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Mit dem Rad über die Golden Gate Bridge

von Mehr Michaela Büsen Reisespezialistin Familienreisen

24 Mai 2018

Ich freute mich schon sehr lange vor meiner USA-Reise auf meinen ersten Besuch der Stadt San Francisco. Viele Teile der Stadt kennt man bereits aus verschiedenen Filmen oder Fernsehserien und ich war wirklich neugierig darauf, diese Schauplätze einmal selbst zu besuchen. Allerdings wollte ich nicht die typische Busreise von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten unternehmen und so habe ich mich für eine Radtour über die Golden Gate Bridge entschieden. Da ich in Deutschland eher selten mit dem Rad unterwegs bin, war ich wirklich gespannt, was mich erwartet.

Blick auf die Golden Gate Bridge

Blick auf die Golden Gate Bridge

Der Treffpunkt für die Radtour war ganz in der Nähe der Fishermans Wharf, also wirklich leicht zu finden. Um 10 Uhr wurde ich hier erwartet. Hier lernte ich meine international gemischte Gruppe und Robert, meinen Guide für dieses Abenteuer, kennen. Eine kleine Übungsrunde mit dem Rad durch den Hof, den Helm festgezogen und dann konnte die Tour auch schon starten.

Robert übernahm die Führung und in einer Reihe fuhren wir entlang der Fishermans Wharf. Bereits nach einigen Minuten ließen wir die Straße hinter uns und fuhren am Wasser entlang. Da hier keine Autos fahren dürfen, war es angenehm ruhig und wir konnten uns die ersten Minuten an unser Fahrrad gewöhnen. Bereits nach circa 10 Minuten hielten wir ein erstes Mal an, wo wir einen tollen Blick über San Francisco und auf der anderen Seite auf die Gefängnisinsel Alcatraz genießen konnten. Robert erzählte uns einige spannende Geschichten, beispielsweise über gescheiterte Fluchtversuche aus dem Gefängnis.

Unser erster kurzer Stopp

Unser erster kurzer Stopp

Nun folgte der erste von zwei Anstiegen, wie ich im Vorhinein erfragt hatte. In Richtung Fort Mason Center fuhren wir auf einen Hügel hinauf, wo wir einen tollen Blick auf die Golden Gate Bridge genießen durften. Robert zeigte uns immer wieder Bilder und erzählte interessante Geschichten über die Gegenden, in denen wir uns aufhielten.

Wir ließen uns den Berg hinunterrollen und nahmen Kurs auf den Marina District, welchen wir gerade auf den Bildern von Robert gesehen haben. Unser nächster Stopp war für mich sehr beeindruckend: mitten in der geschäftigen Stadt standen wir plötzlich vor einem alten, römischen Tempel – einem Überbleibsel der EXPO in San Francisco aus dem Jahre 1915 – dem Palace of Fine Arts. Dies ist definitiv ein Ort, den ich ohne die Radtour nie besucht hätte. Somit hatte sich das Abenteuer für mich schon gelohnt.

Der Palace of Fine Arts

Der Palace of Fine Arts

Bevor wir den zweiten Anstieg unserer Tour bewältigen mussten, gab es eine kleine Pause. Hier konnten wir uns kurz die Beine vertreten, ein paar Snacks und Getränke kaufen und dann ging es weiter. Nachdem wir die zweite Anhöhe gemeistert haben, standen wir auch schon direkt vor dem Wahrzeichen von San Francisco: der Golden Gate Bridge.

Das Wahrzeichen von San Francisco: die Golden Gate Bridge

Das Wahrzeichen von San Francisco: die Golden Gate Bridge

Ich war überrascht, dass es außer uns noch weitere Radfahrer auf der Brücke gab. Der Bereich für die Radfahrer ist von der Straße abgetrennt, sodass es wirklich sicher ist, hier entlang zu radeln. Ab und zu habe ich einige Fußgänger mithilfe meiner Fahrradklingel auf mich aufmerksam gemacht, aber diese sind dann direkt ausgewichen, sodass es insgesamt eine entspannte Fahrt über die Brücke war. Zwischendrin haben wir zwei Stopps eingelegt. Mit etwas Glück können Sie von der Brücke aus Delfine oder auch einmal einen Wal erblicken, wir haben spielende Robben beobachten können. Von nun an sind wir einfach nur noch bergab gerollt und trudelten ganz entspannt in Sausalito ein.

Angekommen in Sausalito

Angekommen in Sausalito

Um circa 12.30 Uhr erreichten wir das Städtchen auf der anderen Seite der Brücke. Mit einem ganz eigenen, gemütlichen Charme hatte der Ort mich direkt in seinen Bann gezogen. Viele kleine Geschäfte und Restaurants reihen sich an der Uferpromenade aneinander. Zusammen mit Robert fuhren wir bis zum Fähranleger, wo wir die Räder angeschlossen haben. Hier endete unsere Tour und wir hatten so viel Zeit in Sausalito, wie wir wollten. Vorab haben wir bereits die Fährtickets für die Rückfahrt nach San Francisco erhalten. Bevor sich Robert von uns verabschiedete, gab er uns noch einen Tipp mit auf den Weg: Probiert unbedingt ein Eis von Lapperts Ice, seiner Meinung nach das beste Eis in den USA – und ich kann ihm nur beipflichten.

Das beste Eis in den USA: das Eis von Lapperts Ice

Das beste Eis in den USA: das Eis von Lapperts Ice

Gemütlich ging es dann in circa einer halben Stunde mit der Fähre zurück zur Fishermans Wharf und wir haben die Räder wieder abgegeben.

Für mich war dieser Ausflug wirklich ein Highlight meiner Reise. Da wir viele Familien in die Stadt schicken und Kinder oftmals mit dem Großstadttrubel nicht unbedingt sehr viel anfangen können, ist dieser Ausflug definitiv ein toller Ausgleich zu den typischen Stadtbesichtigungen und unbedingt für Familien empfehlenswert. Sie radeln in wirklich sicherem Abstand zu den Autos durch die Stadt und erkunden andere Seiten von San Francisco.

Alle weiteren Infos zu diesem Reisebaustein erhalten Sie hier.


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