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Rajasthan – bunter, lauter, intensiver und lebhafter

von Mehr Mark Aserian Supervisor, Reisespezialist

17 Juni 2016

Unser Kollege Mark, der bei erlebe eines unserer Asien-Teams leitet, war selbst wieder unterwegs. Dieses Mal in Indien. Wie Sie seinen Erzählungen entnehmen können, hat ihn besonders Rajasthan berührt.

Die Zeit läuft langsamer in Rajasthan

Die Zeit läuft langsamer in Rajasthan

Rajasthan… weite Ebenen, karge Landschaften – hier dominieren graue und braune Pastelltöne; hier wehen aber auch farbenfrohe Saris im Wind, der üppige Schmuck der Frauen funkelt im Sonnenlicht und die bunten Turbane der Männer wirken wie Tupfer in der Landschaft.

Soziale Interaktion ist in Indien sehr wichtig

Soziale Interaktion ist in Indien sehr wichtig

Rajasthan… hier thronen beeindruckende Festungen über alten Städten, ein Zeugnis der bewegten Vergangenheit, wo muslimische Mogulherrscher mit den aufstrebenden Maharajas um die Territorien rangen. Mogularchitektur und Hinduistische Architektur verschmelzen hier zu einem interessanten Mix und an den alten Havelis (Kaufmannshäuser) mit kunstvoll verzierten Sandsteinfassaden kann man sich kaum satt sehen.

Ein altes Haveli: Die Faszination liegt im Detail

Ein altes Haveli: Die Faszination liegt im Detail

Rajasthan… hier zuckeln heilige Kühe durch enge Gassen und Dromedare stehen stoisch am Straßenrand. Auf Märkten wechseln sich Stapel bunter Stoffe und Vitrinen mit edlem Silber-Schmuck mit exotischen Gewürzen und dem Gemüse der Saison ab. Und nicht zuletzt die abendlichen Gebetsrufe der Muezzine geben mir das Gefühl, ich befände mich in einem Märchen aus 1001 Nacht…

Dromedare als Zugtiere sind in Rajasthan allgegenwärtig

Dromedare als Zugtiere sind in Rajasthan allgegenwärtig

 

Bunte Stoffe - auch hierfür ist Rajasthan bekannt

Bunte Stoffe – auch hierfür ist Rajasthan bekannt

Indien hat mich also mal wieder fest in seinem Griff. Unaufhörlich prasseln die Eindrücke auf mich ein und alle meine Sinne werden auf das äußerste beansprucht. Hier ist alles bunter, lauter, intensiver und lebhafter – und doch geht eine gewisse Gelassenheit von den Indern aus. Ein Gefühl des Miteinanders. Genau diese Mischung macht den Reiz an Indien für mich aus.

Ein Masala Chai kann nicht schaden

Ein Masala Chai kann nicht schaden

 

Auch eine Fahrrad-Rikscha müssen wir natürlich mal ausprobieren!

Auch eine Fahrrad-Rikscha müssen wir natürlich mal ausprobieren!

Komfortabel werden wir von unserem Fahrer Raj (der Name ist natürlich nur reiner Zufall;-) durch die Weiten Rajasthans gefahren – dem größten indischen Bundesstaat und immerhin fast so groß wie Deutschland. Gelegentlich passieren wir Ortschaften, wo die Hektik des Verkehrs einen starken Kontrast zu den eher eintönigen Landschaften bildet. So reisen wir von Ort zu Ort, um diese Region Indiens zu erkunden.

Neugierige Kinder

Neugierige Kinder

Pushkar – hier beginnen wir unsere Reise. In dieser entspannten Stadt am gleichnamigen, heiligen Pushkar See liegt eine gewisse Spiritualität in der Luft. Dass in der ganzen Stadt kein Alkohol ausgeschenkt wird und es nur vegetarisches Essen gibt, trägt dazu bei. An den Ghats (Badestufen) am Seeufer verbringen wir viel Zeit und schauen dem Treiben der indischen Pilger zu. Frauen der untersten Kaste, der ‘Unantastbaren’, machen sich mit Reisigbesen daran, die Stufen vom Vogelkot und Kuhfladen zu befreien, streunende Hunde dösen in der milden Abendsonne und wir beobachten, wie die Sonne hinter den Ausläufern des uralten Aravalligebirges untergeht.

Der heilige Pushkar-See in der gleichnamigen Stadt

Der heilige Pushkar-See in der gleichnamigen Stadt

 

Eintracht zwischen Mensch und Tier in Pushkar

Eintracht zwischen Mensch und Tier in Pushkar

Weiter geht es nach Udaipur – die Aussicht auf den Pichhola See – mittendrin wie eine Insel der Lake Palace, ein ehemaliger Maharaja-Palast, macht diesen Ort so einzigartig; Die Abende haben wir immer am Gangaur Ghat ausklingen lassen, während die Wellen des Sees träge an das Ufer schwappen und sich die weiß-getünchten Gebäude im Abendlicht allmählich rosa färben. Familien mit Kindern flanieren am Ufer entlang und füttern die Tauben und junge Paare entfliehen dem strengen Blick der Eltern und erleben hier ein paar romantische Momente. Die vielen Dachterrassen der Hotels und Restaurants sind eine andere Möglichkeit, die tolle Aussicht auf die Stadt, den See und die umgebenden Berge in der kühlen Abendbrise zu genießen.

Das romantische Udaipur im Abendlicht

Das romantische Udaipur im Abendlicht

 

Abendlicher Ausblick auf den Pichola-See

Abendlicher Ausblick auf den Pichola-See

Wir fahren anschließend weiter nach Jodhpur, in die blaue Stadt. Hier thront das allgegenwärtige Merangarh Fort, riesig und uneinnehmbar, über dem Stadtzentrum. Der ungeheure Reichtum an detaillierten Schnitzereien und Verzierungen offenbart sich dem, der sich nah ran traut. Was mit einem vorzüglichen Audioguide (im Eintrittspreis inbegriffen) auch ein tolles Erlebnis wird. Prunkvolle Säle, üppig ausgestattete Gemächer, Innenhöfe, Balkone und Galerien fügen sich zu einem beeindruckenden Ganzen zusammen. Dies ist definitiv mein architektonisches Highlight in Rajasthan. Der Blick von der Festungsmauer auf das Blau der Häuser der Altstadt ist ein toller Abschluss.

Jodhpur mit dem mächtigen Merangarh Fort

Jodhpur mit dem mächtigen Merangarh Fort

 

Blick auf Jodhpur, die ‚blaue Stadt‘

Blick auf Jodhpur, die ‚blaue Stadt‘

 

Prachtvolle Innenhöfe im Merangarh Fort

Prachtvolle Innenhöfe im Merangarh Fort

Nun brechen wir auf nach Jaisalmer, eine ehemalige Zwischenstation für Karawanen, mitten in der Wüste Thar gelegen und nicht weit von der Grenze zu Pakistan. Dieser Ort scheint komplett aus Sandstein gebaut zu sein und die kühlen, schattige Gassen haben viel zu bieten. Während man stets darauf achten muss, nicht über das Kopfsteinpflaster zu stolpern oder in einen Kuhfladen zu treten, offenbaren sich uns hinter jeder Häuserecke immer wieder prächtige Havelis mit kunstvoll verzierten Sandstein-Fassaden.

Jaisalmer – Karawanenstadt in der Wüste Thar

Jaisalmer – Karawanenstadt in der Wüste Thar

 

Kunstvolle Fassade eines Haveli

Kunstvolle Fassade eines Haveli

Jaipur – die rosafarbene Stadt: hier war der Spaziergang durch die geschäftige Altstadt ein anstrengendes aber auch beeindruckendes Erlebnis – nicht umsonst gilt Jaipur als Shopping-Hauptstadt in Rajasthan. Der Ausflug zum nahegelegenen Amber Fort stellt einen starken Kontrast dar: diese weitläufige Anlage schmiegt sich zwischen die umgebenden Hügel mit luftigen Plätzen und tollen Aussichten von den Festungsmauern. Der Spiegelsaal des Palastes, marmorne Fassaden und üppige Wandmalereien haben uns sehr begeistert.

Das Amber Fort bei Jaipur

Das Amber Fort bei Jaipur

 

Der Spiegelsaal im Amber Fort

Der Spiegelsaal im Amber Fort

Rajasthan hat kulturell enorm viel zu bieten und stellt für Indien-Neulinge sicherlich einen guten Einstieg in die Vielfalt des indischen Kontinents dar. Eine Rundreise kann man sehr gut mit einem Aufenthalt in der indischen Hauptstadt Delhi und dem Besuch des Taj Mahal – eine der Hauptsehenswürdigkeiten Indiens – verbinden.


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