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Piranhas angeln in Brasilien

von Mehr Lisa Schamoni Supervisor, Reisespezialistin

15 Januar 2013

Erfahren Sie warum ein ruhiger Angelausflug im brasilianischen Südpantanal zu einem unvergesslichen Abenteuer unserer Brasilien Reisespezialistin Lisa wurde:

See im Südpantanal

Angelausflug im Südpantanal

Mein Fazendaaufenthalt im Südpantanal

An einem schwül-heißen Nachmittag während meines Aufenthalts auf einer Fazenda im Südpantanal fahre ich mit meinem Guide Adriano mit dem Traktor zum hauseigenen See, der ca. eine halbe Stunde von meiner Unterkunft entfernt liegt. Am See angekommen, liegt bereits ein motorisiertes Kanu am Ufer für uns bereit. Wir kämpfen uns mit dem Boot durch den dichten Schilfbewuchs und fahren auf das offene Wasser hinaus. Am Rand des gegenüberliegenden Ufers kommen wir langsam zum Stehen und präparieren unsere Angeln: Lange Bambusstangen mit einem Nylonfaden und als Köder dient frisches Rindfleisch.

Während wir entspannt in unserem Kanu auf dem See dümpeln und auf den ersten Fang warten, erklärt mir Adriano, dass Piranhas gar nicht so gefährlich sind, wie man glaubt. Dass Sie willkürlich Menschen und Tiere angreifen, sobald sie das Wasser betreten ist ein Mythos! Die Raubfische reagieren lediglich auf Blut – ähnlich wie Haie. Theoretisch hätte ich also auch in dem See schwimmen können -bei der Hitze – aber ein mulmiges Gefühl bleibt trotzdem. Stattdessen bleibe ich im Boot und warte geduldig auf meine erste Beute…

Petri heil – ein Piranha hat angebissen

Lisa angelt Piranhas

Lisa hat ihren ersten Piranha geangelt

Der erste Piranha beißt bei Adriano an (der zweite und dritte auch). Mit geübten Bewegungen zieht er die Fische aus dem Wasser und zeigt mir die faszinierenden, kleinen Raubtiere. Ein ausgewachsener Piranha hat einen starken Kiefer und bis zu 40 Zähne!

Ich warte immer noch auf meine erste Beute. Bei mir wird lediglich das Fleisch vom Angelhaken gekaut, richtig anbeißen tut aber keiner. Immer wieder ziehe ich die leere Angel aus dem Wasser und stecke einen frischen Köder an den Haken.
Dann plötzlich spüre ich Widerstand. Ein Piranha hat angebissen – endlich! Mit einem Ruck ziehe ich die Angel aus dem Wasser. Durch meinen Kraftaufwand schleudere ich den Fisch geradezu aufs Boot und Adriano entfernt meine Beute vom Haken. Nicht, dass ich als ungeübte Anglerin vom Fisch gebissen werde!

Kaiman im Pantanal

Kaimane füttern im Pantanal

Wir bekommen Besuch – Kaimane füttern

Während wir angeln, stoßen aus allen Richtungen des Sees kommend, Kaimane zu uns. Sie postieren sich geduldig um unser Boot herum und warten drauf, dass wir für sie die Piranhas aus dem Wasser holen! Zuerst sind mir die Riesenechsen nicht ganz geheuer. Adriano beantwortet meine Bedenken jedoch nur mit einem „tranquilo“, mach dir keine Sorgen, und angelt seelenruhig weiter. Über die Köpfe der Kaimane, die schon ein wenig nervös werden, hinweg, ziehen wir mehrere Piranhas aus dem Wasser.

Als wir nach Adrianos Meinung genügend Fische gefangen haben, folgt der eigentliche Höhepunkt des Tages. Wir binden die gefangenen Piranhas an die Angeln und lassen dieser über den Köpfen der Kaimane baumeln. Wie ärgern die Echsen, indem wir ihre Mahlzeit vor Ihren Augen wie Marionetten tanzen lassen. Zuerst bewegen sich die Tiere nur gemächlich aber je länger wir das Spiel spielen, fangen die Kaimane an unter vollem Körpereinsatz aus dem Wasser zu springen und spektakuläre Fotos vor der Kulisse des Sonnenuntergangs entstehen. Die majestätischen Echsen beweisen extreme Geschicklichkeit im Wasser, trotz des harten Panzers und der scheinbar schwerfälligen Bewegungen.
Und ich dachte immer Angeln ist langweilig! Piranhas angeln ist fischen auf andere Art und ein spektakuläres Erlebnis, das auf keiner Pantanal-Reise fehlen sollte!


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