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Namibia entdecken – In einer kleinen internationalen Gruppe

von Mehr Claudia Beier Reisespezialistin

18 Mai 2016

Gespannt wartete Reisespezialistin Claudia morgens im Guesthouse darauf, dass der Guide sie zu ihrer Join–In Tour abholt mit der sie Namibia entdecken möchte. Viele Fragen gehen ihr durch den Kopf: Wie sind die Guides? Wie setzt sich die Gruppe zusammen? Was erwartet sie? …

Mit dem Safaribus unterwegs

Um 8 Uhr kommen meine beiden Guides Milner und J.o.b. in meinem Guesthouse an, um mich abzuholen. Ich bin die erste, die abgeholt wird, und habe in dem großen Safaribus noch freie Platzwahl. Wir fahren weiter zum nächsten Guesthouse und sammeln nach und nach alle Teilnehmer ein. Etwas nervös beobachte ich die neu Einsteigenden, aber ziemlich schnell kommen wir ins Gespräch und unterhalten uns sehr nett. Von den geplanten 14 Plätzen sind 11 Plätze vergeben.

Safaribus für die Join In Tour im Norden Namibias

Unser Safaribus für die Join In Tour im Norden Namibias

Meine gebuchte Tour ist die Tour Unter Gleichgesinnten durch den Norden Namibias. 7 Tage lang entdecke ich zusammen mit meiner Gruppe den Norden Namibias. Nach kurzer Zeit freunde ich mich mit Hailey, einer jungen Frau aus Kanada an. Es ist schön mit Menschen zu reisen, die aus anderen Ländern kommen. Hailey hat bereits vor der 7-Tages-Tour eine kurze 3-Tages-Tour zu den Dünen vom Sossusvlei gemacht und war begeistert.

Nachdem wir die ersten Kilometer gefahren sind, ist es Zeit, unser Lager zu beziehen. Da ich mich mit Hailey ziemlich gut verstehe, teilen wir uns ein Zelt. Alle denken am Anfang das Gleiche und fragen sich: „Wie lange brauchen wir wohl, bis die Zelte stehen?“. Die Zelte sind aber ganz einfach aufzubauen und stehen dann doch schneller als gedacht. Die Guides helfen auch wo sie können und zeigen uns wie das Zelt aufzubauen ist.

Namibia entdecken - Zelte sind aufgebaut

Geschafft – Unsere Zelte sind aufgebaut

The Africat Foundation

Unser erster Ausflug ist ein Besuch bei „ The Africat Foundation“. Dies ist eine Organisation die sich um Leoparden und Geparden kümmert. Hier werden Tiere hingebracht die von Farmern angeschossen wurden oder auch Leoparden und Geparden Babys die ihre Eltern verloren haben. Die Tiere werden hier gesund gepflegt und aufgezogen, um dann wenn es möglich ist wieder in die freie Wildbahn entlassen zu werden. Ein Mitarbeiter der Organisation erzählt uns viele interessante Dinge über die Tiere und ihren Lebensraum. „ The Africat Foundation“ hat aber noch mehrere Projekte, wie zum Beispiel die enge zusammenarbeit mit Farmern. Die Farmer wollen ihren Viehbestand schützen und greifen dadurch ehr zur Waffe. Es wird in der Zusammenarbeit versucht, einen gemeinsamen Weg zu finden, ohne die Tiere zu verletzen.

Während wir die AfriCat besuchen und einiges über die Tiere dort lernen, bleiben Milner und J.o.b. zurück im Lager und bereiten das Abendessen vor. Zurück im Camp sitzen wir alle zusammen an der gemütlichen Feuerstelle und verputzen das leckere Essen, welches die beiden für uns zubereitet haben.

Verpflegung während der Tour

Die Verpflegung ist bei dieser Tour übrigens inklusive. Morgens gibt es Müsli und Obst, Tee und Milch stehen auch immer bereit. Ab und zu gibt es auch Eierspeisen. Mittags gibt es immer einfache Speisen, die man sich selbst zusammenstellen kann. Zum Beispiel Hot Dogs oder Sandwiches, die man nach Wunsch belegen kann, oder verschiedene Salate. Abends kochen unsere Guides dann immer für uns. Es gibt unter anderem eine Hähnchenpfanne, Pasta à la Bolognese, eine Lammpfanne und Reis. Vor Reiseantritt ist es empfehlenswert den Guides mitzuteilen, wenn man Unverträglichkeiten hat oder Vegetarier ist. Da wir unterwegs immer einkaufen gehen, können die Guides dementsprechend die Lebensmittel einplanen. Getränke und Snacks für zwischendurch besorgt man sich selbst im Supermarkt.

Am Abend sitzen wir noch gemeinsam um das Lagerfeuer

Am Abend sitzen wir noch gemeinsam um das Lagerfeuer

Die erste Nacht im Zelt ist noch etwas ungewohnt. Die Geräusche der unbekannten Umgebung lassen einen immer wieder aufhorchen. Irgendwann überkommt mich dann aber doch die Müdigkeit und ich schlafe tief und fest. Ich gewöhne mich aber schnell an die neue Geräuschkulisse und das Grillenzirpen wird irgendwann zu einem wunderschönen Schlaflied. Ich habe für 25 NAD pro Tag einen Schlafsack angemietet. Dieser ist schön dick und wärmt richtig gut, außerdem war mir wichtig, dass er frisch gewaschen ist, wenn ich ihn entgegennehme. Die Sanitäreinrichtungen auf den Campingplätzen sind zwar schlicht, aber sauber.

Auf der ganzen Tour kümmern sich Milner und J.o.b sehr gut um uns. Sie erzählen viel zur Landschaft, den Tieren und der Kultur. Im Etosha Nationalpark hat Milner ein sehr geschultes Auge. Er sieht Tiere im Gebüsch, die wir gar nicht so schnell wahrnehmen können. Die großen Fenster des Busses und das offene Dach ermöglichen uns einen sehr guten Blick auf die Tiere.

Alle sind ganz gespannt und es wird ruhig bei uns im Bus, als wir auf Löwen treffen. Ich bin total fasziniert und vergesse alles um mich herum, als ich die vielen Tiere sehe. So nah war ich so vielen verschiedenen Tierarten noch nie! An einem nahe gelegen Wasserloch treffen sich Zebras, Giraffen, Gnus, Springböcke, Elefanten und Nashörner, die friedlich nebeneinander das kühle Nass genießen.

Giraffen und Zebras am Wasserloch in Namibia

Giraffen und Zebras am Wasserloch

Besuch bei den Himba

Nachdem wir eine aufregende Zeit mit vielen tierischen Begegnungen im Etosha Nationalpark hatten, ging die Reise weiter in Richtung Kamanjab zu einem Dorf der Himba. Die Himba sind das letzte Nomaden-Volk Namibias. Es gibt verschiedene Stämme, die im Norden Namibias leben. Wir wurden freundlich empfangen und durch das Dorf geführt. Ein Einheimischer, der Englisch spricht, erzählte uns viel über das Leben der Himba, die Bräuche und den Lebensstil. Die kleinen Kinder sind noch nicht so an Touristen gewöhnt und wunderten sich über unsere weiße Haut. Wenn man Fotos von ihnen macht, sind sie ganz fasziniert davon, sich selbst dann in der Kamera zu sehen. Die erwachsenen Himba allerdings kennen Touristen bereits. Am Ende der Tour bauen sie einen kleinen Stand auf, wo man selbstgemachten Schmuck und Holzfiguren kaufen kann – ein wirklich schönes Souvenir für die Freunde zu Hause.

Namibia entdecken - Reisespezialistin Claudia besucht das Himbadorf

Reisespezialistin Claudia besucht das Himbadorf

Von dem Himba Dorf führt unser Weg uns weiter ins Damaraland zu den Felsenzeichungen in Twyfelfontein. Hier erzählte uns eine junge Frau auf spannende Art und Weise etwas zu den Felsenzeichungen und ihrer Entstehung.

Namibia entdecken - Ausblick auf Felsenzeichungen in Twyfelfontein

Felsenzeichungen in Twyfelfontein

Letztes Highlight: Swakopmund von oben

Unser letzter Stopp führte uns über die Seehundkolonie bei Cape Cross nach Swakopmund. Am Abend zuvor mussten wir bereits Milner Bescheid geben, welchen Ausflug wir in Swakopmund machen möchten. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie z. B. eine Living Desert Tour, eine Katamaran Tour, Sandboarding und vieles mehr. Hailey und ich entscheiden uns für etwas ganz Besonderes – wir wollen einen Fallschirmsprung wagen! In Swakopmund angekommen mussten wir uns dann direkt bereit machen für den Sprung. Wir wurden von den lokalen Guides abgeholt und fahren in die Wüste. Nach einer kurzen Einführung geht es auch schon los, hoch in die Luft. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, immer höher zu steigen in dem kleinen Flugzeug und die Landschaft rund um Swakopmund zu genießen. Dann war es so weit! Wir mussten springen… Ich „durfte“ als erstes den Sprung wagen. Mein Herz schlug immer schneller, dann war ich auch schon im freien Fall. Beschreiben kann ich das Gefühl nicht wirklich, es ist einfach einzigartig und ich werde es nie vergessen!

Namibia entdecken - Reisespezialistin Claudia beim Fallschirmsprung!

Reisespezialistin Claudia beim Fallschirmsprung!

Nach einer aufregenden Zeit mit vielen verschiedenen Eindrücken heißt es dann Abschied nehmen. Wir fuhren von Swakopmund zurück nach Windhoek, wo Milner und J.o.b. uns wieder an unserem Guesthouse absetzten. Ich persönlich kann nur jedem Alleinreisenden empfehlen, eine solche Kleingruppenreise zu unternehmen. Man erlebt unglaublich viel in kurzer Zeit und ist dabei nie ganz alleine.


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2 Kommentare
Andreas Sames, 1. Februar 2017, 06:39 Uhr

Super :)))

Marlen Rübker, 21. März 2017, 20:08 Uhr

Hallo Herr Sames,

danke für Ihr Feedback. Es freut uns, wenn Sie unseren Beitrag so gut finden.

Viele liebe Grüße Marlen

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