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Wanderung zu den Nevada und Vernal Falls im Yosemite Nationalpark

von Mehr

25 Januar 2018

Im vergangenen Jahr ist Reisespezialistin Saskia zusammen mit ihrer Mutter in den Westen der USA gereist. Neben den großen und bekannten Städten wollte sie vor allem die Landschaft und die einzigartige Natur sehen. Über ihre Erlebnisse und Erfahrungen im Yosemite Nationalpark berichtet sie in ihrem Blogartikel:

Unterwegs im Yosemite Nationalpark

Meine Erwartungen wurden weit übertroffen: Eine so beeindruckende und abwechslungsreiche Landschaft habe ich bisher in keinem anderen Land gesehen! Dabei jagt ein Highlight das nächste – Sequoia Nationalpark, Death Valley, Mojave Wüste, Zion Nationalpark und Grand Canyon. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Mein persönliches Highlight war der Besuch des Yosemite Nationalparks, etwa 240 km östlich von San Francisco, am Fuße der Sierra Nevada, gelegen.

Yosemite Nationalpark

Beeindruckender Aussichtspunkt im Yosemite Nationalpark

Uns wurde geraten morgens sehr früh zu starten, damit wir noch einen Parkplatz bekommen. Dies war in der Tat ein guter Rat, denn bereits um 8 Uhr morgens rollten wir zusammen mit einer Kolonne an Autos und Bussen in den Yosemite Nationalpark. Die vielen Besucher haben mich zuerst etwas abgeschreckt, dies wurde jedoch nach kurzer Zeit völlig unwichtig, denn wir fuhren in das Yosemite Valley hinein und uns bot sich ein Anblick wie aus einem Bildband. Für den Besuch der Wasserfälle ist die beste Reisezeit der Frühling zwischen März und Juni.

Aufgrund der Schneeschmelze führen die Wasserfälle zu dieser Zeit viel Wasser, was eine beeindruckende Szenerie ergibt. Der Himmel strahlte in tiefstem Blau und die Sonne wärmte so früh am Morgen zumindest schon etwas. Wir blickten auf den Yosemite Wasserfall und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Uns hielt es kaum noch im Auto, da wir darauf brannten diese Landschaft zu Fuß zu erkunden.

Yosemite Fall

Yosemite Fall

Blick auf den Yosemite Fall

Nun stellte sich zuerst die Frage: Welchen Weg gehen wir? Es gibt sehr viele Wege mit unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrad. Zudem gibt es zwei Shuttlebuslinien, die die verschiedenen Parkplätze und Wege miteinander verbinden. Es dauerte etwas bis wir uns zurechtgefunden hatten. Somit sind wir zum Einstieg erst einmal zum Fuß des Yosemite Falls gewandert. Dies entpuppte sich jedoch nur als 20-minütiger Spaziergang, weshalb wir doch noch einen Blick auf die Parkkarte geworfen haben. Somit mussten wir uns entscheiden, welchen Weg wir nun gehen möchten und welcher Bus uns dorthin bringen würde.

Da wir den ganzen Tag zum Wandern nutzen wollten, haben wir uns für den etwa 12 km langen Weg zu den zwei Wasserfällen Nevada und Vernal Falls entschieden. Wichtig war für uns neben der Länge des Weges, dass es ein Rundweg ist und man nicht den gleichen Weg wieder zurück gehen muss, den man gekommen ist. Wir sind den sogenannten Misty Trail hoch gelaufen und einen Abschnitt des John Muir Trails herunter gelaufen.

Die ersten Kilometer ist dieser Weg asphaltiert und sehr gut ausgebaut. Somit ist er auch für ältere Personen oder für Personen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht allzu gut zu Fuß sind, gut zu gehen. Schon nach kurzer Zeit beginnt der Weg steiler zu werden. Durch einen Wald und am Fluss entlang geht es weiter nach oben. Der Weg macht seinem Namen „Misty Trail“ alle Ehre, denn noch bevor wir den Vernal Fall richtig sehen können, kommt uns schon der Sprühnebel entgegen. Die letzten Meter bis zum Wasserfall wurden Stufen in den grauen Granit gehauen, damit man dort trotz der Nässe gut hochkommt.

Vernal Fall

Der Vernal Fall

Nach kurzer Zeit waren wir bereits völlig durchnässt und manche Wanderer hatten ihre Mühen mit den Treppen. Diese waren jedoch nicht glitschig und so arbeiteten wir uns weiter hinauf. Neben dem Wasserfall angekommen, hörte der Sprühnebel auf und somit konnte eine Fotopause eingelegt werden. Zum Glück hatten wir Sport- und Wandersachen an, sodass diese schnell trockneten. Viele Wanderer hatten in weiser Voraussicht auch Regenponchos an, die vor allem für den Schutz der Rucksäcke und Kameras super waren.

Ab diesem Punkt trennte sich die Spreu vom Weizen, denn viele Wanderer machten kehrt und gingen den gleichen Weg wieder hinunter. Meine Mutter war etwas geschockt von den Treppen und der Nässe – sie war nicht allzu begeistert, als ich total glücklich und voller Tatendrang ankündigte weiter zum zweiten Wasserfall, dem Nevada Fall, zu wandern.

Es wurde etwas steiniger und ging weiter bergauf. Das Wetter war mit etwa 18 Grad jedoch sehr angenehm zum Laufen. Im Hochsommer würde ich empfehlen extra viel Wasser mitzunehmen, da es unterwegs keine Möglichkeit gibt Flaschen aufzufüllen und der Weg durch das stetige Bergauf vor allem bei heißen Temperaturen sehr anstrengend ist.

Nevada Fall

Der Nevada Fall von nahem

Im Mai war die Temperatur sehr angenehm und so kamen wir nach etwa zwei Stunden beim zweiten Wasserfall, dem Nevada Fall, an. Dieser stürzt sich von einem Plateau etwa 180 Meter in die Tiefe, sodass man oben erst einmal eine Pause einlegen kann. Die Sonne schien und wir genossen den atemberaubenden Ausblick auf die um uns herumliegenden Berge. Das Tosen des herabstürzenden Wassers untermalte die Szenerie.

Nevada Fall

Der Nevada Fall in einer faszinierenden Berglandschaft

Der Misty Trail endete beim Wasserfall, sodass wir für den Abstieg den John Muir Trail nutzten. Dies ist eigentlich ein Fernwanderweg, der sich über 345 km vom Yosemite Valley bis zum Mount Whitney erstreckt. Direkt am Anfang führte der Weg an einem Felsen entlang. Da so viel Wasser vorhanden war, hatte sich ein kleiner Wasserfall gebildet, der nun fröhlich auf den Weg plätscherte. Die Aussicht wieder klitschnass zu werden war nicht erfreulich, aber zum Weiterkommen nicht zu umgehen.

John Muir Trail

Ein kleiner Wasserfall am John Muir Trail

Nach der erneuten Dusche ging es dann weiter bergab. Immer wieder gab es unterschiedliche Aussichten auf den Nevada Fall, wodurch ich meine Kamera gar nicht erst in den Rucksack packen brauchte.

Nach insgesamt fünf Stunden kamen wir wieder unten beim asphaltierten Weg an, der uns zurück zum Shuttle Bus führte. Wir waren müde, aber völlig berauscht von der tollen Natur und den vielen Eindrücken, die wir bekommen haben. Bei einem Stück Pizza im Yosemite Village ließen wir die Tour noch einmal Revue passieren. Ich möchte definitiv noch einmal in den beeindruckenden Yosemite Nationalpark zurückkehren, um auch die anderen Ecken und Wege zu erkunden.

Wenn auch Sie Interesse an einer USA-Reise haben und dabei den Yosemite Nationalpark besuchen möchten, schauen Sie sich gerne unseren passenden Reisebaustein an.


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