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24 Stunden in… Porto

20 Juli 2013

Die Hauptstadt des Nordens hat es unserer Reisespezialistin Melanie besonders angetan. Mit ihren Tipps verbringen Sie einen schönen Tag Ihrer Porto Reise vom Frühstück bis zum späten Abend…

Cafe Majestic in Porto

Cafe Majestic in Porto

08:00
Noch ein bisschen müde krieche ich aus dem Bett, denn gestern Abend sind wir erst spät gelandet. Aber der Gedanke an einen leckeren cremigen Galão (großer Espresso mit Milch) treibt mich dann doch aus den Federn. Für dieses Mal habe ich mir das Café Majestic in der Rua Santa Catarina ausgesucht. Das wohl bekannteste Kaffeehaus Portugals erinnert mich an die traditionellen Häuser in Wien. Hier fand es sogar J.K. Rowling so gemütlich und inspirierend, dass Sie einen großen Teil des ersten Harry Potter Bandes hier schrieb.

10:00
Frisch gestärkt lässt es sich am Besten shoppen. Dazu brauche ich nur aus dem Café hinaus stolpern und stehe in Portos Einkaufsmeile. Nachdem ich die Geschäfte der Rua Santa Catarina durchstöbert habe, ziehe ich weiter in die Rua das Flores, wo sich viele alt eingesessene Buchhandlungen, Antiquitätenläden und Kunstgalerien befinden.

Entlang des Douro

Entlang des Douro

12:00
Nachdem ich meine Shopping-Eroberungen im Hotel abgeladen habe, ist mein nächstes Ziel die Ribeira, die Uferpromenade Portos. Durch verwinkelte, mit halb verfallenen Häusern gesäumte Altstadtgassen schlendere ich zum Fluss hinunter. Und genau diese marode wirkende Umgebung und ihre besondere Stimmung machen den Charme Portos aus. An der Ribeira angekommen blinken mir die leuchtenden Farben der bunten historischen Häuser entgegen. Ein wenig noch das Panorama genießen und dann geht es mit einem gemieteten Fahrrad nach Foz.

13:30
Auf einem Radweg den Douro entlang fahre ich nach Foz do Douro, dafür brauche ich gemütliche zwei Stunden. In dem Fischerörtchen gibt es neben kleinen Häusern in engen Gassen auch herrschaftliche Villen an der Promenade zu bestaunen. Ich gönne mir in einer der Bars am Strand erst einmal eine kleine Erfrischung und genieße das Panorama dort, wo der Douro in den Atlantik mündet. So fühlt sich ein Sommer an!

Durchs Zentrum mit der Electrico

Mit der Straßenbahn zurück ins Zentrum

16:00
Gut, dass ich auch eine Jacke dabei habe, denn nachdem ich mich tatsächlich getraut habe, in den kalten Fluten des Atlantiks abzutauchen, ist mir doch recht kalt. Zurück ins Zentrum fahre ich mit der historischen Electrico 1 wieder am Douro entlang.

18:00
Was wäre ein Aufenthalt in Porto ohne den Besuch eines Portweinkellers! Nachdem ich mich schick für den Abend gemacht habe spaziere ich über die berühmte Brücke Dom Luis nach Vila Nova da Gaia am anderen Ufer des Douro. Da ich noch ein bisschen Puste übrig habe erklimme ich zuerst den Aussichtspunkt Serra do Pilar und bestaune den Postkartenblick über die Altstadt von Porto mit den auf dem Douro schaukelnden Portweinbooten – und bekomme noch mehr Lust auf einen tiefroten Tawny. Im Weinkeller von Taylor´s werde ich herzlich empfangen und sogar eingeladen, meine Weinproben auf der blumengeschmückten Terrasse mit wieder einmal fantastischem Blick über Porto zu genießen.

Portweingläser im Weinkeller

Ein Gläschen Portwein auf Ihrer Porto Reise…

19:00
Da ich von dem Ausblick hier oben einfach nicht genug kriegen kann und der Sonnenuntergang von hier oben bestimmt besonders schön ist, entscheide ich mich zum Abendessen einfach hier zu bleiben – und diese Entscheidung ist goldrichtig! Hier gibt es nicht nur die (für mich sehr gewöhnungsbedürftigen) portuensischen Spezialitäten wie Tripa (Kutteln) und Bacalhau (Stockfisch), sondern auch ausgezeichnete Steaks.

21:00
Nach einem so leckeren Essen ist jetzt ein kleiner Spaziergang genau das Richtige. Und dieser führt mich praktischerweise direkt noch an ein paar Sehenswürdigkeiten vorbei. Porto ist bekannt für seine vielen Kirchen. Die Kathedrale Sé wirkt bei abendlicher Beleuchtung besonders imposant.

22:30
Das Nachtleben Portos ist landesweit bekannt und steht dem der Hauptstadt Lissabon in nichts nach. Hier oben im Norden geht alles sehr gelassen, entspannt und etwas cooler zu. Im Sommer werden die Gassen zwischen Rua da Fabrica und Rua das Carmelitas zu einer einzigen Freilicht-Party: die Bars öffnen ihre Fenster und verkaufen Coctails wie an der Eisdiele, an meine Ohren dringen genauso viele Musikrichtungen wie unterschiedliche Sprachen der Multikulti-Gemeinde Porto, deren Einwohner so herzlich und offen sind, dass man sich wünscht, der Tag hätte mehr als 24 Stunden.


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