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Auf zur höchsten Kneipe Afrikas

von Mehr Jennifer Knoche Controlling

21 Januar 2015

Auf ihrer Tour durch das östliche Südafrika hat unsere Reisespezialistin Jennifer auch einen Abstecher in das Königreich Lesotho gemacht. Das Land ist eine Enklave, also vollkommen von Südafrika umschlossen. Dabei hat Sie die höchstgelegene Kneipe des Afrikanischen Kontinents entdeckt. Lesen Sie was sie auf dieser Tour erlebt hat.

Am frühen Morgen werden wir von unserem Guide abgeholt. Auf uns wartet die Erkundung des Sani Passes, dem höchsten Gebirgspass in Südafrika. Der Pass, zwischen dem Osten von Lesotho und Südafrika, windet sich in zahlreichen Serpentinen durch die südlichen Drakensberge, dem höchsten Gebirge des südlichen Afrikas. Schroffe Abhänge und steile Anstiege verlangen hier einen erfahrenden Fahrer und ein Allradfahrzeug, deshalb lassen wir heute unseren Mietwagen stehen und genießen die großartigen Ausblicke als Beifahrer.

 

Afrikanische Massage

Zunächst erklärt uns unser Guide Elias die verschiedenen Phasen des Passes. In der ersten Phase bewegen wir uns auf geteerten Straßen fort. Phase zwei nennt er die „afrikanische Massage“. Es ist die Phase in der die geteerte Straße nach und nach in eine Schotterpiste übergeht. In Phase drei können wir uns auf so genannten „Hämorriden Hügel“ freuen, denn es geht über Stock und Stein. Na das kann ja lustig werden!

 

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Erlebnisreiche Kurven

Aber nicht nur die steilen Kurven und die Schotterpiste machen die Fahrt zu einem Erlebnis. Während unser Guide das Allradfahrzeug die Pässe hinauf steuert, erfahren wir von ihm einiges über die Flora und Fauna der südlichen Drakensberge. Wir sehen diesmal zwar keine Tiere, aber Elias erzählt uns, dass es hier unter anderem Wildkatzen, Baboons und Klippspringer gibt. Die Pflanzenwelt besteht hier am Pass vorwiegend aus Graslandschaft.

 

Ausblick auf den Sani Pass

Hier führte der erste Sanipass einst entlang

Mystischer Anstieg

Nachdem wir in den ersten beiden Phasen sehr gut vorankommen sind erreichen wir auch schnell die Sani Pass Border Control. Wir zeigen unsere Pässe vor und passieren die südafrikanischen Grenzkontrollen. Die Einreise nach Lesotho wird erst oben, auf der Passhöhe, stattfinden. Für die nächsten 8 km (wir befinden uns nun in Phase 3!) mit circa 1000 Meter Höhendifferenz werden wir ungefähr 1 Stunde brauchen. Vor uns liegen Serpentinen, eingerahmt von riesigen grünen und braunen Hügeln in einem Nebel, der alles sehr mystisch und geheimnisvoll erscheinen lässt.

 

Wolkenfelder am Sani Pass

Wolken ziehen durch die Berge und Täler

Stoßgebete inklusive

Nach einiger Zeit passieren wir ein Schild, dass uns ankündigt, dass wir uns nun mehr als 2000m über dem Meer befinden. Der folgende Abschnitt wird steiler und steinig. Die Kurven hier haben so bezeichnende Namen wie „Whiskey corner“ (den braucht es anscheinend wenn man das erste Mal die Strecke erkundet), „Suicide Bend“, „Ice Bend“ und schließlich „God’s grace“. Denn bei circa 20% Steigung auf einer Schotterpiste, schicken die meisten ein kleines Stoßgebet gen Himmel.

 

Unser Geländewagen auf den steilen Schotterpisten

Unser Geländewagen auf den steilen Schotterpisten

Atemberaubende Landschaft

Wir versuchen die Schräglage des Autos zu ignorieren und den atemberaubenden Ausblick auf die zerklüftete Hochgebirgslandschaft zu genießen. Unversehrt und ohne Schwindelgefühl kommen wir schließlich oben an und passieren den Grenzposten von Lesotho.

Die höchste Kneipe Afrikas

Hier oben befinden sich ein kleines Basotho Dorf und der höchstgelegene Pub Afrikas, ansonsten ist die Gegend dünn besiedelt. Die Basotho führen ein einfaches Leben in ihren traditionellen Rundhütten. Man sieht sie in Wolldecken gehüllt, die vor Regen und Kälte schützen sollen, zusammen mit Gummistiefeln und einem Basthut ergibt dies die typische Kleidung der Einwohner. In den Hochebenen leben und arbeiten Hirten und die kleinen Dörfer sind deren Versorgungsstationen. Da es hier keine Supermärkte gibt, haben es sich die Frauen in der Gegend zur Aufgabe gemacht diese Hirten mit Essen zu versorgen. Um anzuzeigen, was in den Hütten verkauft wird, werden verschiedene Flaggen gehisst. Eine rote Flagge zeigt an, dass es hier Fleisch gibt, für Bier und Brot wird eine weiße Flagge gehisst und wenn man Gemüse kaufen kann, weht eine grüne Flagge.

Auf einen Drink

Zum Abschluss dieses Tages darf der Besuch im Pub natürlich nicht fehlen. Der Nebel vereitelt uns leider den Blick auf die Landschaft, dennoch war die Tour eine tolle Erfahrung.

 

Die höchstgelegene Kneipe Afrikas

Die höchstgelegene Kneipe Afrikas

 


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