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Gast- und kinderfreundliche Restaurants in Florida – Meine Tipps und Empfehlungen

von Mehr Johanna Staacks Reisespezialistin Familienreisen

2 August 2018

Essen, vor allem gutes Essen, ist Lebensfreude. Davon bin ich fest überzeugt. Ein Land und eine Region wie ein Einheimischer zu „erschmecken“, macht mir im Urlaub immer am meisten Spaß. So lerne ich am liebsten Land und Leute kennen! Da ich obendrein ungern als Urlauber entlarvt werde, bewege ich mich vor Ort möglichst wie ein „local“ und versuche authentische Restaurants zu suchen, die auch von der lokalen Bevölkerung frequentiert werden. Als Mutter eines kleinen Sohnes habe ich bei jedem Restaurantbesuch auch ein ganz besonderes Augenmerk auf die Kinderfreundlichkeit, selbst wenn ich ohne Kind unterwegs bin. Auf ging es also nach Florida – zwei Wochen mit dem Mietwagen von der Atlantikküste an die Golfküste und durch die Everglades bis runter nach Key West.

Unterwegs mit dem Mietwagen

Unterwegs mit dem Mietwagen

Ich habe schon einige Jahre in den USA gelebt und einige Regionen durch Urlaube kennengelernt. Florida allerdings, war für mich (fast) komplett neu. Ganz nach dem Motto „If you fail to plan, you plan to fail“ habe ich in Vorbereitung auf meine Reise viel im Internet recherchiert und mir auf diversen Portalen viele Restaurantbewertungen durchgelesen. Nun sind Geschmäcker ja verschieden, daher kann ich im Folgenden nur auf meine ganz persönliche Erfahrung und auf meinen ganz persönlichen Geschmack eingehen.

Was ich auf jeden Fall sagen kann: nirgendwo, in keinem Restaurant in Florida, habe ich während der vergangenen zwei Wochen schlecht gegessen! Das Servicepersonal war in jedem Restaurant gastfreundlich, bemüht und auf Zack.

Hier sind meine Highlights an den Stationen, die ich erlebt habe:

Cocoa Beach

An der Atlantikküste wehte mir die salzige Meeresluft um die Nase und das bedeutete für mich sofort: Urlaubsfeeling pur! Was lag da näher, als Fisch zu essen. Auf also zum „Sunrise Diner“, einem kleinen, typisch amerikanischen Diner. Dort habe ich hausgemachte und butterzarte Calamari probiert und frisch frittierten, köstlichen „Grouper“, also Zackenbarsch, gekostet. In zwei Tagen war ich dort dreimal essen (Frühstück und Abendessen). So lecker war es. Das Preis-Leistungsverhältnis ist unschlagbar und wenn man zwischen den Küchenzeiten hinfährt, bekommt man zum Hauptgericht auch noch ein Dessert gratis dazu.

Frische Calamari

Frische Calamari

 

Das Sunrise Diner in Cocoa Beach

Das Sunrise Diner in Cocoa Beach

Crystal River

Crystal River habe ich als ganz bezauberndes, typisch amerikanisches Kleinstädtchen kennengelernt. Dazu passte für mich ein richtiges BBQ, wie es in den kleinen Dörfern sehr beliebt ist. Zum Abendessen habe ich also das „Hardwood Smokehouse“ angesteuert. Schon auf dem Parkplatz des Restaurants kam mir der leckere, rauchige Holzduft des Grills entgegen und mir lief das Wasser im Mund zusammen. Die Portion mit zartem Pulled Pork, würzigem „Brisket“ (Rinderbrust) und selbstgemachtem „Coleslaw“ (Weißkohlsalat) habe ich kaum geschafft und habe den Rest des köstlichen Essens einfach für den nächsten Tag mit ins Hotel genommen.

Ein leckeres und typisch amerikanisches BBQ

Ein leckeres und typisch amerikanisches BBQ

Mein zweites Abendessen in Crystal River war bei „Charlie’s Fish House“. Dort gibt es, wie der Name schon vermuten lässt, fangfrischen Fisch in einer sehr lockeren Atmosphäre. Die Auswahl und der Geschmack sind großartig. Damit ich möglichst viel probieren konnte, habe ich einfach mehrere Vorspeisen bestellt. Für Kinder gibt es hier sogar ein „Little Captain‘s Menu“, was ich sehr positiv finde, wenn man mit Kindern unterwegs ist.

Viel, fangfrischer Fisch in „Charlie’s Fish House“

Viel, fangfrischer Fisch in „Charlie’s Fish House“

 

Das „Little Captain’s Menu“ im Charlie’s Fish House

Das „Little Captain’s Menu“ im Charlie’s Fish House

St. Petersburg

Nach ein paar Tagen am wunderschönen und lebhaften Strand von St. Pete Beach wollte ich mir die Stadt anschauen und ein bisschen Kultur genießen. Bei meinem Bummel durch das interessante und sehr bunte, farbenfrohe „Arts District“ Viertel habe ich dann einen sehr erfrischenden Snack, passend bei den heißen Temperaturen in Florida, gefunden: Eis am Stiel im „Hyppo“ auf der Central Avenue. Dort hatte ich die Qual der Wahl zwischen 50 verschiedenen Sorten Eis am Stiel. Alles hausgemachte, kreative und sehr köstlich klingende Kompositionen. Entschieden habe ich mich für „Blueberry, Lavender Lemonade“, eine Art Wassereis mit den Geschmäckern von Blaubeeren, Lavendel und Limonade – herrlich erfrischend!

Erfrischendes Eis am Stiel im „The Hyppo“

Erfrischendes Eis am Stiel im „The Hyppo“

Naples

Bevor es für mich in die eindrucksvollen Everglades ging, habe ich eine Nacht im bezaubernden Örtchen Naples verbracht. Privat bin ich ein großer Liebhaber der mexikanischen Küche und so habe ich dort nach einem möglichst authentischen Restaurant gesucht…und es gefunden „Taqueria San Julian 2“. Auf den ersten Blick ist es ganz unscheinbar. So sehr, dass ich fast daran vorbei gefahren wäre. Einmal gefunden, ging ich in das kleine, lebhafte Restaurant am Straßenrand – und war gefühlt mitten in Mexiko! Authentisch, quirlig und gastfreundlich, so würde ich meinen ersten Eindruck beschreiben. Gerichte gab es nur zwei: Taccos oder Quesadillas mit der gewünschten Füllung von Gemüse, Fleisch oder Fisch. Nach meinem ersten, genüsslichen Bissen in die frische Quesadilla habe ich gewusst: das ist das beste mexikanische Essen, das ich je erlebt habe!

Ein authentisches Stückchen Mexiko in Naples

Ein authentisches Stückchen Mexiko in Naples

Key West

Key West versprüht, als südlichster Punkt der kontinentalen USA, ein gepflegtes und karibisches Flair. Der Ort ist sehr touristisch und es ist immer viel los. Da ich die klassischen Touristenecken meiden wollte, habe ich zum Abendessen ein Restaurant am Ortseingang, fußläufig von meinem Hotel, ausgesucht, das „Hurricane Hole“. Die tolle Lage an einer kleinen Marina und den angrenzende Spielplatz für die Kinder (dieser gehört zum Restaurant) fand ich auf Anhieb nicht nur praktisch sondern auch gemütlich. So können Eltern auch mal entspannt ihr Abendessen genießen, während sich die Kinder austoben. Beim Blick durchs Restaurant und auf die Speisekarte habe ich direkt gemerkt: hier gehen viele Einheimische essen. Auf der Tageskarte gibt es den „Fischfang des Tages“ in verschiedenen, leckeren Kombinationen. Wieder einmal war das Essen so köstlich und so üppig, dass ich mir den Rest für den Folgetag hab einpacken lassen.

Einfach mal nach einem „to-go“ Behälter fragen und den Rest des Essens mitnehmen!

Einfach mal nach einem „to-go“ Behälter fragen und den Rest des Essens mitnehmen!

Marathon

Wenn man, wie ich, von Key West bis nach Key Largo fährt, dann kann sich die Strecke in der heißen Sonne Floridas schon einmal ziehen. Nach einer Stunde Fahrt über den magischen Panorama-Highway #1, der alle Key Inseln mit Brücken über das türkisblaue Meer verbindet, brauchte ich eine Pause.

Auf einer der etwas bekannteren Key Inseln, Marathon (berühmt für das Schildkröten-Krankenhaus), habe ich bei „Burdine’s Waterfront Chiki Tiki“ Halt gemacht. Da das Restaurant etwas versteckt liegt, musste ich einmal kurz nach dem Weg fragen. Der freundliche Herr am Straßenrand hat mir auch direkt einen Tipp mitgegeben: ich solle doch unbedingt die „French Fries“ mit der Spezialwürzmischung probieren. Gesagt getan. An meinem gemütlichen Tisch auf der hübschen Holzterrasse direkt am Wasser stapelten sich nun ein Teller mit duftenden French Fries und dazu ein phantastisch aussehendes, sehr großes „Tuna Melt“ Sandwich (ein Tunfischsandwich mit geschmolzenem Käse). Die French Fries waren, wie von dem netten Herrn am Straßenrand angepriesen, sehr, sehr lecker. Das Gewürz war eine Mischung aus salzig und scharf und die Portion groß genug für drei Personen. Auch das Tuna Melt Sandwich war spektakulär. Tunfisch kenne ich eigentlich nur aus der Dose. Hier war der Fisch frisch gefangen, gekocht und dann in kleine Stücke gezupft und mit Marinade zubereitet worden. Das ganze im warm-getoasteten Brot mit geschmolzenem Käse – eine Geschmacksexplosion.

Homestead

Eine Sache, die ich auf jeden Fall vermeiden wollte, war das überteuerte Fast-Food am Flughafen von Miami. Daher hatte ich mir vorgenommen, unterwegs von Key Largo zum Flughafen im kleinen Örtchen Homestead eine kurze Pause zu machen und in einem lokalen Restaurant Essen mitzunehmen. Spontan habe ich dann das „Chefs on the Run“ ausgesucht. Einfach weil ich den Namen so einfallsreich und witzig fand. Sobald ich das Restaurant betreten hatte, befand ich mich (gefühlt) mitten in der Karibik! Auf der Speisekarte fand ich dann alle meine Leibgerichte aus vergangenen Urlauben, die hier in einer fröhlichen und authentisch-karibischen Atmosphäre serviert wurden. Bestens ausgestattet und sehr glücklich fuhr ich dann mit meiner duftenden Portion gestampfter Kochbananen und Hühnchen mit Reis und Bohnen zum Flughafen. Die neidischen Blicke der anderen Passagiere am Flughafen habe ich gekonnt links liegen gelassen.

American Diner

Typisch, amerikanische Diner gibt es in jedem Ort in Florida, auf dem Land noch häufiger als in der Stadt. Allgemein ist schneller, aufmerksamer Service ohne viel „Tamtam“, einfache, schlichte Einrichtung ohne „Schnickschnack“ und leckeres, frisches Essen zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. Solche Restaurants sind immer eine sichere Wahl, da sie hauptsächlich von der lokalen Bevölkerung aufgesucht werden. Hier wird echte (amerikanische) Hausmannskost serviert. Meistens recht simple Gerichte, die auch Kindern schmecken. Ich habe auf meiner Reise sehr viele solcher Diner ausprobiert und war immer, wirklich ausnahmslos, sehr positiv überrascht vom herzlichen Service, der großen Kinderfreundlichkeit und vom köstlichen Essen.

Das Essen war wirklich sehr gut

Das Essen war wirklich sehr gut

Das Urlaubsbudget schonen

Essen gehen mit der Familie im Urlaub, da kommt sehr schnell ein ordentliches Sümmchen zusammen. So habe ich mein Urlaubsbudget geschont:

• Die Portionen in amerikanischen Restaurants sind mitunter sehr groß. Sie können sich also gut eine volle Mahlzeit mit zwei Personen teilen.
• Um trotzdem viele verschiedene Gerichte zu kosten, habe ich oft einfach mehrere Vorspeisen bestellt. Dann sind die Portionen kleiner und man kann verschiedene Sachen probieren.
• Wenn dennoch etwas übrig geblieben ist, habe ich immer gefragt, ob man mir die Reste „to-go“ einpacken kann. Das ist in den USA viel üblicher als bei uns in Deutschland. Dort hat jedes kleine Restaurant Plastikbehälter, in denen man den Rest seines Essens mitnehmen kann. Für die nächste Mahlzeit einfach im Hotelzimmer in die Mikrowelle – fertig (und schon wieder einen Restaurantbesuch gespart)!
• (Kleine) Kinder essen in den USA oft kostenfrei, wenn ihre Eltern ein reguläres Essen bestellen – fragen Sie einfach mal nach!
• Durch die Zeitverschiebung war ich speziell in den ersten Tagen meiner Reise etwas „durcheinander“ mit den Essenszeiten. Das habe ich genutzt und bin einfach zwischen den Küchenzeiten (also z.B. 13 – 15 Uhr) zum „Late-Lunch-Special“ ins Diner. Dort habe ich zu einem super Preis einen leckeren Hauptgang mit einem kostenfreien Dessert genossen (und wieder was gespart).
• Die meisten Hotels, in denen ich war, hatten einen Kühlschrank und sogar eine Mikrowelle auf dem Zimmer. Mit ein bisschen Kreativität habe ich damit, nach einem Einkauf im Supermarkt gegenüber, ein leckeres Abendessen gezaubert. Milch für die Cornflakes zum Frühstück passt auch immer in den Kühlschrank.


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