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Meine Reise ans schönste Ende der Welt: Neuseeland

5 Oktober 2012

Unsere Praktikantin Julia hatte das Glück bei einem Auslandsaufenthalt in das Alltagsleben der Kiwis zu schnuppern. Lesen Sie hier mehr über Ihre Erlebnisse und Reisetipps für Neuseeland.

Aussicht auf den Abel Tasman NationalparkFür viele ist Neuseeland nur die kleine Schwester Australiens, irgendwo am anderen Ende der Welt. Doch der Inselstaat, der zu keinem Kontinent der Welt gehört, hat viel mehr zu bieten. Hohe, schneebedeckte Berge direkt am strahlend blauen Meer, weiße Sandstrände und schroffe Felsküsten, Gletscher, Fjorde, klare Seen und urige Wälder: Aotearoa, wie Neuseeland von seinen Ureinwohnern, den Maori, genannt wird, wartet mit einer vielfältigen sowie einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt auf, die jeden Outdoorfan begeistert. Hier ticken die Uhren anders.
Auf meiner Neuseelandreise hat mich besonders die Leichtigkeit und Offenheit der Neuseeländer beeindruckt. In Geschäften wird man oft mit einem freundlichen „Hey, how you doin‘?“ begrüßt, so dass man sich sofort willkommen fühlt und schon in einen Smalltalk verwickelt wird. Kurze Besuche „nur auf den Sprung“ bei Freunden werden in Neuseeland gerne doch längere Aufenthalte – ein gutes Sandwich oder eine Tasse „Milo“ (Kakao) sind immer ein Anlass, länger zu verweilen. Da lässt sich das Gemüt eines Kiwis nicht aus der Ruhe bringen. Hektik? Schnelllebigkeit? Dies sind in Neuseeland Fremdwörter. Wie gesagt – hier ticken die Uhren anders. Und wenn man mal auf Auswanderer trifft, erzählen sie einem, dass sie in Neuseeland eine richtige Heimat gefunden haben. Selbst wenn man erst seit ein paar Tagen in Neuseeland ist, versteht man sofort, was sie meinen, denn der „Kiwi way of life“ ist einfach ansteckend und zieht einen in seinen Bann.

Das Meer von KaikouraDie Hauptstadt Wellington bietet einige Highlights: neben dem Hafen und den vielen „Opshops“ ist das Te Papa Museum sehenswert, das Nationalmuseum Neuseelands. Interessant ist auch der „Bienenstock“, das Regierungsgebäude mit ungewöhnlicher Architektur. Von Wellington aus kann man mit der Fähre zur Südinsel gelangen – eine schöne Alternative zum Inlandsflug, denn so sieht man die Marlborough Sounds, ein Gebiet aus fjordähnlichen Halbinseln und einer Wasserlandschaft.  Empfehlenswert ist ein auch Besuch des Abel Tasman Nationalparks im Nordwesten der Südinsel. Dieser bietet einzigartige Wanderrouten und ruhige Buchten mit Blick auf das Meer, welches in den verschiedensten Blautönen glitzert – hier bleibt ein Südseeflair nicht aus.

Wie Kontrastreich Neuseeland ist, zeigt sich an der Westküste der Südinsel: während der Abel Tasman Nationalpark für idyllische Traumstrände und azurblaue See bekannt ist, bietet sich hier ein anderes Bild: die schroffe, wilde Westküste ist weit weniger idyllisch, wenn auch nicht weniger faszinierend. Hohe Wellen brechen an bizarren Felsformationen, es stürmt und regnet oft und an einigen der Steinstrände ist das Baden gefährlich. Die „Pancake Rocks“ sehen aus wie aufgestapelte Pfannkuchen, zwischen denen plötzlich Praktikatin Julia beim TrekkingWasserfontänen hochspritzen und salzigen Meeresgeruch in der Luft verbreiten.

Auch die Tierwelt Neuseelands ist einzigartig: giftige Tierarten sucht man in diesem Paradies vergebens. Dafür findet man hier zum Beispiel Vogelarten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt, wie beispielsweise den Kiwi, nach dem sich die Neuseeländer benennen. Diesen kann man auf Stewart Island am besten beobachten. Wer größere Tiere erleben will, sollte auf keinen Fall die schöne Küstenstadt Kaikoura verpassen: Whale watching ist hier angesagt! Und ein besonderer Tipp ist der Ohau Wasserfall. Hier kann man kleine Robbenbabys beim Spielen beobachten. Eine Einheimische erzählte mir, dass ihre Eltern sie hier hinbringen, während sie im Meer jagen. Der Wasserfall bietet ein natürliches „Planschbecken“ für die Jungtiere.
Unvergessen bleibt auch das mehrtägige Trekking im Landesinneren. Vor atemberaubender Kulisse ist dies eine Erfahrung, bei der man körperlich an seine Grenzen geht und gleichzeitig ganz neue Seiten an sich entdeckt. Mit vielen neuen Eindrücken und prägenden Erlebnissen endete meine Reise ans andere Ende der Welt. Und es wird sicher nicht die letzte sein!


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Ein Kommentar
Georg, 5. Oktober 2012, 13:59 Uhr

Der Abel Tasman Nationalpark war auch auf meine Neuseeland-Reise ein absolutes Highlight! Ich empfehle eine Kanu-Tour an einen der grandiosen Strände und dann eine Wanderung zurück durch den Park. Wahnsinn was man da alles entdecken kann!

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