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Lisannes Abenteuer in Ecuador: Ankunft und erster Eindruck in Quito

19 Mai 2018

Schülerin Lisanne erlebt in Ecuador ein tolles Abenteuer. Sie macht sich auf den Weg und verbringt mehrere Monate in Ecuador, um sich in einer Hilfsorganisation zu engagieren. Sie unterrichtet die englische Sprache an einer Schule in der Nähe von Puerto Lopez, um an der Verbesserung des Bildungsstandes mitzuwirken. In dieser Blogreihe erfahren Sie mehr über ihre Erfahrungen vor Ort.

Anreise nach Quito

Endlich ging es los und ich habe mich in Düsseldorf am Flughafen von meinen Lieben verabschiedet. Mein Flug nach Quito ging über London Heathrow, wo ich auch meine Mitfreiwillige Luise getroffen habe. Im Flieger konnten wir uns schon mal ein wenig kennenlernen. Als wir endlich in den Landeanflug  auf Quito übergingen, war ich beeindruckt.

Von oben im Dunkeln sah Quito sehr riesig und faszinierend aus. An sich ist Quito aber gar nicht die größte Stadt in Ecuador, Guayaquil ist beispielsweise noch größer. Quito erstreckt sich aber durch ein ganzes Tal, wodurch es dann so riesig wirkt. Zudem liegt Quito auf 2.800 Meter Höhe, sodass der Anflug ein ganz schönes Stück über die Anden geht.

Die ersten zwölf Nächte haben wir in Quito in einer selbstorganisierten Airbnb-Unterkunft verbracht. Da waren wir auf jeden Fall sehr gut untergebracht, da die Eigentümer selbst auch dort gewohnt haben und bei jeglichen Fragen oder Problemen sehr hilfsbereit waren. Sie selbst besitzen eine englischsprachige Sprachschule für Ecuadorianer, die Interesse daran haben, ihre Englischkenntnisse zu erweitern.

Am Flughafen in Quito wurden wir vom Chef der Sprachschule abgeholt, bei der wir unseren Spanischunterricht gebucht hatten. Das hat wunderbar geklappt und wir mussten uns nicht spät am Abend darum kümmern, in die etwas weiter entfernte Stadt zu kommen. Gegen 23:30 Uhr waren wir schließlich in unserer Unterkunft, insgesamt hat die Anreise also ca. einen Tag gedauert. Da war man doch etwas erschöpft und ganz froh, endlich ins Bett fallen zu können. Der Zeitunterschied beträgt minus 7 Std.

Mein erster Eindruck von Quito

Am ersten Morgen war ich erstmal vom Verkehr in Quito geschockt. Wir haben von unserer Unterkunft bis zur Sprachschule ca. 1,5 Std. gebraucht. Für zwei Wochen zwei Mal am Tag so lange zu fahren hatte ich mir eigentlich nicht so vorgestellt. Es sollte sich aber herausstellen, dass es nur eine Ausnahme war, zum Glück. Die „normalen“ Busse in Quito sind blau und einen Busfahrplan gibt es nicht. Es gibt zwar Haltestellen, aber wenn man weiß, wo der Bus langfährt, kann man sich auch einfach irgendwo an die Straße stellen und winken, sobald man den Bus sieht. Die Türen gehen noch in voller Fahrt auf, daher sah mein Ein-/Aussteigen des Öfteren nicht allzu elegant aus. Eine Busfahrt innerhalb von Quito egal wohin kostet umgerechnet 25 Cent. Währung ist hier übrigens der US Dollar.

Unterwegs in Quito

Unterwegs in Quito

Die ersten Tage waren ganz schön anstrengend. So ein reges Stadtleben ist ja doch was anderes als das etwas ruhigere Dorfleben bei uns zu Hause und so viel Spanisch zu sprechen und auch zu hören hat mich erstmal ziemlich ermüdet. Ich musste mich die ganze Zeit sehr konzentrieren, obwohl in Quito fast ohne Akzent gesprochen wird. Ich hatte seit April keinen Spanischunterricht mehr und – shame on me – allzu viel hatte ich mich auch vor meiner Ausreise nicht mehr mit der Sprache befasst. Dafür fand ich aber, dass ich doch relativ schnell wieder reingekommen bin und mein Wissen wieder ein wenig aktivieren konnte. Für einfache Konversationen reichte es auch erstaunlicherweise aus.

Regierungsgebäude am "Plaza Grande"

Regierungsgebäude am „Plaza Grande“

Wir sind jeden Tag von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr zur Sprachschule gegangen. In der ersten Woche sind wir danach meistens ein wenig durch Quitos Altstadt gelaufen. Die stammt noch aus Kolonialzeiten und ist das erste Unesco-Weltkulurerbe. Mich persönlich hat die Altstadt nicht allzu sehr beeindruckt, um ehrlich zu sein. Natürlich ist vieles sehr alt, ich finde jedoch, dass die vielen kleinen „Alles-Geschäfte“ nicht zu einer gemütlichen oder gar romantischen Atmosphäre beitragen. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu verwöhnt von der wunderschönen Altstadt in unserem Lieblingsurlaubsziel Rovinj in Kroatien.

Basilica del voto nacional

Die „Basilica del voto nacional“

Am Donnerstag wurde dann ein Salsa Kurs in einer Tanzschule angeboten, wo wir auch hingegangen sind. Es hat viel Spaß gemacht und da hier auch generell sehr viel Salsa getanzt wird, war es ganz hilfreich. Nach dem Kurs sind wir mit den anderen Sprachschülern im Viertel „Mariscal“ hängen geblieben, wo wir uns in einer Bierbar das WM-Qualifikationsspiel Brasilien gegen Ecuador angesehen haben. Es war laut und die Stimmung war super, obwohl Ecuador eher den Kürzeren gezogen hat.

Auch wenn Lebensmittel im Supermarkt relativ westliche Preise annehmen, ist das Essen in einfachen Restaurants sehr günstig. Wir haben fast immer in einem sehr guten vegetarischen Restaurant gegessen, in dem ein Mittagessen 2,70$ gekostet hat. Dafür hat man dann ein Mittagsgericht bekommen, einen riesigen frischen Obstsalat mit Joghurt und Müsli, einen kleinen Beilagensalat, einen kleinen Nachtisch und ein Getränk!

Am Freitag sind wir nach der Sprachschule mit dem „Teleférico“ auf den Rucu Pichincha gefahren. Die Gondelfahrt dauert ca. 10 min und chauffiert einen auf 3.900 Metern hoch. Wir hatten super Glück mit dem Wetter, konnten aufs gesamte Tal schauen und die umliegenden Vulkane sehen. Anstatt die Gondel wieder runter nach Quito zu nehmen, haben wir uns nach der Empfehlung des Reiseführers dazu entschieden, herunter zu wandern. Das hat sich auch sowas von gelohnt! Auch wenn der Weg nicht immer ganz ausgeschildert war, war er einfach so schön und man hatte immer wieder beeindruckende Aussichten auf Quito. Am Fuße des Berges mussten wir dann noch eine unangenehme Begegnung mit einigen knurrenden und uns verfolgenden Straßenhunden auf uns nehmen, aber auch das haben wir gemeistert. Bis dahin hatte uns noch niemand vor den Hunden gewarnt, immer nur vor den Menschen selbst. Wenn man den Rucksack nicht 24/7 vorne getragen hat, wurde man direkt darauf hingewiesen dies doch zu tun, wobei wir uns keinmal unsicher gefühlt haben (was nicht heißen soll, dass man diesen Tipp nicht befolgen sollte). Doch die Hunde sind wie gesagt auch nicht ohne und haben bei uns mehr Herzklopfen verursacht.

Beeindruckende Aussicht beim Wandern

Insgesamt waren die ersten Tage ein guter Einstieg ins Jahr, in die Sprache und Kultur. Quito eignet sich generell auch wunderbar als Ausgangspunkt für verschiedene Ausflüge zum Beispiel nach Baños, Cotopaxi, Papallacta, Mindo
oder Otavalo.

 


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