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Gletscher, Wasserfall und Lavastrand – Islands Highlights auf 40 Kilometern

von Mehr Steffi Kaiser Reisespezialistin

17 März 2016

Der Süden Islands kann mit einer sehr beeindruckenden Landschaft und ganz besonderen Highlights aufwarten. Ob Berge, Gletscher oder Wasserfälle und Strände: Das alles kann man dort auf relativ kleinem Raum erleben. Unsere Reisespezialistin Stefanie ist dort hingereist und schildert was sie ganz besonders fasziniert hat. 

Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns früh morgens auf den Weg Richtung Skaftafell Nationalpark. Wir wollten heute eine kleine Wanderung auf dem Svínafellsjökull unternehmen und freuten uns riesig über 12 Grad und Sonne im September! Beim Besucherzentrum angekommen, bekamen wir Steigeisen angepasst und eine Spitzhacke in die Hand, dann ging es auch schon los Richtung Gletscher.

Nach einer kurzen Einweisung, wie man sich mit Steigeisen auf einem Gletscher bewegt, liefen wir los und standen ein paar Minuten später bereits auf dem Eis. So ein Gletscher sieht ja schon von weitem groß und mächtig aus, wenn man dann aber direkt darauf steht und um einen herum nur noch Eismassen, durchzogen von riesigen Gletscherspalten zu sehen sind, wird einem erst richtig bewusst, wie gewaltig diese Naturphänomene sind.

Glezscherwanderung Menschen

Mit Steigeisen und Spitzhacke ging es auf den Gletscher

Wir liefen etwa zwei Stunden über den Gletscher und erfuhren sowohl wissenswertes über Gletscher im Allgemeinen als auch den Svinafellsjökull im Besonderen und unterhaltsame Fakten rund herum. So erzählte uns unser Guide, dass auf diesem Gletscher Szenen für Filme wie „Batman begins“ und „Interstellar“ sowie sogar für die Serie „Game of Thrones“ gedreht wurden.

Reisespezialistin Steffi auf dem Svinafellsjökull

Reisespezialistin Steffi auf dem Svinafellsjökull

Wenn man auf einem Gletscher steht, kommt man natürlich auch am Thema Klimawandel und Globale Erwärmung nicht vorbei. Allein der Svinafellsjökull schmilzt täglich um etwa einen Zentimeter! Wenn man sich umsieht, sieht man noch an den Hängen der umliegenden Hügel, wie hoch der Gletscher einmal gewesen ist. Unser Guide erzählte uns, dass, wenn das gesamte Eis Islands schmilzt, von einem Meeresspiegelanstieg von etwa 0,5 Metern ausgegangen werden muss!

Gletscherberg und Hügel

1996 war der Gletscher noch so hoch wie dieser Hügel

Nach dem beeindruckenden Ausflug auf den Gletscher wurden wir zurück zum Besucherzentrum des Skaftafell Nationalparks gebracht, wo wir unsere Ausrüstung wieder abgaben und uns erst einmal auf einer Picknickbank in der wärmenden Sonne mit Fish & Chips stärkten. Danach liefen wir einen Wanderweg entlang, der direkt hier am Besucherzentrum startete und hinauf zum Svartifoss führte – dem „schwarzen Wasserfall“, der zwischen faszinierend aussehenden Basaltsäulen über eine Felskante hinabstürzt. Der Weg hinauf führte durch Busch-Landschaft und immer wieder bot sich ein spektakulärer Blick über das Tal und auf den Gletscher.

Sonne über Island

Strahlender Sonnenschein in Island

 

Gletscher in der Ferne

Immer wieder der Blick auf den Gletscher

 

Da es mittlerweile Mittag war und es über 20 Grad hatte, kamen wir in unserem Zwiebellook direkt ins Schwitzen. Wer rechnet Ende September in Island schon mit derartig sommerlichen Temperaturen? Glücklicherweise führte der Weg immer wieder durch schattige Wald-Abschnitte und wir hatten ausreichend zu Trinken dabei. Nach einem letzten flachen Anstieg konnten wir dann schon den spektakulären Wasserfall in der Ferne erspähen.

Der Svartifoss

Erster Blick auf den Svartifoss

Ab hier ging es dann auch nur noch ein paar Hundert Meter bergab durch niedrigen Wald und schließlich standen wir direkt vor dem Wasserfall. So eingerahmt in schwarze und graue Basaltsäulen ist der Svartifoss für mich einer der schönsten Wasserfälle Islands!

Beeindruckendes Farbenspiel am Svartifoss

Beeindruckendes Farbenspiel am Svartifoss

Glücklicherweise waren zu dieser Zeit nicht allzu viele andere Reisende in Island, sodass wir den Wasserfall fast für uns alleine hatten, was im Juli und August sicher anders ist. So konnten wir die Kulisse in aller Ruhe ausgiebig genießen.
Allzu lange blieben wir dann aber doch nicht, da wir wegen des schönen Wetters unbedingt noch zur bekannten Jökulsarlón Lagune fahren wollten. Also sind wir gemütlich zurück zu unserem Mietwagen gelaufen und fuhren die etwa 50 Kilometer Richtung Osten zur Lagune. Schon der Blick von der Brücke, die man zwischen der Lagune und dem offenen Meer überquert, ist spektakulär! Links erstreckte sich der gewaltige Gletscher bis ins Wasser, unter uns trieben riesige Eisbrocken langsam dahin und zu unserer Rechten wurden die glasklar gespülten Eisklumpen an den samtschwarzen Strand gespült. Dieser Anblick verschlug uns wirklich die Sprache!

Der Gletscher Vatnajökull

Der Gletscher Vatnajökull

 

Schwimmendes Eis in der Jökulsarlón Lagune

Schwimmendes Eis in der Jökulsarlón Lagune

 

Die Eisbrocken funkeln wie Diamanten auf dem schwarzen Sand

Die Eisbrocken funkeln wie Diamanten auf dem schwarzen Sand

Und als ob das noch nicht genug gewesen wäre, bekamen wir auf dem Rückweg zum Hotel noch den schönsten Sonnenuntergang der ganzen Reise geliefert:

 Spiegeling des Sonnenuntergangs

Der krönende Abschluss eines perfekten Tages in Island

All diese Eindrücke an einem Tag und innerhalb von nur knapp 40 Kilometern Luftlinie – am Abend hatten wir Einiges zu verarbeiten!
Der Süden Islands ist spektakulär und absolut sehenswert, auch jenseits des „Golden Circle“. Wenn Sie auch einmal auf einem Gletscher wandern oder sich von der Magie der Jökulsárlón Lagune verzaubern lassen möchten, schauen Sie sich einmal unseren Baustein Ab auf den Gletscher an. Die Island-Reisespezialisten helfen Ihnen gerne bei der Ausarbeitung Ihrer individuellen Reise nach Island.


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