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Wo kommt eigentlich der Kaffee her? Zum Beispiel aus Nicaragua!

von Mehr Mara Großebörger Reisespezialistin

5 September 2015

Wer im Supermarkt vor dem Kaffeeregal steht, hat meist die Qual der Wahl: Arabica oder lieber eine Mischung. Aus Brasilien, Äthiopien oder doch lieber Costa Rica? Gemahlen oder als ganze Bohne?  Die Auswahl ist riesig. In Nicaragua hat sich Reisespezialistin Mara auf den Weg gemacht um herauszufinden, wo der Kaffee eigentlich herkommt und wie er hergestellt wird. Das kleine mittelamerikanische Land zählt zu den größten Kaffee-Produzenten weltweit und ist somit der ideale Ort, um mehr über den Kaffeeanbau zu erfahren.

Reisespezialistin Mara

Reisespezialistin Mara in Nicaragua

 

Schon nach einer kurzen Autofahrt von der Haupstadt Managua in Richtung Norden erreicht man Matagalpa. Die etwas kühlere Bergregion bietet ideale Bedingungen für die Kaffeepflanze, die man auf den ersten Blick erst gar nicht erkennt. Immer wieder tauchen dann kleine Kaffeeplantagen zwischen den Bäumen auf.

Kaffeepflanzen

Kaffeepflanzen an einem Berghang auf einer Plantage in Nicaragua

 

Wichtig ist, dass die Pflanzen keiner großen Hitze oder Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Wenn die richtigen Bedingungen gegeben sind, tragen die Sträucher einmal im Jahr rote Früchte, die wegen ihrer Farbe und Form auch Kirschen genannt werden. Doch wie wird nun aus dieser Kirsche eine Kaffeebohne?

Kaffeepflanze Blüte

Erst blüht der Kaffee…

 

Kaffeepflanze Frucht

… dann wachsen die Früchte aus denen später die Bohnen werden.

 

Kaffeepflanze Bohnen

So sehen die Früchte der Kaffeepflanze in dem Stadium aus, in dem Sie geerntet werden

 

Ernte der Kaffeefrüchte

Kaffeefrüchte werden übrigens mit der Hand geerntet, da Sie sehr empfindlich sind. Der Einsatz von Erntemaschinen würde mehr Schaden anrichten als nützen, sodass hier noch echte Handarbeit angesagt ist. Nach der aufwendigen Ernte werden die Früchte in einer speziellen Maschine gewaschen und gepellt, sodass am Ende nur noch der Kern, bestehend aus zwei kleinen weißen Samen, übrig bleibt. So langsam erkenne ich auch die Ähnlichkeit zu einer Kaffebohne, doch die Farbe stimmt immer noch nicht.

Weisse Kaffeesamen

Die weißen Kaffeesamen werden in speziellen Vorrichtungen an der Luft getrocknet

 

Weiße Kaffeebohnen

Nach der Trocknung sehen die Samen schon fast aus wie Kaffeebohnen

 

 

Nun darf ich selbst Hand anlegen, denn die weißen Samen müssen, nachdem sie in der Sonne getrocknet wurden, von ihrer weißen Haut befreit werden. Das klappt mit der selbst gebauten Maschine meiner Gastgeber recht gut.

Kaffeesamen schälen

Die Samen werden von der weißen Haut befreit: Reisespezialistin Mara im Selbstversuch

 

Kaffeebohne Roh

Fertig ist die Kaffeebohne!

 

Kostprobe des leckeren Kaffees

Und schon ist er fertig, mein Kurs in Kaffeebaukunde. Die Einheimischen verpacken die gräulichen Bohnen in dieser Form in großen Kaffeesäcke, die dann in die ganze Welt exportiert werden. Erst die Kaffeeröstereien im Zielland sorgen dafür, dass die Bohnen ihre charakteristische, braune Farbe bekommen. Am Ende werden die Bohnen auf dem Herd geröstet und dann gemahlen, damit ich den Kaffee trotzdem probieren kann. So einfach geht das also!

Kaffeebohnen geröstet

Die Einheimischen rösten die Kaffeebohnen auf dem Herd

 

Den frisch gemahlenen und aufgebrühten Kaffee konnte ich dann zusammen mit einem für Nicaragua typischen Frühstück genießen. Einfach lecker!

 

Wenn Sie auch einmal Kaffeeanbau hautnah erleben wollen, dann sollten Sie mal einen Blick auf unsere Bausteine werfen:

1. erleben sie Kolibris, Kaffee & kühle Bergluft in Nicaracua

2. Pflücken Sie Ihren eigenen Kaffee in Tansania

3. Fahren sie zu den Kaffeehügeln im Landesinneren von Panama

4. Die alten Kaffeeplantagen von Las Terrazas und Soroa in Kuba

5. Übernachten zwischen Kaffeplantagen in Laos

 

 


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