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Meine Reiseerlebnisse auf Komodo – Indonesien

25 Juni 2013

Auf der Suche nach dem Drachen hat es Reisespezialistin Jessica nach Komodo und Rinca verschlagen. Die kleinen Sundainseln direkt vor Flores haben viel Natur zu bieten und hier kann man weltweit einzigartig die Komodowarane in freier Wildbahn beobachten. Wer wie Jessica das Abenteuer sucht ist in diesem Nationalpark genau richtig.

Eintritt in den Komodo Nationalpark

Willkommen im Komodo Nationalpark

Zwar urlaubsreif, aber nicht Willens meinen Indonesien Urlaub komplett am Strand zu verbringen – wenn ich schon um die halbe Welt fliege, möchte ich ja auch was erleben! – stieß ich bei der Planung meiner Indonesien Reise auf Bilder des Komodowarans, dem größten noch lebenden Reptil der Erde. Nicht wirklich hübsch, mit langen Krallen und einem speicheltriefenden (und tödlichen) Maul, aber auch selten und mit drei Metern Länge wirklich gigantisch. Außerdem hat er sich als Zuhause eine kleine Inselgruppe im Bereich der exotischen Sundainseln ausgesucht. Genau das richtige Abenteuer für mich. Also, auf zu neuen Reiseerlebnisse auf Komodo! So fand ich mich Wochen später gespannt wie ein Flitzebogen am Bootssteg des Komodo Nationalparks wieder, mit der großen Frage, ob wir auch wirklich auf Warane treffen werden.

Guide im Komodo Nationalpark

Unser Guide für die Wanderung

Es ist ja schließlich ein Nationalpark und kein Zoo. Mittlerweile wusste ich, dass die Warane nicht nur weltweit einmalig, sondern auch gefährlich sind, durch einen speziellen, tödlichen Bakteriencocktail im Speichel. Durch Bisse, die selbst gar nicht tödlich wären, werden Millionen von Bakterien in den Körper übertragen und die Überlebenschancen gehen gleich Null. Wenn die Komodowarane auf Beutezug sind, warten sie einfach bis ein geeignetes Opfer des Weges kommt. Ein Biss und das Schicksal ist besiegelt! Je nachdem wie stark der Biss ist, dauert es manchmal Tage bis das Opfer verendet und der Waran braucht nur der Spur zu folgen, um sich anschließend satt zu essen. Dabei macht der Waran auch keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier, wovon die hier wohnenden Einheimischen leider betroffen sind. Den Ruf der Natur folgend, und wenn mangels Toilette der Busch aufgesucht werden muss, haben bereits einige der hier lebenden Menschen mit dem Leben bezahlt. Entsprechend begann unsere Tour mit einer Einweisung durch den Guide.

Komodo Warane bei der Küche

Komodo Warane ganz nah

Wir erfuhren, dass die eher schwerfällig wirkenden Komodowarane Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 30 km/h erreichen können und – falls es eines der Tiere auf einen abgesehen haben sollte – man im ebenen Gelände am besten im Zikzak-Kurs entkommen kann oder man rettet sich auf einen Baum. Frauen mit Menstruation wurde empfohlen sich aus Sicherheitsgründen in der Nähe des Guides aufzuhalten, da die Warane mit ihrer empfindlichen Zunge über weite Entfernungen das Blut und generell ihre Opfer „riechen“ können.
Meine Sorge, keine Komodowarane zu treffen, hatte sich gleich bei Ankunft erledigt. Junge Warane, die mit Schwanz einem Meter groß waren, sonnten sich auf den Felsen und lugten auf uns herab. Ein Auge immer auf die Warane und das andere auf den Weg – und natürlich immer zum Sprint bereit… – gelangten wir zum Verwaltungsgebäude des Parks. Eine Küche gibt es hier ebenfalls und in der Hoffnung, dass einige Krümel abfallen, warteten hier einige Warane in allen Größen bequem auf Futter  und posierten für unsere Fotos. Anschließend führte uns eine hübsche Wanderung über die Inseln. Mit ein wenig Glück trifft man neben Warane auch auf wildlebende Büffel, Hirsche, Pferde und Affen. In der Trockenzeit, d.h. die Sommermonate von ca. Juni/Juli bis September/Oktober haben Sie bessere Chancen auf Sichtungen, dafür ist in den Monaten davor und danach die Landschaft üppiger und grüner.

Komodo Waran im Gras

Ein Waran auf der Insel Rinca

Während Komodo bewaldeter ist, führt die Tour auf Rinca über weite Grasflächen und das schönste Erlebnis war natürlich, als ein ausgewachsener Waran in freier Wildbahn unseren Weg kreuzte. Er blieb eine Weile stehen und witterte uns mit seiner Zunge, bevor er seinen Weg fortsetzte. Der Ausflug zu den indonesischen Drachen war absolut gelungen und ein großes Highlight meiner Reise! Ich kann mir durchaus vorstellen, nochmal hierher zurück zu kehren und dann werde ich meinen Aufenthalt mit einem Ausflug in die bunte und unter Tauchern beliebte Unterwasserwelt des Komodo-Nationalparks ergänzen. Komodowarane können ja übrigens auch schwimmen…


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