Peru: Die Top 5 Aktivitäten in Cusco

von Mehr Jannik Ingenwerth Reisespezialist

1 September 2017

Stadt der Inkas, Zentrum der Macht, Nabel der Welt. Qusqu, so die originale Quechua-Schreibweise, war schon vieles in seiner langen Geschichte. Heute ist die südostperuanische Stadt die Touristenmetropole Perus. Eine Vielzahl an Attraktionen und Aktivitäten machen die Stadt, neben ihrer reichen Geschichte, so interessant. In diesem Blog berichtet Reisespezialist Jannik über die fünf besten Aktivitäten in Cusco.

 

Aber! Was wäre die Stadt ohne ihre Geschichte? Bevor wir also auf die heutigen Hotspots eingehen, hier noch ein kleiner Ausflug in die Historie:

Der Legende nach wurden der erste Inka Manco Cápac und seine Schwester Mama Ocllo vom Sonnengott Inti auf die Erde gesandt, um diese zu verbessern. Sie erhielten einen goldenen Stab, der erst an einem besonders fruchtbaren Ort in die Erde sinken und als Fundament für die erste Stadt dienen sollte. So wurde Cusco im Jahre 1200 gegründet.

 

Sicht von oben auf den Plaza in Cusco

Cusco von oben

Während der Blütezeit des Inka-Reichs war Cusco die Hauptstadt und Sitz des amtierenden Inka (Inka ist ursprünglich die Bezeichnung des Herrschers). Die Stadt nahm zeitgleich die Rolle als rituelles, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum ein und zog so viele Künstler und Wissenschaftler an.

Durch die Invasion der Spanier 1532 und dem Niedergang der Inkas verlor Cusco an Bedeutung. Lima wurde gegründet und von den Eroberern zur Hauptstadt erklärt. Bis zum Jahre 1911 war die Stadt eine von vielen, aber als ein gewisser Hiram Bingham die überwucherten Ruinen von Machu Picchu (wieder-)entdeckte, wurde Cusco über Nacht berühmt.

 

Tor in Cusco

Stadttor von Cusco

Heute ist „Qusqu“ das Tor zur Inka-Welt und natürlich zu Machu Picchu. Aber was sollten Sie auf jeden Fall noch sehen? Hier unsere Top 5:

1. Sacsayhuamán

Die Festung Sacsayhuamán (Quechua: gesättigter Falke) liegt circa drei Kilometer nördlich des Stadtzentrums und gilt als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Inkazeit. Die Anlage ist für Besucher ähnlich wie Machu Picchu (früher) strukturiert. Sie können sich frei über die Fläche bewegen und sich von der Meisterleistung beeindrucken lassen.

Nach dem Niedergang der Inkas wurde die ehemalige Festung mit Platz für 5.000 Soldaten als Steinbruch genutzt. Nur drei Mauern haben den Zahn der Zeit und die Spanier überlebt und sind heute Manifest dieser fortschrittlichen Kultur. Die komplett fugenlos ineinandergefügten Steinblöcke sind über drei Meter hoch und wiegen mehr als 90 Tonnen! Der größte Steinblock misst sogar 8,5 Meter. Neben den beeindruckenden Bauten ist der Blick auf Cusco einmalig.

Um dorthin zu gelangen, können Sie sich vor Ort eine Tour buchen oder sich ein Taxi nehmen. Der Eintritt ist im Touristenticket enthalten, welches Sie entweder im Oficina Ejecutiva del Comité oder direkt am Eingang erhalten.

 

Ruinen in Sacsayhuamán, nähe Cusco

Sacsayhuamán – Die letzte Festung der Inkas

 

2. Der zwölfeckige Stein

Ein weiteres Relikt der Inkakultur ist einer der Hotspots in Cusco. Dieser massive Felsblock, der – wie der Name schon hergibt – mit zwölf Ecken minutiös in eine Mauer eingefügt wurde, gibt Forschern immer noch Rätsel auf. Bis heute kann man nicht zu hundert Prozent sagen, wie die Brocken einerseits so präzise bearbeitet und andererseits transportiert wurden.

Die Mauer befindet sich in einer kleinen Gasse, nahe der Plaza, und gehört zu dem Museo de Arte Religioso. Das Gebäude ähnelt vielen Gemäuern der Altstadt. Die Grundmauern sind die typischen Inkamauern, Wände und Dach entspringen der Kolonialzeit.
Der Stein ist ein beliebtes Fotomotiv, weshalb Sie auch auf andere Touristen treffen werden. Nichtsdestotrotz lohnt sich der Besuch, um sich einmal mehr davon beeindrucken zu lassen, was die Inkas vor mehreren hundert Jahren vollbrachten.

 

3. Schokoladenmuseum

Peru ist neben seiner Kultur auch bekannt und beliebt für Schokolade. Cusco bietet eine gute Möglichkeit, um mehr über die süße Verführung zu lernen. Das Choco Museo, ebenfalls in der Nähe der Plaza, ist neben der Abwechslung zur Geschichte Cuscos auch eine gute Schlechtwetter-Alternative. Sie erfahren einerseits mehr über die Kakaoproduktion im Raum Cusco und können zusätzlich an einem Workshop teilnehmen, bei dem Sie Ihre eigene Schokolade aus allerlei Zutaten mixen können. Natürlich haben Sie auch oft genug die Möglichkeit, hier und da ein wenig zu naschen. Wie es sich für ein „echtes“ Schokoladenmusem auch gehört!

 

Pachacuti Statue am Plaza von Cusco

Pachacuti Statue am Plaza von Cusco

 4. Entspannen

So eine Rundreise kann neben den fantastischen und einprägenden Erlebnissen auch anstrengend sein. Wenn Sie in Cusco sind, sind Sie in der Regel schon eine Weile unterwegs und auch auf über 3.000 Meter angelangt. Zeit für Entspannung also! Cusco ist auch dafür gut gemacht.

Schlendern Sie durch die alten Gassen und lassen sich inspirieren, was Sie heute Abend essen. Setzen Sie sich auf eine der Bänke auf der Plaza Mayor und genießen einfach nur das Wetter und das bunte Treiben. Oder kaufen Sie für die Liebsten daheim ein paar Souvenirs. Doch passen Sie auf: Sie dürfen nichts, was Koka Blätter enthält, nach Deutschland einführen!

 

Plaza im Stadtzentrum von Cusco

Den Tag entspannt genießen in Cusco

kleine Straße durch Cusco

In Cuscos Straßen

5. Nachtleben

Genug entspannt bzw. noch genug Kraft über? Dann tauchen Sie ein in das Nachtleben Cuscos. Der Vorteil: Alles befindet sich direkt an der Plaza!
Ihr Abend könnte im Paddy’s Irish Pub beginnen. Laut Eingangsschild der „highest Irish-owned pub on the planet“, aber leider ohne Guinness. Dafür jedoch mit einladender und pubgetreuer Einrichtung und einer sowieso stets offenen Atmosphäre. Hinzu kommt, dass das Essen dort ein echter Gaumenschmaus ist!
Später könnten Sie einmal über die Plaza laufen, dort finden Sie dann Nachtclubs jeglicher Art. Sei es „The Tempel“ mit internationaler Partymusik oder Mama-Afrika, wo Sie viel zu Salsa tanzen werden.
Es gibt definitiv genügend Möglichkeiten die Nacht in Cusco zum Tage zu machen. Und wer kann schon behaupten, mit Cusqueños gefeiert zu haben?

Schild vom Der Padd’ys Pub in Cusco

Start in den Abend – Der Padd’ys Pub

 

Sie sehen also, Cusco ist viel mehr als der Startpunkt zu Machu Picchu. Die Inka-Kultur ist allgegenwärtig und tief verbunden mit der Stadt. Sei es die Festung Sacsayhuamán oder die Grundmauern der Altstadt, die Geschichte lebt in Cusco und verblüfft auch heute noch die Besucher. Aber nicht nur mit seiner Historie zieht Cusco Touristen in seinen Bann, auch mit der Produktion von Schokolade und einem guten Stadtleben kann Cusco überzeugen.

In Cusco kann man es definitiv länger aushalten!

Wenn Sie auch Cusco erleben möchten, schauen Sie sich einfach unseren Reisebaustein Alle Wege führen nach Cusco an und kombinieren sie diesen mit anderen Bausteinen in der Umgebung.


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