MENUMENU

Von der Kakaofrucht bis zur heißen Schokolade…

von Mehr Daniela Keite Produktmanagement Costa Rica-Nicaragua-Panama, Mexiko-Guatemala-Belize, Ecuador & Island

10 Juli 2014

Ein schönes Schoko-Eis, eine heiße Schokolade im Winter oder einfach auch nur mal ein Stückchen Schokolade als Nervennahrung zwischendurch – Schokolade gibt es in vielen Formen.  Aber wo der Grundstoff dafür, der Kakao, wirklich herkommt, wusste Produktmanagerin Daniela eigentlich nicht. Daher freute Sie sich besonders darauf zu sehen, wie genau die Kakaopflanzen in Ecuador angebaut werden und wie der Kakao daraus gewonnen wird. Sie hat während ihrer letzten Ecuadorreise eine kleine, familiär geführte, Finca besucht, die hauptsächlich vom Kakaoanbau lebt.

Bei Ankunft wurden wir direkt vom Vater der Familie begrüßt. Er hatte ein paar Körner in der Hand und forderte uns direkt auf  mal zu probieren. Pfeffer! Aha, interessant, der wird also auch hier direkt angebaut:

 

Pfeffer in Ecuador

Früchte einer Pfefferpflanze

 

Danach hat uns der Sohn der Familie, Haido, in seine Obhut genommen und er uns zu seinen Brüdern, Schwestern, Schwägerinnen und Schwagern geführt. Alle saßen zusammen inmitten einer Art Gewächshaus. Dort zeigten sie uns wie sie die Stecklinge für die nächsten Pflanzungen vorbereiten. Dann wurde es richtig spannend und endlich zur den Kakaopflanzen an sich gegangen. Überall sah man schon die dunkelroten Kakaopflanzen von den Kakaobäumen hängen. Von der Form her, und meist auch fast von der Größe, erinnerten mich diese Schoten an einen Rugby-Ball. Die Kakaopflanzen gedeihen vor allem in einem warmen und feuchten Klima und tragen das ganze Jahr über Früchte. Normalerweise findet die Ernte zweimal im Jahr statt. Auf dieser Finca, so lernte ich, gibt es keine bestimmten Zeiten für die Ernte sondern sie findet das das ganze Jahr über statt.

 

Kakao Frucht

Die dunketrote Frucht der Kakaopflanze

 

Die Früchte sind zwar von außen auf den ersten Anschein hart, lassen sich dann mit ein wenig Kraftaufwand jedoch leicht durchbrechen. Im Inneren der Früchte findet man dann die Kakaobohnen. Diese sind nichts anderes als die Samen des Kakaobaums. Sie sind in weißes Fruchtfleisch „verpackt“. Haido gab uns die mit Fruchtfleisch umhüllten Samen und zeigte uns, dass man diese wie Bonbons lutschen kann. Die Kakaobohnen selbst darf man in diesem Stadium aber noch nicht essen. Der Geschmack des Fruchtfleisches lässt sich nur schwer beschreiben: etwas süß-säuerlich, fremd, aber auf jeden Fall super-lecker! Normalerweise wird das Fruchtfleisch eher als Abfallprodukt gesehen. Haidos Familie wirft es nicht weg, sondern nutzt es um daraus Saft herzustellen. Schade eigentlich, dass es den bei uns nicht zu kaufen gibt – eine Marktlücke? 🙂

 

Das weiße Fruchtfleisch von Kakao

Daniela mit einer aufgebrochenen Kakaobohne

 

Kakaobohnen in der Schote, mit Fruchtfleisch umhüllt

Kakaobohnen in der Schote, mit Fruchtfleisch umhüllt

 

Sobald die Kakaofrüchte reif sind, wird das Innere in einem großen Leinensack gesammelt und ein paar Tage darin aufbewahrt, so dass die Kakaobohnen darin fermentieren. Bei diesem Vergärungsprozess der zwischen zwei und sieben Tagen dauert, „löst“ sich das Fruchtfleisch praktisch auf. Die Kakaobohnen bleiben zurück. Dann werden diese in der Sonne getrocknet. In der Region die ich bereist habe sieht man überall, auch entlang der Straßen, ausgebreitete Tücher mit Kakaobohnen darauf.

 

Kakaobohnen trocknen in der Sonne

Die Kakaobohnen werden zum Trocknen in die Sonne gelegt

 

Okay, es ging weiter und nun mussten auch wir mithelfen: Gemeinsam mit Haidos Vater haben wir bereits getrocknete Bohnen in einer kleinen Küche in einer Pfanne geröstet – und dann hieß es die Bohnen schälen ohne sich die Finger zu verbrennen…

 

gerösteten Kakao schälen

Die Bohnen sind noch richtig heiß!

 

Da es durch den kleinen Herd noch heißer wurde als es sowieso schon war, gab es zur Abkühlung eisgekühlten Kakaosaft (aus diesem weißen Fruchtfleisch gepresst), wahlweise auch mit Amaretto gemischt. Hmm, auch sehr lecker, kann ich nur empfehlen!

 

Kakaosaft aus dem weißen Fruchtfleisch

Kakaosaft aus dem weißen Fruchtfleisch

 

Weiter ging es… die gerösteten und geschälten Kakaobohnen wurden in einem kleinen Behälter gesammelt und dann durch einen Art Mühle gepresst – unten heraus kam dann quasi eine Art Nutella – nur noch nicht gesüßt. Ich war vor allem sehr erstaunt, dass aus so einer trockenen gerösteten Kakaobohne auf einmal eine so recht zähflüssige Masse entstehen kann.

 

Ungesüßte und gemahlene Kakaomasse

Ungesüßte und gemahlene Kakaomasse

 

Im Prinzip könnte man aus dieser Kakaomasse nun richtige Schokolade herstellen, indem man sie süßt. Wir haben jedoch einen Teil der Masse noch einmal mit Wasser aufgekocht und mit Zucker und ein wenig Zimt verfeinert – und fertig war unsere frische, heiße Schokolade!

 

Heißer Kakao direkt auf der Plantage

Endlich das Endprodukt probieren!

 

Wenn Ihr auch gerne mal Eure eigene Schokolade herstellen wollt, dann schaut Euch einfach unseren Baustein „Kakao & Küstenmetropole“ in unserem Ecuadorprogramm an.


Schlagwörter:

2 Kommentare
Rüdiger Funke, 11. Juli 2014, 13:12 Uhr

Damit mehr Menschen von diesem Erlebnis erfahren, würden wir gern einen Link auf unserer Website einsetzen??? >>http://www.infozentrum-schoko.de<&lt;
Mit besten Grüßen
Rüdiger Funke, rfunke@me.com

Carina, 15. Juli 2014, 15:00 Uhr

Hallo Herr Funke, es freut uns sehr, dass unser Artikel auf Ihr Interesse stößt. Gerne können Sie den Artikel verlinken und weiter darauf aufmerksam machen. Wir freuen uns sehr darüber. Viele Grüße, Carina Bullmann (Online-Marketing-Team)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bei Erlebe Fernreisen seit:

Mein Reisetipp