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Mit dem Zelt quer durch Afrika

von Mehr Jennifer Knoche Controlling

20 November 2012

Abenteuer Afrika. Erleben Sie gemeinsam mit Jenny die Weiten Namibias, wilde Tiere in Botswana und atemberaubende Wasserfälle in Sambia.

 

Auf ins Abenteuer!

Auf der Sanddüne

Rote Sanddünen im Namib Naukluft Park

Ich soll drei Wochen mit dem Zelt durch Namibia, Botswana und Sambia?! Habe ich mir das wirklich gut überlegt? Drei Wochen Zelten und dann noch in Afrika??? Am Anfang war mir schon ein wenig mulmig zu Mute. Zum Glück war ich ja nicht alleine unterwegs, sondern habe einige unserer geführten Campingsafaris zu einer dreiwöchigen Rundreise durch Namibia und Botswana bis zu den Viktoriawasserfällen in Sambia zusammengestellt. Also Sachen gepackt und los geht’s.

Los ging es mit der kurzen Tour Zu den Sanddünen und wieder zurück. Zunächst einmal beschnuppert man die Mitreisenden. Scheinen ja alle sehr nett zu sein. Nach unserer Ankunft in Sesriem hieß es dann erst mal Camp aufbauen. Die Zelte waren viel größer als ich gedacht habe und auch der Campingplatz war super. Sogar mit einem sehr erfrischendem Pool! Bei diesen Temperaturen genau das richtige! Während wir dann unseren ersten Versuch gestartet haben die Sanddünen heraufzusteigen, kochten unsere Guides für uns ein leckeres Abendessen. Also an gutem Essen wird es mir hier definitiv nicht mangeln!
Unbedingt ganz früh aufstehen und die Sonne über den roten Sanddünen im Namib Naukluft Park aufgehen sehen! Dazu gab es dann auch noch den blauen Himmel wie man ihn aus den schönsten Fotobänden kennt.

Abheben am Dead Vlei

Abheben am Dead Vlei (Namib Naukluft Park)

Die Wanderung mit unserem Guide zum Dead Vlei war definitiv eine ganz besondere Erfahrung. Man kämpft sich die roten Sanddünen hoch um Sie dann ganz schnell wieder runter zu rennen. Kiloweise Sand in den Schuhen ist da vorprogrammiert. Umgeben von den riesigen roten Sanddünen liegt dann auf einmal eine strahlend weiße Salzpfanne mit zahlreichen Akazien, die schon seit 900 Jahren tot sind, (aber von der trockenen Wüstenluft konserviert wurden). Ein wirklich skurriler aber faszinierender Anblick.

 

Tiere beobachten im Etosha Nationalpark

Dann ging es mit einer neuen Gruppe in den Norden Namibias. Hier waren aber auch ein paar alte Gesichter wieder dabei. Wir halten in Okahandja, wo man auf dem Holzmarkt wunderschöne handgemachte Souvenirs finden kann. Ob die aber alle in den Koffer passen, ist fraglich. Nach einer Nacht in einem Cheetah Conservation Fund ging es dann auch schon zum Etosha Nationalpark. Hier wurden wir auf unseren Gamedrives mit zahlreichen Sichtungen verwöhnt. Elefanten, Giraffen, Löwen, Geparden, Nashörner und vieles mehr. Die Abende haben wir an den beleuchteten Wasserlöchern in den Camps verbracht. Ich habe mir nicht vorstellen können, wie faszinierend es sein kann, einfach nur stundenlang Tiere zu beobachten. Ein absolutes Highlight war dann zum Schluss noch ein Leopard, den man in freier Wildlaufbahn im Etosha nicht oft zu Gesicht bekommt.

 

Besuch eines Himbadorfes im Damaraland

Wasserloch im Etosha Nationalpark

Wasserloch im Etosha Nationalpark

Nächster Stopp: Damaraland – Hier haben wir ein Himbadorf, nicht weit von unserem Camp besucht. Es ist schwer sich vorzustellen, dass die Menschen hier noch so leben wir vor hunderten von Jahren. Sie versuchen Ihre Bräuche und Sitten aufrecht zu erhalten, was in einer immer westlicheren Welt nicht einfach ist. Besonders die Kinder sind neugierig und fasziniert von allem was man so in der Hand hat.

Die Vielfalt an Landschaft in diesem Land ist einfach unbeschreiblich. Eben noch in der Wüste, war ich am nächsten Tag an der Küste Nambias. Einen kurzen Stopp in Cape Cross sollte man auf jeden Fall machen. Hier liegen wirklich tausende von Seehunden am Strand. Das kann aber durchaus auch einmal unangenehm riechen. Aber beeindruckend ist es allemal. In Swakopmund haben wir dann auch eine ausgiebige Bootstour unternommen. Da die Tour am frühen Morgen startet, sollte man sich auf jeden Fall sehr warme Kleidung einpacken. Trotz Decken und Schnaps, der von der Crew verteilt wurde, war es ganz schön frisch. Auf der Tour gab es dann auch gleich zwei erste Male für mich. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Delphine in freier Wildlaufbahn gesehen und ich habe das erste Mal in meinem Leben Austern probiert, die hier fangfrisch verteilt werden. Ich war nur Fan vom ersteren.

Ab ins Okavango Delta!

Dann stand die längste Tour bevor. In acht Tagen ging es mit der Einbaumtour zum Wasserfall  bis nach Sambia. Schon lange habe ich davon geträumt einmal ins Okavango Delta zu reisen. Nun war es endlich soweit.  Auf einer Mokorotour glitten wir durch das Delta und nur einige Meter entfernt riss ein Nilpferd sein Maul auf. Diesen Anblick werde ich nie vergessen. Sie nachts aus weiter Entfernung in meinem Zelt zu hören war mir dann doch lieber.

Nilpferde im Chobe Nationalpark

Nilpferde im Chobe Nationalpark

Der Chobe Nationalpark war dann noch einmal ein weiterer Höhepunkt. Auf einer Sunset Boat Cruise auf dem Chobe Fluss wusste man gar nicht wo man zuerst hinschauen soll. Überall schienen Elefanten, Nilpferde und Büffel zu sein. Diesmal aus sicherer Entfernung haben mir die Revierkämpfe der Nilpferde dann auch nichts mehr ausgemacht.

Ein Bad im Devils Pool

Mein persönliches Highlight war dann am Ende der Reise das Bad im Devil’s Pool bei den Victoria Wasserfällen. In der Trockenzeit kann man hier mit einem Guide wohl in einem der verrücktesten Pools der Welt baden. Dieser von der Natur geschaffene Pool grenzt direkt an die Kante, an der in der Regenzeit tausende Liter Wasser in den Felsen hinabstürzen. Ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst!

Und wie war das nun mit dem Zelten? Auch wenn ich wohl anfänglich selbst noch ein wenig skeptisch war, die Tour hat mich restlos überzeugt. Abends am Lagerfeuer mit seinen Mitreisenden aus aller Welt inmitten der afrikanischen Natur zu sitzen und noch einen Cider zu trinken…genau das ist meine Vorstellung von Urlaub. Viele der Zeltplätze hatten sogar Pools und die Abkühlung war sehr willkommen. Auch fühlt man sich der Natur irgendwie fast noch ein wenig mehr verbunden, wenn alles was einen trennt eine Zeltwand ist. Ach und am besten haben mir letztlich die Zeltplätze mit den Freiluftduschen gefallen. Und obwohl es nun schon ein paar Monate her ist, von dem tollen Essen, was wir jeden Abend von unseren Guides serviert bekommen haben, schwärme ich noch heute!


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