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Street Food Safari und Kochkurs in Vietnam

21 August 2015

Wer kennt das nicht- man reist in ein Land und möchte gerne die Landesküche kennen lernen. Man schlendert durch die Straßen vorbei an kleinen Garküchen mit wunderbarem Duft. Speisekarten liegen keine aus und selbst wenn, versteht man wahrscheinlich nichts. Also traut man sich direkt am ersten Tag in eine Garküche mit fremden Zutaten? Oder geht man doch eher in ein touristisch anmutendes Restaurant und bestellt gebratene Nudeln? Genau dies ist Reisespezialistin Christine bei ihrer ersten Reise nach Vietnam auch durch den Kopf gegangen. In diesem Blogbeitrag erzählt sie Ihnen, wie Sie ganz einfach die richtige Garküche für sich finden!

Reisespezialistin Christine

Reisespezialistin Christine probiert die Köstlichkeiten Vietnams

Um ehrlich zu sein haben wir uns am ersten Abend für den gebratenen Reis entschieden… Um zu verhindern, dass wir drei Wochen lang nur gebratenen Reis oder Nudeln essen, haben wir uns am zweiten Tag für eine Street Food Safari in Hanoi angemeldet. Direkt vom Hotel sind wir gestartet und keine 10 Minuten Fußmarsch später, durch den doch recht chaotischen Verkehr, sind wir schon bei unserem ersten Halt angekommen. Der Anblick der kleinen Tische und Höckerchen war für mich persönlich erstmal es etwas verwirrend. Was im ersten Moment aussah wie die Kinder-Ecke, entpuppte sich recht schnell als die normale Bestuhlung vieler Restaurants in Vietnam.

Tische und Stühle Vietnam

Tische-und Stühle im Mini-Format. Keine Seltenheit in Vietnam.

 

Unser Guide hat uns neben den ganzen Gerichten auch immer sehr viel zu dem Ursprung und der Zubereitung der Gerichte erklärt. Mit dem Essen ist es in Vietnam genau wie mit dem Klima: Zwischen Nord-, Zentral- und Südvietnam gibt es viele Unterschiede. Das Essen im Norden ist ausgewogen zwischen süß, scharf und sauer. In Zentralvietnam dominieren die Kräuter und je weiter südlich man kommt, desto schärfer wird das Essen.
Direkt im ersten Restaurant konnten wir bei der Zubereitung von „Banh Cuon“ zuschauen. Zuerst wurde eine flüssige Reismasse auf einem Dampftuch, ähnlich wie ein Crepe, verteilt und dann ganz vorsichtig hochgehoben. Gefüllt wurde es dann mit Hackfleisch und Mur Err Pilzen. Natürlich durfte die Garnierung mit Röstzwiebeln und die obligatorische Soja Sauce nicht fehlen. Ein absolut gelungener und köstlicher Start.

Banh Cuon

Leckeres Banh Cuon

 

Es ging weiter mit Papayasalat, vietnamesischen Sommerollen, Fisch im Claypot (ein Tontopf) und einer Art gefüllter Rösti. Zum Trinken gab es je nach Gusto entweder Zuckerrohrsaft oder auch Reis-Schnaps.

Vietnamesisches Essen

Bei der Street Food Tour kommt man in den Genuss vieler unterschiedlicher Gerichte

 

Vier Stunden dauerte unsere Tour quer durch die Restaurants und Straßenstände der Stadt. Es war hervorragend, um einen Einblick in die Küche Vietnams zu bekommen. Kleiner Tipp: Man sollte sich die Namen der Gerichte gut merken damit man auch das nächste Mal weiß was man bestellen soll…

Im Laufe unserer Reise wurden wir immer mutiger und probierten munter drauf los. Teilweise wussten wir nicht so genau, was wir eigentlich bestellten…aber es war ausnahmslos lecker. Das Schöne an dem Essen ist, dass es gerade auch bei den doch recht hohen Temperaturen bekömmlich ist und daher nicht so schwer im Magen liegt. In jeder Stadt und jeder Region gibt es eigene Spezialitäten, wodurch sehr viel Abwechslung beim Essen geboten wird.

Da wir nun in den Restaurants keine Probleme mehr hatten etwas Leckeres auszuwählen, wuchs unser Interesse an der Zubereitung der Speisen. In Hoi An kam daher der Kochkurs wie gerufen. Zunächst fuhren wir zu einem kleinem Dorf etwas außerhalb von Hoi An. In der Mitte des Dorfes lagen die Gemüsefelder und Beete. Das Besondere hier waren jedoch nicht die circa halben Meter langen Gurken sondern, dass alle Einwohner ohne chemische Mittel und auch ohne Maschinen arbeiteten. Wir schlenderten durch die kleinen Wege entlang der Felder und auf jedem Meter nahmen wir unterschiedliche Gerüche wahr.

Bauern Vietnam

Auf den Feldern Vietnam’s wird vieles per Hand gemacht

 

Anschließend sind wir weiter zu einem lokalen Markt gefahren. Wir waren verwundert über die Größe und die Farben der uns eigentlich bekannten Obst und Gemüsesorten. Aber natürlich mussten wir gerade die uns unbekannten Sorten probieren. Rose Apple oder auch grüne Papaya waren köstlich. Unser Einkaufskorb wurde immer voller und unser Weg führte uns durch die Fisch und Fleisch Abteilung. Zugegeben, der Geruch war alles andere als angenehm, aber auch hier gab es wieder viele Dinge, die wir von zu Hause nicht kannten.

Gemüse Vietnam

In Vietnam kann man sich über die Größe wundern…

Markt Vietnam

Die Märkte Vietnams beeindrucken mich mit ihrer Vielfalt

Exotisches Vietnam

Der Besuch eines Vietnamesischen Marktes wird Ihnen lange in Erinnerung bleiben

 

Zurück in der Kochschule bewunderten wir erstmal die Küche, denn die Kochschule liegt wunderschön am Fluss mit offenem Küchenbereich. So konnten wir den Blick auch ab und zu über den Fluss oder den Pool schweifen lassen und der leichte Wind sorgte ein wenig für Abkühlung von den dampfenden Töpfen.

Kaum angekommen ging es auch schon los mit den Vorbereitungen. Die Knochen kamen auf den Grill, Gemüse wurde geschnibbelt und Schalotten geröstet. Zuerst wurde die traditionelle Suppe Pho zubereitet. Eine sehr schmackhafte und würzige Nudelsuppe mit Rindfleisch und vielen Kräutern. Anschließend widmeten wir uns den Shrimps, die wir in einem Bananenblatt einwickelten und grillten. Durch die Zugabe verschiedener Gewürze und Kräuter schmeckte es köstlich. In einem Tontopf wurde unser Fisch für den nächsten Gang gegrillt, den wir anschließend mit leckeren Reisnudeln und Erdnüssen zusammen verspeist haben. Es heißt ja auch so schön: Das Beste kommt zum Schluss. Mein absoluter Favorit unseres Kochkurses war die gegrillte Hühnchenbrust mit grünem Papayasalat. Schon allein die Zubereitung zeigte uns die Vielfalt der Gemüsesorten aber auch Gewürze. Viele unterschiedliche Zutaten, wie grüne Papaya, grüne Mango oder auch Bananenblüten rundeten das Gericht ab.

Reisespezialistin Christine beim Kochen

Reisespezialistin Christine beim Schneiden

Frische Zutaten

Viele frische Sachen kommen zum Einsatz

Garnelen im Bananenblatt

Wir lernen das Bananenblatt als Küchenutensil kennen

 

Anschließend konnten wir uns an dem Pool etwas entspannen und alle Köstlichkeiten bei einem Spaziergang durch die Kochschule verdauen. Es war ein herrlicher Tag. Die Kochschürze und  das Rezeptheft konnte ich sogar als Geschenk mit nach Hause nehmen.
Sowohl die Street Food Safari als auch der Kochkurs in Vietnam waren sehr schöne Möglichkeiten die Esskultur Vietnams und Zubereitungsarten kennen zulernen.
Durch die Begeisterung angesteckt haben meine Kollegen und ich einen vietnamesischen Kochabend veranstaltet. Kleine Schwierigkeiten für die Besorgungen der unterschiedlichen Zutaten wurden überwundern und wir hatten einen tollen und leckeren Abend. Aber etwas hat gefehlt! Wir sind uns sicher, dass es die folgenden Zutaten waren: Der Blick auf den Fluss, eine Prise der warmen Temperaturen und das Gefühl Urlaub zu haben…

Köchin Vietnam

Die Königin der Küche

Esstisch Veitnam

Kokusnuss

 

 

Wenn Sie dieses Gefühl auch einmal erleben möchten, dann sehen Sie sich unseren Reisebaustein Hoi An – Stadt der Lampions

 

 


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