Eine Islandreise zu „Corona-Zeiten“? – Aber klar doch!

von Mehr Stefanie Krämer Reisespezialistin

22 Juli 2020

Unsere Kollegin Stefanie, bereiste im Juni 2020 Island. Wie es ist, zu Coronazeiten in anderen Ländern unterwegs zu sein und wie sie die Insel dabei wahrgenommen hat, lesen Sie im nachfolgenden Reisebericht. 

2020 ist in vielerlei Hinsicht anders: insbesondere für den Tourismus.
Ich selbst habe das Glück, meine Passion – das Reisen – mit meinem Beruf zu kombinieren.

Normalerweise bescheren wir mit unseren Reiseangeboten vielen Menschen eine glückliche Zeit im Jahr, bewegen die Menschen im Herzen und bieten Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben.

Island im Sommer - Seljalandsfoss

Am Seljalandsfoss

Sollte das etwa in diesem Jahr nicht möglich sein?
Im März wussten wir alle nicht, was los ist und was die Welt gerade mit uns macht. Peu á peu wurde auch mir bewusst, was das Ganze bedeutet und meine im Januar gebuchte Reise nach Island im Sommer rutschte in weite Ferne.

Ende Mai kam dann die Nachricht, dass die ersten Reisen innerhalb Europas voraussichtlich ab Mitte Juni möglich sind. Neben den an Deutschland angrenzenden Ländern war u.a. auch Island dabei. Nach einiger Zeit stellte sich heraus, dass Island ab dem 15.06.2020 wieder Touristen willkommen heißt!

Obwohl mein ursprünglicher Flug auf den 13.06.20 gebucht war, war dies eine wirklich unglaublich positive Nachricht für mich! Andere würden in solch einem Fall von Weihnachten und Ostern zusammen sprechen.
Für mich war sofort klar: ich buche um und bin – ganz anders als gedacht – dieses Jahr auf Reisen!! Wohoo! Unfassbar!

Den Eyjafjallajökull streicheln

Innerhalb von einer Woche habe ich dann die Flüge, den Mietwagen sowie das Landpaket umgebucht und so stand ich tatsächlich kurz vor einer Reise inmitten einer Zeit, in der sich die Welt neu erfindet.

Ich war mit diesem Gefühl überglücklich und gleichzeitig gespannt wie ein Flitzebogen. Irgendwie fühlte ich mich wie ein Pionier, der fremde bzw. ihm unbekannte Dinge macht. Aber hey, dabei fliege ich doch ‚nur‘ nach Island, oder?

Es ist außerordentlich, wie der Gedanke ans Reisen auf mich gewirkt hat. Kann ich mit dem Zug zum Flughafen fahren? Fliegt der Flieger wirklich? Lassen die Isländer immer noch Touristen an meinem Einreisetag einreisen? Fragen über Fragen, die wir uns alle im Normalfall nie stellen – egal ob bei einem Städtetrip innerhalb Europas oder bei einer Fernreise.

Um diese Fragen zu beantworten, musste und wollte ich unbedingt die Reise antreten!
Das oberste Gebot der letzten Tage vor sowie am Tag der Abreise: Bloß nicht krank werden, um den Corona-Test vor Ort in Island ‚negativ‘ zu überstehen.

Maske auf uns ab in den Zug

Im Frankfurter Flughafen ist nur ein Terminal geöffnet

Für den Flug haben wir uns jeder eine FFP2 Maske gekauft – diese soll gerade im Flieger besser schützen als die ‚normalen‘ bzw. selbst genähten Masken. Kleiner Tipp: Nehmen Sie die Maske ein paar Tage zuvor aus der Plastikverpackung, denn wir haben mehr Plastik als frische Luft eingeatmet.

Der größte deutsche Flughafen hat uns mit nur einem geöffneten Terminal und geschlossenen Läden und Restaurants empfangen. Mein Tipp deshalb: Genügend Essen und Getränke mitnehmen! Die Ausnahme bildete der Duty-Free Shop, dieser war geöffnet und hier kann man sich ja bekanntlich durch die süße Welt naschen.

Sitzabstand am Frankfurter Flughafen

Am Flughafen, auch beim Boarden und selbst im Flugzeug haben wir uns sicher gefühlt. Das Flugzeug war bis auf den letzten Platz belegt und ich empfand es als ein positives Zeichen: Die Menschen wollen die Welt entdecken!

Mit einer Flasche Wasser, der Maske und warmer Kleidung waren wir für den Flug gewappnet. Denn zurzeit findet kein Service an Board statt und die Klimaanlage läuft auf Hochtouren, um Viren und Bakterien fernzuhalten.

Nach gut drei Stunden Flug hieß es dann ‚Velkomin til Íslands‘! Die erste Anspannung fiel mit dem Betreten von isländischem Boden: Wir haben es schon mal bis nach Island geschafft.

Kaum ausgestiegen, standen wir in der Warteschlange von dem Corona-Test. Nach einer kurzen Aufregung und Suche nach dem Personalausweis stand ich auch schon in einer kleinen Kabine, wo freundliche Mitarbeiter einen Abstrich bei mir gemacht haben. Sie erklärten mir das weitere Vorgehen (bitte bis zum Ergebnis nicht in Menschenmengen gehen) und wünschten mir dann einen schönen Urlaub. Ok, dann auf zum Mietwagen und los geht’s!

Island im Sommer - Corona-Test

Corona Test bei Einreise in Island

Abends in Reykjavik angekommen haben wir uns die Stadt angeschaut und just in dem Moment als wir am Hafen neben einer Bar standen, mit Blick auf das Meer und den Sonnenuntergang, vibrierten unsere Handys und die SMS sagte „You have not been diagnosted with COVID-19.“

Wow! Dieses erleichternde Gefühl ist wirklich unbeschreiblich! Es fällt so viel Stress und Anspannung ab … das haben wir dann in der besagten Bar mit einem Bier gefeiert. Update: Diesen Test müssen sich deutsche Staatsbürger seit dem 16.07.2020 bis auf Weiteres nicht mehr unterziehen, da die isländische Regierung Deutschland in Sachen Corona zu einem sicheren Land erklärt hat.

Alle weiteren Informationen zur Einreise nach Island sind sehr gut und kompetent unter https://www.covid.is/english zusammengefasst.

Hafen von Reykjavik

Ja, und wie war Island im Sommer während Corona?

Leer, ein Traum, grün, vielseitig, wahnsinnig, atemberaubend, wild, freundlich und einfach unbeschreiblich schön!
Eine Reise lohnt sich auf jeden Fall – auch in diesen Zeiten! Überzeugen Sie sich selbst!

Sie wollen nun auch Island bereisen? Unsere erfahrenen Reisespezialisten stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite, wenn es wieder heißt, die schönste Zeit des Jahres zu planen

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2 Kommentare
Karl Brenner, 25. Juli 2020, 11:22 Uhr

Hey Flitzebogen!
Freut mich echt, dass die Reise geklappt hat!

Stefanie Krämer, 28. Juli 2020, 09:18 Uhr

Vielen Dank, Herr Brenner 😉 es hat sich voll und ganz gelohnt!

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