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Auf traditionellem Weg durchs Okavango Delta

von Mehr Dennis Büsen Reisespezialist

13 September 2014

Gegen Ende seiner fast 4 wöchigen Tour mit dem Mietwagen durch Namibia und Botswana  stand  noch ein letztes, absolutes Highlight auf dem Programm von Reisespezialist Dennis: Der Aufenthalt in Maun mit einer Mokoro-Tour ins Okavango Delta. Mit diesem traditionellen Boot erkundete er das Delta gemeinsam mit einem Guide.

Es war gerade einmal 6.00 Uhr als das nervige Geräusch des Weckers uns aus dem Schlaf riss. Natürlich viel zu früh, aber es war ja für einen guten Zweck. Schnell noch ein kleines Frühstück und selbstverständlich einen frischen Kaffee. Um 7.00 Uhr sollten wir per Boot an unserer Unterkunft abgeholt werden. Nach einer typisch, afrikanischen Verspätung wurden wir dann von unserem Fahrer winkend und sehr freundlich empfangen. Er sagte uns, dass er normalerweise auch immer „just in time“ ist. So recht glauben konnte ich das zwar nicht, aber es hat ja alles geklappt.

Nach einer doch rasanten 45-minütigen Bootsfahrt bei der einem der Wind auf dem Wasser richtig ins Gesicht peitschte, erreichten wir ein kleines, am Wasser gelegenes Dorf. Hier mussten wir in ein Mokoro, einem traditionellem Einbaum-Boot umsteigen. Die Bewohner des Dorfes verdienen sich mit den Mokoro-Touren  etwas Geld dazu. Zusammen mit einigen anderen Reisenden, bekam man nach und nach einen persönlichen Guide zugeteilt. Unser Guide war Roger und mit ihm zusammen, haben wir schnell zwei Sitzschalen aufs Boot gestellt, dazu eine Kühlbox mit Essen und Getränken und es ging los.

Mokoro zwischen dem Schilf im Okavango Delta

Das Mokoro gleitet durch das Schilf

Anfangs war es schon ein komisches Gefühl, da man sehr tief in diesem Einbaum-Boot sitzt und es einem doch auch sehr wackelig vorkommt, ähnlich wie bei einer Kanufahrt.  Roger stand im letzten Drittel des Mokoros und steuerte es mit einer Holzstange.  Wir fühlten uns wie in Venedig nur, dass es viel ruhiger war, angenehmer gerochen hat und die Landschaft noch beeindruckender war. Wir glitten durch das Schilf und hörten nur das Wasser und die Klänge der Vögel. Zwischendurch habe ich mich immer wieder gefragt, ob Roger wirklich weiß wo er uns da lang schippert, es sieht ja alles gleich aus, bzw. durch das Schilf erkennt man nicht viel. Da für die einheimische Bevölkerung das Okavango Delta der gängigste Verkehrsweg ist, versicherte unser Guide uns glaubhaft, dass er genau weiß wo wir sind.

Ein Mokoro im Okavang Delta

Ein Mokoro im Okavang Delta

Nach ca. 1,5 Stunden haben wir auf einer kleinen Insel im Delta angelegt und das Mokoro an Land gezogen.  Anschließend sind wir gemeinsam mit unseren Guide ca. 2 Stunden über die Insel gewandert. Die kleinen Inseln sind absolut ursprünglich es gibt aus den frei lebenden Tieren nichts auf den Inseln. Also war unser Ziel bei dem Bushwalk auch das eine oder andere Tier aus der Ferne zu sehen. Rogers Ziel war allerdings das eine oder andere Tier aus der Nähe zu sehen. Wir durchkämmten die Insel und siehe da angefangen von einer Handvoll Zebras und einer Herde Gnus haben wir auch Elefanten gesehen.

Elefanten hinter einem Gestrüpp im Okavango Delta

Elefanten auf einer Insel im Okavango Delta

Wir dachten schon wir waren nah dran und haben ein paar schöne Fotos gemacht. Roger führte uns allerdings immer näher an die grauen Riesen ran. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Eine Mischung aus Faszination, Respekt aber auch Aufregung. Ich ertappte mich dabei nach links und rechts zu schauen um schon einmal zu überlegen in welche Richtung ich im Ernstfall am besten losrenne.

Elefant aus der Nähe

Elefant aus der Nähe

Die Elefanten waren jedoch typisch afrikanisch entspannt und wir machten uns auf den Rückweg. Es war Mittagszeit und es wurde schon recht heiß. Der Rückweg führte uns noch durch ein kleines, etwas sumpfiges Gebiet. Da hieß es von Roger Schuhe aus und ab dadurch. War das jetzt sein ernst? Hier Barfuß durch? Ja, so war es, er wird schon wissen was er tut, dass mit den Elefanten ist ja auch gutgegangen. Also los. Es hatte was von einer Wattwanderung, man fühlte sich wirklich noch in unberührte Natur, als wäre hier die Zeit stehen geblieben. Als wir zurück ans Boot kamen, haben wir eine Mittagspause gemacht, während der es ein Lunchpaket mit Sandwiches, Obst und anderen Leckereien gab. Dazu ein kühles Getränk aus der Kühlbox und wir waren wieder gestärkt.

Der Rückweg führte uns wieder nahezu geräuschlos durch das Schilf. Es war so entspannend, dass mir hin und wieder die Augen zu gefallen sind. Es ging ja auch sehr früh los. Zwischendurch gab es viele interessante Informationen  zu verschieden Vogel- und Pflanzenarten. Generell  konnten wir jederzeit alle möglichen Fragen stellen.

Vögel im Baum im Okavango Delta

Es gibt zahlreiche Vogelarten im Okavango Delta

Als wir wieder am Startpunkt angekommen waren, haben wir Roger noch ein paar Botswanische Pula in die Hand gedrückt und uns für die tolle Tour bedankt. Dann ging es wieder mit dem anderen Boot zurück zur Unterkunft, die wir gegen 15.30 Uhr wieder erreicht haben. Ich kann jedem Reisenden der Botswana entdecken möchte, empfehlen eine Tour ins das Delta zu machen. Wenn Sie selbst diesen Trip machen möchten dann werfen Sie einen Blick auf unseren Baustein „Im Mokoro durchs Okavango Delta“. Falls Ihre Reisekasse noch wenig Spielraume ermöglicht und Sie auf der Suche nach einem ganz außergewöhnlichen Erlebnis sind, dann haben wir auch noch die Fly-In Safari im Programm: Flugsafari Botswana: Im Herzen des Deltas.


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