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Rafting im Wells Grey Nationalpark – Ein unvergessliches Abenteuer!

von Mehr Verena Zappe Reisespezialistin

15 September 2017

Reisespezialistin Verena war in Kanada unterwegs und hat beim Rafting im Wells Grey Nationalpark viele aufregende Momente erlebt. 

Rafting im Wells Grey Nationalpark – Ein unvergessliches Abenteuer!

8 Uhr morgens, Clearwater, Kanada.

Beim ersten Blick aus dem Fenster machte sich Ernüchterung breit. 7 Grad. Dauerregen.

Nicht unbedingt das perfekte Urlaubswetter, doch heute konnte nichts die Stimmung und Vorfreude trüben. Es stand ein Tag voller Abenteuer bevor, das wussten wir bereits. Wie abenteuerlich er wirklich werden würde – wir hatten keine Ahnung. Für den heutigen Tag hatten wir eine Rafting-Tour im Wells Grey Nationalpark auf dem Thompson River gebucht. Wir waren absolute Neulinge und demnach gleichermaßen voller Vorfreude, Abenteuerlust und Aufregung. Badesachen und Schuhe die nass werden dürfen, dies war die Packliste für den heutigen Tag.

Angekommen bei der Raftingagentur wurden wir mit einem Neoprenanzug, Schwimmweste, Helm, einem wasserdichten Pullover und einem Fleecepullover ausgestattet. Den würden wir brauchen sagten sie, das Wasser sei noch ziemlich kalt. So viel vorweg: sie hatten Recht.

Mit einem alten Schulbus – inklusive Anhänger mit 3 Schlauchbooten – fuhren wir ca. 30 Minuten zu der Stelle, an der es endlich losgehen sollte. Auf dem Weg dorthin erzählten uns die vier jungen Guides, dass der Fluss die letzten 2 Wochen für kommerzielles Rafting gesperrt war, da der Wasserstand zu hoch war und somit ein Rafting für Unerfahrene einfach zu gefährlich. Wir hatten also die schwierigsten Bedingungen auf dem Wasser, ein bisschen mehr und der Fluss würde wieder geschlossen werden. Offen gestanden überwog mittlerweile die Aufregung deutlich über Vorfreude und Abenteuerlust.

Auf unserem Weg zum Ausgangspunkt der Tour machten wir einen kurzen Halt an einer der Stellen, die besonders „aufregend“ seien. Einer der Guides sagte, wir sollen uns die Wellen genau ansehen, jetzt würden sie noch harmlos aussehen. Ehrlich gesagt sah diese Stromschnelle auch von oben alles andere als harmlos aus.

Blick von oben auf die Wellen

Endlich angekommen, warfen wir uns in unsere Kleidung und die Aufregung legte sich etwas, da wir schnell in die Boote stiegen. Der Fluss führte uns erst einmal in gemächlichem Tempo durch seine seichten Stellen und wir konnten uns vorerst einfach treiben lassen.

Wir hielten nach 5 Minuten Treiben am Flussufer an, verließen die Boote und machten eine „kleine Wanderung“. Nun, ich gehe wirklich gerne Wandern, aber Neoprenanzüge werden dabei wirklich nicht meine Lieblingskleidung. Nach 30 Minuten, teilweise doch recht beschwerlicher Wanderung, erreichten wir einen atemberaubenden Wasserfall.

Da wir heute auf Abenteuertour waren, reichte uns ein einfacher Blick auf den Wasserfall natürlich nicht und wir machten uns mit der ganzen Mannschaft auf, am steilen Fels entlang, hinter den Wasserfall zu gelangen. Die Steine waren rutschig und sehr scharf, das Wasser donnerte mit ohrenbetäubendem Lärm hinunter und spritze von allen Seiten mitten ins Gesicht. Es gab wahrlich schon schönere Momente in meinem Leben. Auf der anderen Seite angelangt, änderte sich dies aber sehr schnell und es wurde einer der beeindruckendsten Momente, die ich erlebt habe.

Nach schnellem Weg zurück hinter den Wasserfall und den Berg hinab, bestiegen wir nun wieder die Boote und jetzt sollte das Rafting starten. Meine Erwartungen an die Tour waren aber bereits jetzt schon übertroffen.

Damit wir alle sicher unten ankamen, lernten wir jetzt einige Kommandos, die uns vor einem Ernstfall bewahren sollten oder eine Lösung bieten sollten, wie wir aus dem Ernstfall herauskommen. Sprich, wir lernten uns in jede Ecke des Bootes zu werfen, damit wir nicht kentern und sprangen alle einmal in das Wasser, damit wir wieder an Bord geholt werden konnten. An dieser Stelle dann also noch einmal offiziell –  das Wasser ist verdammt kalt!

Kurze Sicherheitshinweise von unseren Guides

Was nun folgte ist noch immer schwer für mich in Worte zu fassen. Es waren Stromschnellen, in denen wir auf Wellen zu rasten, die sich vor uns aufbauten wie eine Wand. Wir warfen uns von rechts nach links, kauerten uns in das Boot und paddelten bis die Arme taub wurden. Ich weiß bis heute nicht wie, aber wir haben es tatsächlich geschafft vollzählig und ohne Kentern die Stelle zu erreichen, an der uns der Bus wieder einsammelte.

Es war wirklich Wahnsinn und während ich diese Worte schreibe, breitet sich wieder ein kleines Grinsen in meinem Gesicht aus, denn es war ein überragendes Abenteuer.

Da sich das Erlebte wirklich schlecht in Worte fassen lässt, folgen nun ein paar Bilder. Diese hat der Guide gemacht, der uns mit einem kleinen Kajak begleitet hat. Wie auch immer er es geschafft hat dabei noch Fotos zu schießen…

Wenn auch Sie Interesse an einem Rafting Abenteuer in Kanada haben, schauen Sie sich gerne unseren passenden Reisebaustein an.


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