser gestellt hatten und im Meer im Schatten saßen und picknickten. Obwohl das Wasser also nicht kühl war, war es gut sich mal die Füße zu vertreten!

Es gab Stunden, in denen wir nur wenige andere Autos sahen und dann wiederum fuhren wir meilenweit hinter einem großen Sattelschlepper her. Weitere Erkenntnisse unserer Reise waren, dass Wüste nicht gleich Wüste ist. Die Farben der Erde verändern sich ebenso wie die Art der Kakteen, die an den verschiedenen Stellen wachsen.

Im nördlichen Baja Sur beherrschen gewaltige Bergketten die Landschaft, weiter im Süden flache Steppen. Unsere Reise führte uns zu kleinen Missionen, die natürlich strategisch an den Orten gebaut wurden, an denen es Wasser gibt. Und so erstreckten sich palmengesäumte Flüsse durch die Wüste.

Berglandschaften, Palmen und Flüsse

Von vorherigen Reisen wussten wir, dass die mexikanischen Orte immer sehr farbenfroh sind. Jedes Gebäude erstrahlt in einer anderen Farbe und bunte Fahnen wehen im Wind. Uns kam der Gedanke, dass dies vielleicht nicht nur deswegen der Fall ist, weil es schön ist, sondern auch, weil dadurch der Kontrast zwischen Landschaft und Stadt noch größer ist?

Mexikanische Orte sind oft sehr farbenfroh gestaltet

So kam es uns auf alle Fälle vor als wir gegen Ende der Reise nach Todos Santos kamen. Und hier entdeckten wir dann auch das Hotel California, welches uns musikalisch bereits die gesamte Reise begleitet hatte. Im Gegensatz zum Lied konnten wir es nach einer kleinen Stärkung allerdings unbeschadet wieder verlassen!

Unser Reise durch Baja California stand unter dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Und auf dem Highway Nr. 1 haben wir dieses Ziel ganz klar erreicht! 

Haben auch Sie Lust Ihren Roadtrip durch Baja California zu planen? Dann können wir die Rundreise Entlang von Kakteen, Wüsten & einsamen Buchten wärmstens – oder wenn wir an unsere Reisetemperaturen denken – heißestens empfehlen! Schauen Sie sich gerne unsere Rundreisen an.


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