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Kulturschock Indien – von allem ein bisschen mehr

von Mehr Claudia Seinen Supervisor, Reisespezialistin

26 März 2013

Als Reisespezialistin für Asien hat Claudia bereits die unterschiedlichsten Länder gesehen. Dieses Mal sollte es aber komplett anders werden. Schnell fiel die Wahl auf Indien, welches auf ihrer persönlichen Reiselandkarte noch ein großer schwarzer Fleck war, der mit Farben, Formen, Gerüchen und Eindrücken gefüllt werden wollte…

Aber Fort in Jaipur

Reisepsezialistin Claudia vor dem Amber Fort

Ich hatte ja schon von den ein oder anderen landestypischen Dingen gehört. Zu Beginn meiner Reiseplanung kamen die unterschiedlichsten Fragen auf: Laufen überall Kühe herum und wie heilig sind diese tatsächlich? Tragen wirklich alle Frauen Saris? Wie können Arm und Reich miteinander leben? Spürt man noch heute die alten Kolonialmächte? Wie sieht es in einem Land mit mehr als 1 Milliarde Menschen aus? Die Antworten kamen schneller als gedacht.

Start meiner Reise war Nord-Indien. Auf dem ca. 4 h langen Weg nach Jaipur hatte ich bereits nach den ersten Minuten mehrere Erkenntnisse. Zum einen: Indien ist bunt. Natürlich sind auf den Straßen viele Lastwagen unterwegs. Diese sind schon älter, bunt bemalt und mit Tüchern verziert. Dieser Eindruck des farbenfrohen Indiens sollte sich insbesondere in Nordindien noch verstärken. Der  Sari ist hier tatsächlich das gängigste Kleidungsstück der Frauen. In den unterschiedlichsten Farbtönen erstrahlt und ziert es Frauen von jung bis alt. Es ist Alltagskleidung und wird auch bei allen zu erledigenden Arbeiten getragen.
Eine weitere Erkenntnis, die ich auf diesem Weg  gewonnen habe: Indien ist laut. Die zahlreichen Fahrzeuge, Roller und Fahrradrikschas haben allesamt eins gemeinsam: eine Hupe! Und diese wird ununterbrochen benutzt für jegliche Art der Kommunikation –  als Warnung, als Anzeige fürs überholen, als Aufforderung Platz zu machen, zum Grüßen, zum Kühe verscheuchen… .

Markt in Jaipur

Buntes Treiben auf dem Markt in Jaipur

Unser Weg führte uns  weiter durch städtisches und ländliches Gebiet und die enormen Ausmaße des Landes mit dieser riesigen Anzahl von Menschen sind allgegenwärtig. Am Straßenrand wurde gearbeitet, gelebt und gewohnt. So beeindruckend das ist, wird schnell ersichtlich, dass das Leben der Inder und die Überbevölkerung auch negative Folgen  mit sich bringen. Viele Familien leben auf engstem Raum, haben kein fließendes Wasser oder Elektrizität. Shopbesitzer schlafen vor Ihren Läden mitten auf der Straße. Nicht zuletzt produzieren so viele Menschen auch eine Menge an Müll. Auch dies bleibt einem als Tourist nicht verborgen  – Indien ist nicht das sauberste Land. Und zwischen all dem Gedränge auf den Straßen spazieren Kühe. Die Tiere sind allgegenwärtig und selbst in den Millionenstädten sieht man sie an jeder Ecke. Geschickt steuern die Roller- und Autofahrer um die Tiere herum. Es wird darauf geachtet, dass ihnen nichts passiert, denn schließlich hat jede Kuh auch einen Besitzer. Die Tiere sind für die Menschen wichtig, da diese Milch geben und somit auch für den Lebensunterhalt einiger Familien sorgen.

Reisespezialistin Claudia vor dem Taj Mahal

Reisespezialistin Claudia vor dem Taj Mahal

Tatsächlich gibt es auch einen Anteil der Bevölkerung denen die Kühe als Nahrung dienen. Immerhin sind mehr als 200 Millionen Inder Moslems. Das damalige Persische Reich beeinflusste auch Indien durch seine Maharadschas. So wurde der islamische Glaube verbreitet. Die damaligen Herrscher ließen riesige Festungsanlagen bauen, die noch heute beeindruckend sind. Nicht zuletzt stammt auch das berühmte Taj Mahal aus dieser Zeit. Dass die Engländer und die Portugiesen Indien kolonialisiert hatten, war mir bekannt, aber dass der muslimische Glaube doch so stark ausgeprägt ist, hätte ich nicht vermutet und zeigt eine weitere Facette dieses abwechslungsreichen Landes.

Mittlerweile sind wir in Jaipur angekommen. Die kurze Zeit auf indischem Boden hat mir bereits jetzt unzählige Eindrücke beschert. Zwar sind 2 Wochen für ein so großes Land wenig, aber was wird mich noch alles erwarten? Nur bei einem bin ich mir sicher: es wird eine sehr intensive Zeit werden. Indien ist einfach anders und bietet von allem ein bisschen mehr – in jeglicher Hinsicht.


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