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Farbenspiel am Kelimutu

von Mehr Christina Rambach Reisespezialistin

5 Juni 2015

Reisespezialistin Christina führte ihre Reise dieses Jahr nach Indonesien. Zwischen all den Erlebnissen sticht vor allem die Besteigung des Vulkans „Kelimutu“  auf der Insel Flores heraus. Wie sich so eine Besteigung anfühlt und warum sich die Anstrengung definitiv lohnt, berichtet Sie in diesem Blogartikel.

Reisespezialistin Christina in Indonesien

Reisespezialistin Christina in Indonesien

 

Ein circa zweistündiger Flug von der trubeligen Insel Bali in eine andere Welt. Die Ruhe und Gelassenheit der Menschen und die atemberaubende Natur auf der unberührten Insel Flores gaben mir gleich das Gefühl willkommen zu sein.

Auf dem Weg zu unserem Homestay in dem kleinen Örtchen Moni haben wir schon viele Kinder am Wegesrand gesehen die uns freundlich hinterher winken.

Bei unserer Gastfamilie angekommen, wurden wir gleich freundlich empfangen und in unser Zimmer für die nächste Nacht geführt. Die Mitglieder unserer Gastfamilie konnten zwar nicht besonders gut Englisch, trotzdem haben wir uns sofort wohl gefühlt. Zum Glück hatten wir noch unseren Guide Waldi dabei, der das ein oder andere für uns übersetzt hat.

Nach einem leckeren Abendessen und einer sehr kurzen Nacht weckte unser Guide uns bereits um 04:00 Uhr morgens. Zugegeben, um diese Uhrzeit aufzustehen erfordert schon etwas Motivation, doch die hatten wir. Wir waren uns sicher, dass es sich lohnen würde. Also rafften wir uns auf, packten noch schnell eine Wasserflasche für die Wanderung ein und brachen zum Kelimutu auf.

Einen großen Teil der Strecke auf den Vulkan kann man mit dem Auto zurücklegen. Die Straßenverhältnisse bis zum Startpunkt der Wanderung sind allerdings sehr schlecht und wir wurden an manchen Stellen ordentlich durchgeschüttelt. Das hatte aber den Vorteil, dass die Müdigkeit  nun vollständig vertrieben war.

Vom Parkplatz ging es dann erstmal ein paar Treppen rauf und weiter durch den Dschungel, bis wir an unserem ersten Aussichtspunkt angekommen sind. Obwohl meine Freundin und ich nicht zu den größten Sportskanonen gehören, war der Aufstieg bis hier ganz angenehm. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir jedoch noch nicht, dass wir den schwierigen Teil noch vor uns hatten. Wir genossen also zunächst einmal die Aussicht über zwei Kraterseen. Ein paar Erinnerungsfotos schießen und weiter ging es.

Aufgrund von im Wasser gelösten Mineralien wechseln die Seen im Abstand von mehreren Jahren die Farbe. Zurzeit sind diese türkis und schwarz, sie waren aber auch schon rot oder blau.  Die Einheimischen glauben, dass die Seelen der Verstorbenen in diesen Seen wohnen. Ein Farbwechsel der Seen bedeutet, dass diese verärgert sind.

Nach einem kurzen Fußmarsch auf ebener Fläche, entdecken wir dann plötzlich den Gipfel des Vulkans. „Nur noch die paar Stufen!“ rief unser Guide von vorne. Beim Anblick der Stufen hatte ich schon kurz den Gedanken, dass der letzte Ausblick eigentlich auch ausreichen würde. Doch dann packte mich mein Ehrgeiz und wir stiegen die Treppen hoch. Schon nach kurzer Zeit war uns unser Guide weit voraus und wartete an einer weiteren Aussichtsplattform auf uns. Von hier hatte man einen noch schöneren Blick über die beiden Seen. Wir bekamen Lust auf mehr!

Die letzte Treppe war mit Abstand am anstrengendsten. Steil bergauf am Geländer entlang zogen wir uns zum Gipfel hinauf. Wir quälten uns die letzten Meter hoch und wurden, oben angekommen, sofort für die Anstrengungen belohnt. Das war der erste Vulkan den ich bestiegen habe. Mich überkam der Stolz und ich bekam Gänsehaut. Die frische Luft oben auf dem Gipfel tat besonders gut. Ich atmete 2-3  Mal tief ein und schloss die Augen.

Sonnenaufgang Kilimutu

Durchatmen und genießen

Bei einer heißen Tasse Tee unterhielt ich mich kurz mit anderen Touristen. Obwohl der Gipfel gut besucht war, blendete ich die anderen Reisenden nach kurzer Zeit einfach aus und konnte den Moment vollkommen auskosten.

Sonnenaufgang Kilimutu 2

Nach dem frühen Aufstehen und der anstrengenden Besteigung entschädigen uns bunte Farbenspiele

Die Aussicht war wirklich atemberaubend. Zwei Kraterseen vor uns und die aufgehende Sonne im Hintergrund. Ein dritter See hinter uns, der smaragdgrün leuchtet und umgeben ist von einer üppigen grünen Landschaft. Ein Anblick den man nie vergisst.

Kratersee Kilimutu

Erinnerungsfoto vor dem Kratersee

Wenn Sie den Weg auf den Gipfel auch einmal gehen und ebenfalls solche faszinierenden Sonnenaufgangs-Momente erleben möchten, dann werfen Sie doch einmal einen Blick auf unseren Reisebaustein Remote Flores.


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