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Mit dem Longtailboat zum Khao Sok Nationalpark

von Mehr Noel Tekath Reisespezialist

9 April 2016

Im Dezember haben Noel und sein Bruder zusammen eine 16-tägige Rundreise durch Thailand, und unter anderem auch durch den Khao Sok National Park unternommen. Was sie dort erlebt haben und ihnen dort besonders gut gefallen hat, erzählt Noel in diesem Blogbeitrag.

Auf in den Khao Sok Nationalpark!

Unsere Tour startete in der quirligen und, anlässlich des Geburtstages des Königs, prachtvoll mit Portraits, endlosen Lichterketten, gelben Flaggen und farbenprächtigen Blumen geschmückten Hauptstadt Bangkok. Von dort führte sie uns dann zu den wunderschönen und abwechslungsreichen 7-stufigen Wasserfällen des Erwan Nationalparks im Westen Thailands. Doch was uns dann unweit der Stadt Surat Thani im Khao Sok Nationalpark erwartete, ließ uns unser bisher Erlebtes nahezu vergessen.

Unsere 2-tägige Tour auf dem Chiao-Lan-See inmitten des Khao Sok Nationalparks startete am Ratchaprapha-Staudamm. Mit dessen Errichtung im Jahre 1982 ein großer Teil des Nationalparks geflutet und somit der Chiao-Lan-See geschaffen wurde.

Vom kleinen Hafen des Sees ausgehend haben wir uns zusammen mit unserem Guide Adam und Bootsführer in einem typischen Longtailboat auf die einstündige Fahrt zu unserer Unterkunft gemacht.

Der kleine Hafen der Kanus Chiao-Lan-See

Der kleine Hafen der Kanus Chiao-Lan-See

Mit jedem Meter, den wir uns vom kleinen Hafen entfernten, zeichneten sich erste, immer größer werdende und dicht bewachsene Kalksteinzüge am Horizont ab. Und umso mehr kamen wir nicht mehr aus dem Staunen heraus, als wir nach einer guten halben Stunde Fahrt die Felsformationen mit ihren steil emporsteigenden Hängen aus nächster Nähe betrachten konnten.

Ausblick vom Kanu

Ausblick vom Kanu

Als der Guide Adam dann bei langsamer Fahrt am vorbeiziehenden Panorama noch sagte: „You’re really lucky. The weather is really good today.“, konnten wir unser Glück kaum fassen. Also haben wir und sogar unsere Guides die Chance genutzt, um dieses imposante Naturschauspiel auf Bildern und Videos in Ruhe festzuhalten.

Chiao-Lan-See und die bewachsenen Felsformationen

Chiao-Lan-See und die grün bewachsenen Felsformationen

 

Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt, umringt von endlos erscheinenden Bergzügen, haben wir unsere, zwischen zwei kleinen Inseln gelegene, Wasserbungalow-Anlage erreicht.

Vor Ort hat uns Adam dann eine kurze Einweisung mit den wichtigsten Informationen gegeben: Die Sanitäranlagen befinden sich am Ende des Stegs, Strom gibt es nur von 18 bis 22 Uhr und die Holzstege sollten, um bei Nässe nicht auszurutschen, nur mit Flipflops betreten werden. Doch das Einzige, was uns eigentlich brennend interessierte, war: Was ist mit den Kajaks, die wir schon bei unserer Ankunft vor der Unterkunft, im Wasser treibend gesehen hatten? Zur unserer Freude konnten wir diese gegen ein Pfand von lediglich 1000 Baht (ca. 25 Euro) ausleihen.

Kanutour

Landschaft erkunden bei einer Kanutour

 

Die Landschaft sowohl auf dem Wasser…

Nachdem wir unseren Bungalow bezogen und uns in Badesachen geschmissen hatten, haben wir uns sogleich mit den Kajaks auf eine Erkundungstour rund um unsere Unterkunft gemacht. Sich in solch einer Umgebung einfach im badewannenwarmen und klaren Wasser, vorbei an dicht bewachsenen Inseln, mit Tiergeräuschen im Hintergrund und vereinzelt aus dem Wasser ragenden, abgestorbenen, unwirklich wirkenden Baumstämmen treiben zu lassen, ist einfach unbeschreiblich. Dies muss man einfach selbst erlebt haben!

Eine abenteuerliche Kanufahrt

Eine abenteuerliche Kanufahrt

 

… also auch zu Fuß erkunden!

Nach zwei unglaublichen Stunden im Kajak mussten wir uns dann langsam zurück zur Unterkunft bewegen, um uns dort für unsere anstehende Dschungelwanderung bei einem sehr leckeren Mittagessen zu stärken. Zusammen mit unserem Guide Adam sind wir dann in ca. 20 Minuten mit dem Boot zu einem kleinen Anleger gefahren und haben von dort aus eine einstündige Wanderung durch den dichten Dschungel unternommen.

 

Unerwartete Begegnungen

So angenehm die Luft auf dem See selbst war, so drückend schwül und warm war die Luft mitten im Dschungel. Doch dies hat uns nicht davon abgehalten, dem Pfad in den Dschungel zu folgen und den Lauten der Tiere im Hintergrund zu lauschen. Egal, wo wir hinschauten: Pflanzen und Tiere überall! Adam hat uns mit seinem geschulten Blick immer wieder auf verschiedenste Echsen und kleinen Tieren aufmerksam gemacht.

Ein Echse an einem Ast

Ein Echse an einem Ast

Auf halbem Weg wurde Adam dann auf einmal hektisch und hat mit geübten Griffen eine Echse an einem Baumstamm gefangen. Nachdem er uns die „Flügel“ der Echse gezeigt hatte, war unsere Verwunderung umso größer, als er diese plötzlich in die Höhe schmiss, und wir Zeugen der außergewöhnlichen Flugkünste der Flugechse wurden und diese sicher am nächsten Baumstamm landete. Ein wahrlich faszinierender Anblick!

Der Guide zeigt uns die Echse mit Flügeln

Der Guide zeigt uns die Echse mit Flügeln

Auf dem Rückweg haben wir dann noch Glück gehabt und einer Affenfamilie beim Herumtollen und Essen in den Baumwipfel, über unseren Köpfen, beobachten können.

Affe im Baum

Affe im Baum

Und zu allerletzt haben wir dann sogar noch eine schwarze Vogelspinne am Ausgang ihres Baus, in Lauerstellung auf die nächste Beute, sehen können. Beim Versuch sie zu fotografieren wurde uns ganz schön mulmig. Im Sekundentakt haben wir versucht uns der Spinne langsam zu nähern, die Kamera zu fokussieren und gleichzeitig die Spinne bloß nicht aus den Augen zu verlieren. Der Schreck war groß als die Spinne plötzlich im Bau verschwand. Aber die Aufregung und Mühe hat sich gelohnt. Wer kann schon von sich behaupten, eine Vogelspinne in freier Natur gesehen zu haben?

Eine Volgespinne versteckt in den Blättern des Dschungels

Eine Volgespinne versteckt in den Blättern des Dschungels

 

Zurück in der Unterkunft haben wir uns dann bei einem Bad im See von den aufregenden Beobachtungen und Hitze im Dschungel erholt und auf der Veranda des Bungalows gut gehen lassen.

Nach dem anschließenden leckeren Abendessen haben wir dann den atemberaubenden Ausblick auf die, hinter den Bergzügen, untergehende Sonne genossen und bei einer ausgiebigen Kartenspielrunde den Tag ausklingen lassen. Und genauso überwältigend startete der nächste Morgen, als die ersten Sonnenstrahlen über die Kalksteinfelsen an der anderen Seite des Sees durch die diesige Luft hereinbrachen.

Nach einer kurzen Erfrischung im See haben wir uns zusammen mit dem Guide im Boot auf den Weg gemacht, um die Affen am Ufer der Steilhänge zu beobachten. Auch hier wurden wir wieder Zeugen davon wie sich Affen gegenseitig entlausten, gemächlich ein Blatt nach dem anderen vertilgten und später geschickt von Ast zu Ast sprangen.

Die kleine Affenfamilie beim Entlausen erwischt

Die kleine Affenfamilie beim Entlausen erwischt

Wenn auch Sie den Khao Sok Nationalpark erleben möchten, planen unsere Reisespezialisten gerne gemeinsam mit Ihnen Ihre nächste Reise. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.


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