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Meine Reise in Australien – Mit den Aborigines auf Tour

von Mehr Britta Henning Teamleiterin, Reisespezialistin

4 November 2013

Dieses Jahr habe ich eine Reise in Australiens „wilden Westen“ unternommen und unglaublich viel erlebt. Landschaftlich war die Tour wirklich ein tolles Erlebnis. Durch die Kimberley Region bin ich mit einer Gruppe gereist . Das war für mich als eingefleischte Individualistin erst gewöhnungsbedürftig, aber bereits am Ende des ersten Tages habe ich mir innerlich zu der Entscheidung gratuliert.

Unsere Belohnung für die Wanderung: Ein Bad bei den Edith Falls

Unsere Belohnung für die Wanderung: Ein Bad bei den Edith Falls

Die Allradstrecken zu den Wasserfällen waren teilweise sehr anspruchsvoll und ich wäre mir an mancher Stelle unsicher gewesen, ob man mit dem Auto die Furt wirklich durchqueren kann. Da die Flüsse aber von mächtigen Salzwasserkrokodilen bewohnt werden, möchte man auch nicht aussteigen und zu Fuß prüfen, wie der Untergrund ist. Wir haben wunderschöne Wanderungen unternommen, die nicht unbedingt anspruchsvoll an die Kondition waren, jedoch über Stock und Stein gingen. Teilweise mussten wir uns gegenseitig die Felsblöcke hochhelfen. Belohnt wurden alle Wanderungen mit einem Bad unter einem schönen Wasserfall oder in einer einsamen Schlucht.

Alle landschaftlich herausragenden Erlebnisse wurden jedoch noch übertroffen von dem Eindruck, den ich von der Kultur der Ureinwohner gewonnen habe. Der erste Eindruck in den Städten war nämlich heftig. Bettelnde Menschen unter Alkohol oder Drogeneinfluss in den Fußgängerzonen waren leider in Darwin und Katherine an der Tagesordnung. So hatte ich mir das nicht vorgestellt…
In der Nähe von Broome habe ich dann mehrere Tage in einem von einer Aborigine Familie geführten Wilderness Camp verbracht.

selbst gefangene Fische über dem Feuer

Unser selbst gefangener Fisch zum Lunch…

Wir wurden mit einer Räucherzeremonie willkommen geheißen und haben den Abend mit Geschichten am Lagerfeuer verbracht. Es wurde viel gelacht, aber es gab auch ernste Momente, und ich habe besser verstanden warum so viele Ureinwohner den Kontakt zu Ihrer alten Kultur verloren haben, ohne in der neuen Kultur Fuß fassen zu können. Die Nacht haben wir in einem Safari Zelt verbracht. Man konnte die Seitenteile so öffnen, dass Moskitos und Krabbeltiere ausgesperrt bleiben, aber der Blick bis zum Waldrand frei war. Kängurus hüpften am Zelt vorbei und ein paar Rinder, die mittlerweile verwildert dort leben.
Morgens sind wir dann zum Fluss gewandert und haben uns darin geübt auf traditionelle Art mit Netz und Speer Fische oder Krebse zu fangen. Herrje… haben wir uns ungeschickt angestellt. Dennoch hat es für eine Mahlzeit gereicht.

Außerdem haben wir gelernt, wie man Trinkwasser finden kann, wo wir gar keins vermutet hätten, und dass der Ruf eines Vogels vor der nahenden Flut warnt.

"Bird Flower"

„Bird Flower“

Sehr aufregend wurde es, als es hieß, wir würden gleich einem Vogel den Kopf abreißen und diesen dann aussaugen…. Konnte das ernst gemeint sein?! Nevilles Pokerface war nichts anderes zu entnehmen und immerhin gelten die dicken weißen Maden auch als „bush tucker“ (Busch-Mahlzeit), entsprechend nervös war ich.

Der Vogel entpuppte sich dann zum Glück als leckere Blüte an einem Strauch, zu dem eine Geschichte gehört, mit der die Kinder erzogen werden, nicht gierig zu sein und mit anderen zu teilen.

Überhaupt war es toll, den Geschichten zu lauschen und sich dabei vorzustellen, dass diese Geschichten seit vielen tausend Jahren von Generation zu Generation weitergegeben werden.


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2 Kommentare
carmen karg, 21. November 2013, 12:01 Uhr

Hallo,
wir wollen nächstes Jahr nach Australien, dein Bericht klingt super.
Kann man diese Gruppenreise in eine Individualreise integrieren und wo kann man diese buchen ?
Carmen
vom Fernweh beherrscht

Britta, 22. November 2013, 12:26 Uhr

Hallo Carmen,

danke für Ihren Kommenar.
Toll,dass mein Bereicht Ihr Interesse geweckt hat. Gerne erstelle ich Ihnen ein Angebot für die Tour. Wir haben Sie aktuell noch nicht auf der Webseite, aber arbeiten dran.
Schicken Sie mir doch bitte einfach eine Email, am besten gleich mit Telefonnummer.
Ich freue mich, wenn ich noch ein bisschen von meiner Reise erzählen kann 😉
Viele Grüße

Britta Henning
Reisespezialistin Australien

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