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Zur Puja im Minakshi-Tempel in Indien

von Mehr Valerie Bold Produkt- und Projektmanager

17 Mai 2015

Unsere Produktmanagerin Valerie ist begeistert von Indien und hat dieses faszinierende Land schon einige Male besucht. Dennoch erwarten sie dort immer wieder Überraschungen und kommt mit neuen Eindrücken wieder. Bei Ihrem letzten Besuch konnte sie eine Puja im Hindutempel Minakshi in Madurai miterleben.
Was ich an Indien so mag ist unter anderem, dass es immer etwas zu sehen gibt. Immer passiert irgendwas Überraschendes oder Ungewöhnliches oder man kann einfach einer weiteren bunten Szene zuschauen. Und deshalb gefallen mir auch die Stadt Madurai, das Herz Tamil Nadus, und ihr Minakshi-Amman-Tempel so gut.

Menakshi Tempel

 

In und um den Tempel ist von morgens bis abends Betrieb. Das Schöne ist, dass rund um den Tempel eine Art Fußgängerzone ist, so dass die Einwohner von Madurai, aber auch die indischen Besucher und Pilger sowie die westlichen Touristen hier entlang schlendern, Schwätzchen halten, Fotos aufnehmen und ihre Einkäufe erledigen können. Der Tempelbezirk ist von einer rot-weiß bemalten Mauer und von vier detailreichen, farbenfrohen gopuram umgeben. Das sind pyramidenförmig aufragende Türme, die als Eingang zu Tempeln dienen. Innerhalb der Tempelmauern, wo noch weitere gopuram stehen, gibt es viel zu entdecken, und man muss schon sehr aufmerksam sein, alle Details zu erkennen. Zum Beispiel der an die Decke gemalte Lingam, der die Tempel-Besucher zu verfolgen scheint oder die Götterfigur am Eingang – halb Frau, halb Mann. Nicht zu vergessen die Säulen, auf denen man Musik machen kann. Am besten ist es, mit einem Guide unterwegs zu sein, denn sonst würden einem die meisten Sachen gar nicht auffallen, geschweige denn, dass man sie verstünde.

 

Der Menakshi Tempel in Madurai

Fußgängerzone am Menakshi Tempel in Madurai

Der Minakshi-Amman-Tempel ist Shiva und Minakshi gewidmet. Der Gott Shiva ist noch halbwegs bekannt. Minakshi, mit drei Brüsten dargestellt, ist eine Version von Parvati, der Frau Shivas. In dem Tempel gibt es unter anderem einen ganz besonders heiligen Bereich, in dem Shiva wohnt, und einen zweiten, in dem Minakshi wohnt. Nicht-Hindus ist der Zutritt zu diesen Bereichen nicht gestattet. Aber das respektiert man gerne; zudem gibt es außen rum genug zu sehen.

Madurai Menakshi-Amman-Tempel (69)

 

Jeden Abend wird während einer Zeremonie Shiva zu seiner Frau gebracht. In einer Trage, hinter Vorhängen versteckt, wird ein Symbol Shivas von Tempeldienern zu Minakshi getragen. Dabei erklingt die typische, leicht scheppernde Tempelmusik. Kerzen und Weihrauch gehören genauso zu diesem Ritual wie das aufwendig mit Pulver gezogene Muster auf dem Boden. Es findet sozusagen eine kleine Prozession von dem einen zum anderen Heiligtum statt, wo es dann zum Höhepunkt kommt: Die Männer stellen die Trage ab und einer der Tempeldiener stellt eine silberne Schale mit kleinen Fußabdrücken vor die Trage. Diese kleinen Fußabdrücke symbolisieren, dass Shiva aussteigt und zu seiner Minakshi geht. Die Schale wird gewaschen, mit Blumen geschmückt und mit Weihrauch gesegnet, bevor Sie in den heiligen Bereich von Minakshi getragen wird. Was im Inneren noch passiert, wissen nur die Hindus die an dem Ritual beiwohnen. Denn nur sie dürfen hier noch mitgehen. Insgesamt ist es ein besonderes Spektakel.

 

Prozession im Tempel

Prozession im Tempel

Übrigens: So eine Puja ist nicht mit einer Zeremonie bei uns zu vergleichen. Mal fängt sie um 21 Uhr an, mal erst eine viertel Stunde später. Die Tempeldiener quatschen und lachen auch mal während sie ihre Rituale durchführen. Während die Prozession von einer Station zur nächsten weiter zieht, rennen die Pilger und Besucher schon mal vor, um sich den Platz mit der besten Sicht auf das Spektakel zu sichern. Für mich – typisch indisch. Und weil das so schöne indische Szenen zum Gucken sind, bin ich am zweiten Abend wieder hingegangen.

Eine solche Puja sollten Sie sich bei einem Besuch Madurais nicht entgehen lassen!


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