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Pantanal oder Amazonas? Meine Reise durch Brasilien

von Mehr Verena Huhn Produkt- und Projektmanager

3 Januar 2019

Pantanal oder Amazonas? Kommt Ihnen diese Frage bekannt vor? Ich habe sie mir, als ich mit der Planung meiner Brasilien Reise begann, auch gestellt. Wo sehe ich mehr Tiere? Welche Gegend ist landschaftlich beeindruckender? Und auch: Was passt besser in meine Reiseroute? Letztendlich habe ich mich weder gegen das Eine noch das Andere entschieden – ich habe beides in meine knapp 4-wöchige Reise zu den Highlights Brasiliens eingeplant. Würde ich es nochmal so machen? Vermutlich nicht. Allerdings nicht, weil mir die beiden Gegenden nicht gefallen hätten – ganz im Gegenteil – aber es waren doch viele, weit auseinander liegende Stationen auf meiner Reise, sodass ich viele Tage im Flugzeug verbrachte.

 

Meine Reise durch das Pantanal

Für das Pantanal hatte ich mir den Baustein „Sumpfsafari im Nord-Pantanal“ ausgesucht. Ich flog nach Cuiabá und von dort ging es ins nördliche Pantanal. Für die Zeit auf der Fazenda hatte ich einen privaten Guide – Traudi. Bereits auf dem Weg über die Transpantaneira, die kurz nach Cuiabá nur noch eine Schotterpiste ist, machte sie mich auf verschiedene Vögel und sogar einen Ameisenbär aufmerksam. Also raus aus dem Auto, Fernglas vors Gesicht und in die Landschaft schauen. Auf der Fazenda angekommen, bezog ich meinen kleinen Bungalow und genoss dann einen herrlichen Sonnenuntergang über der Savanne. Als sich der Himmel rot-orange färbte, kehrten andere Gäste von ihrer Reittour zurück: Die Silhouetten der Pferde gegen die bunten Farben am Himmel zeichneten ein fast unwirkliches Bild.

Reiten im Pantanal

Andere Gäste kamen von ihrer Reittour zurück

Sonnenuntergang im Pantanal

Beeindruckende Farben während des Sonnenuntergangs im Pantanal

Am Abend wurde das Programm für die nächsten Tage besprochen. Auf dem Plan standen Bootstouren, Wanderungen zu Fuß, ein Ausritt mit Pferden, eine Jeep-Safari und eine Tour zum Sonnenaufgang. Das Programm und die angebotenen Ausflüge ändern sich je nach Jahreszeit. Ich war im April dort, die Regenzeit war also bereits vorbei – und das Wasser zum Großteil verdunstet. In der Regenzeit selbst bietet sich allerdings ein ganz anderes Bild: Es bildet sich eine weitläufige Sumpflandschaft und das Wasser reicht bis zur Fazenda. Auf den Touren konnte ich zu Fuß und auch auf dem Pferd viele Kaimane sehen, Affen in den Bäumen beobachten, Aras und viele andere Vogelarten entdecken und sogar Wasserschweine und einen Ameisenbären sichten. Ebenfalls zu den Highlights zählte die Bootstour auf dem Fluss, der soweit das Auge reichte mit kleinen Blumen und Seerosen bedeckt war.

Seerosen Pantanal Brasilien

Seerosen soweit das Auge reicht

Kaiman Pantanal

Im Wasser habe ich einen Kaiman gesichtet

Hyazinth Aras Lebensraum

Hyazinth Aras in ihrem Lebensraum

Savannenlandschaft mit Emus

Savannenlandschaft mit Emus

Neben den Tieren, die ich gesehen habe, habe ich auch eine ganz Menge Tiere gehört: Das Zwitschern der Vögel, das Pfeifen der Affen und das Fauchen der Kaimane, wenn ich den Baby Tieren einer Kaiman Mutter zu nahe gekommen bin. Alle Ausflüge habe ich mit meinem privaten Tourguide Traudi unternommen. So habe ich von den Kenntnissen von Traudi profitiert – habe viele Vogelarten gelernt und viele Tiere und Besonderheiten des Pantanal von ihr erfahren. Mit besonders viel Glück erspäht man auch Jaguare und Pumas.

Jabiru im Pantanal

Ein Jabiru im Pantanal

Affen in den Palmen

Affen beim Futtern in den Palmen

Die Siesta-Zeiten habe ich entweder in der Hängematte oder am Pool verbracht und habe so das Erlebte Revue passieren lassen können, bevor die nächsten Eindrücke hinzukamen. Meine 3 Nächte im Pantanal vergingen wie im Flug – ich wäre gerne auch noch länger geblieben.

Mit dem Pferd durch das Pantanal

Mit dem Pferd durch das Pantanal

Sumpflandschaft Pantanal

Die Sumpflandschaft des Pantanal

Meine Reise durch den Amazonas

Meinen Aufenthalt im Pantanal mit dem im Amazonas zu vergleichen ist nicht ganz einfach. Im Amazonas habe ich mich für die Komfort Variante des Bausteins „Dschungelfeeling in der Amazonas-Lodge“ entschieden. So waren das Niveau der Unterkunft, der Anlage und des Essens nicht wirklich mit dem der Fazenda im Pantanal zu vergleichen. Beide waren großartig auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Die Lodge im Amazon legt viel Wert auf Nachhaltigkeit und den guten Umgang mit der Natur und der Kultur der Einwohner in der Umgebung.

Dschungellandschaft im Amazonas

Die Dschungellandschaft im Amazonas

Ich habe in großartigen Chalets übernachtet – wieder mit „privaten“ Hängematten – diesmal allerdings auf der eigenen, von Fliegengitter eingehüllten Veranda. Ein klarer Vorteil dieser Lodge ist, dass sie an einem Flussarm des Amazonas liegt, der auf Grund der Pflanzen und Bäumen im Wasser einen niedrigen PH Wert hat. Dieser ist ungeeignet für Moskitos, um ihre Eier zu legen, sodass in dieser Gegend nur wenige Stechmücken zu finden sind. Zu meiner Reisezeit waren große Teile des Gebietes überflutet – was für eine atemberaubende Landschaft der flooded forests, also überfluteten Wälder, sorgte.

Guide auf dem Amazonas

Mit unserem Guide auf dem Amazonas unterwegs

Amazonas Spiegelungen im Wasser

Beeindruckende Spiegelungen im Wasser

Auch für meinen Aufenthalt im Amazonas-Gebiet standen verschiedene Ausflüge auf dem Programm: Eine Nachtwanderung, Bootstouren, Kanufahrten, Wanderungen, der Besuch einer indigenen Gemeinde und Piranha Angeln. Die Ausflüge fanden in kleinen Gruppen mit wechselnden Guides statt, die alle mit viel Engagement und Herzblut bereits seit Jahren für das Resort arbeiteten.

Baden im Amazonas

Baden im Amazonas

Piranha Angeln im Amazonas

Unser Ausflug zum Piranha Angeln

Der Ausflug, der mich wohl am meisten beeindruckte, war eine Kanutour in traditionellen Kanus durch einen Teil der überfluteten Wälder. Fast lautlos sind wir durch die mystische Landschaft geglitten. Durch die im Wasser stehenden Bäume entsteht der Eindruck, dass wir gleich über einen Rand hinauspaddeln würden. Die Spiegelungen im Wasser und die Bäume an sich, die sich durch Evolution an die besonderen klimatischen Bedingungen angepasst haben, sind absolut faszinierend.

Im Kanu durch die Flooded Forests

Im Kanu ging es durch die Flooded Forests

Mein Fazit

Was beide Gebiete gemeinsam haben, ist, dass sie sich über das Jahr hinweg landschaftlich stark verändern: Der Wasserstand verleiht den Landschaften in der Regenzeit ein ganz anderes Aussehen. Was sie unterscheidet: Mehr Tiere habe ich im Pantanal – dem sogenannten „Safariland“ Brasiliens – gesehen, die Landschaft war dagegen im Amazonasgebiet noch beeindruckender. So kann sich jeder nach seinen Vorlieben das für ihn geeignete Gebiet heraussuchen.

Wenn auch Ihr Interesse an einer Reise nach Brasilien geweckt wurde, schauen Sie sich gerne unsere Reisebausteine und Rundreisen an.


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