MENUMENU

Meine Reiseerlebnisse in Nicaragua

von Mehr Nikolai Ketterer Reisespezialist

5 Juli 2013

Nach dem vielen Grün in den Nationalparks Costa Ricas bietet ein mehrtägiger Ausflug nach Nicaragua eine willkommene Abwechslung auf Nikolais Reise. Erfahren Sie mehr über das Nachbarland und seine schönen Kolonialstädte:

Sympathisches Chaos am Grenzübergang

Ometepe Nicaragua

Aussicht während der Busfahrt nach Nicaragua

Nicaragua erreichte ich auf meiner eigenen Mittelamerika-Reise über die Grenzstadt Peñas Blancas im Süden des Landes. Wie an den meisten Grenzübergängen der Panamericana herrscht hier ein sympathisches Chaos. Mein Tipp: Halten Sie an der Grenze eine Flasche Wasser und ein paar Dollar bereit. Während Sie in der Schlange warten, werden Sie einige Händler ansprechen und Ihnen Snacks, Erfrischungstränke und vieles mehr anbieten. Auf der costa-ricanischen Seite wurde dann nach etwas Warten mein Reisepass gestempelt und ich lief ein paar hundert Meter Richtung Norden bis zur nicaraguanischen Zollkontrolle, wo der Reisepass erneut gestempelt wird. Wer diese Strecke mit seinem Reisegepäck nicht zu Fuß gehen möchte, kann sich natürlich auch eine Art Taxi nehmen.

 

Auf dem Weg nach San Juan del Sur

Was mir als Erstes aufgefallen war, ist die Tatsache, dass Englisch in Nicaragua deutlich weniger verbreitet war. So konnte hier endlich mein an der Uni erlerntes Spanisch ausprobieren und verbessern. Vor allem in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder an den Bushaltestellen wäre ich ohne diese Sprachkenntnisse aufgeschmissen.
Anschließend fuhr ich dann von der Grenze mit dem öffentlichen Bus nach San Juan del Sur an der Pazifikküste. Während der Busfahrt entlang des Nicaragua See konnte ich bereits den Blick auf die Insel Ometepe genießen, von der ich später noch berichten werde.

Wasserfall Ometepe

Wasserfall auf der Insel Ometepe

Angekommen in San Juan del Sur ging ich barfuß an den Strand und sah wie die orange leuchtende Sonne im Meer abtauchte. Am besten haben mir hier aber die umliegenden Strände der Region, allen voran Playa Maderas, gefallen. Doch weil ich noch einiges von Nicaragua sehen wollte, ging es nach ein paar Tagen mit den öffentlichen Bussen über Rivas weiter nach San Jorge. Von diesem kleinen Hafen-Ort fährt mehrmals täglich die Fähre nach Ometepe. Und diese Insel war für mich das absolute Highlight meiner Nicaragua-Reise. Allein die Form finde ich unheimlich faszinierend: zwei zusammengewachsene Vulkan-Berge ragen aus dem riesigen Nicaragua See heraus.

 

Vulkane in Ometepe

Ometepe habe ich als sehr ursprünglich empfunden, obwohl es mittlerweile einige Hotels auf der Insel gibt. Nach der ersten Übernachtung bei einer kleinen Unterkunft am Seeufer bin ich am zweiten Tag am Fuße des südlichen Vulkans, dem Volcán Maderas, gewandert. Ziel meiner Wanderung, auf der ich insgesamt maximal 5 andere Touristen traf, war ein von dichtem Grün umgebener, ca. 50 Meter hoher Wasserfall. Nach einem erfrischenden Bad und vielen Fotos machte ich mich wieder auf den Rückweg hinab zum Seeufer: auf einem Steg sitzend habe ich dann den Sonneuntergang und den Blick auf den nördlichen Vulkan von Ometepe genossen.

Grenada Nicaragua

Zu Besuch in der Kolonialstadt Grenada

Mit diesen wunderschönen Erlebnissen des Tages schlief ich ein und wurde ein paar Stunden später durch lautes Donnern und helle Blitze geweckt. Auf dem Weg zurück zum Hafen sah ich dann die Auswirkungen dieses tropischen Gewitters: der heftige Regen hatte in der Nacht eine Schlammlawine ausgelöst, die über etwa einhundert Meter die Straße bedeckte. Doch die Inselbewohner fanden auf die Schnelle die perfekte Lösung für dieses Problem: ok, das Gepäck mussten alle Insassen des Busses über das Geröllfeld selbst tragen, aber am Ende dieser Schlammlawine wartete bereits der nächste Bus, der uns das letzte Stück nach Altagracia brachte. Trotz dieses Hindernisses erreichte ich also die Fähre und konnte noch am selben Tag direkt nach Granada übersetzen.

 

Die Kolonialstadt Granada

Die Kolonialstadt Granada ist für viele Reisende, Sprachschüler und Austauschstudenten das wahre Highlight von Nicaragua. Gerade im Vergleich zu den costa-ricanischen Städten gibt es hier ein wirklich schönes Stadtzentrum, das ich gemütlich zu Fuß erkundete. Für einen Besuch der Alhambra fehlte mir leider die Zeit, denn am nächsten Morgen startete bereits mein Bus zurück nach Costa Rica.
Alles in allem hat mich Nicaragua in vielerlei Hinsicht beeindruckt. Vor allem die Freundlichkeit der sogenannten Nicas hat meinen Trip dorthin zu etwas besonderem gemacht.


Schlagwörter:

Bislang kein Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bei Erlebe Fernreisen seit:

Mein Reisetipp